Dönitz, Karl

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Karl Dönitz (Lebensrune.png 16. September 1891 in Grünau bei Berlin; Todesrune.png 24. Dezember 1980 in Aumühle bei Hamburg) war ein deutscher Marineoffizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, (seit 1943 Großadmiral) und Oberbefehlshaber der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Von Adolf Hitler testamentarisch dazu ernannt, war er ab dem 30. April 1945 bis zu seiner völkerrechtswidrigen Verhaftung am 23. Mai 1945 durch englische Besatzungstruppen bislang letztes Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches (Reichspräsident) und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Dönitz’ herausragender staatspolitischer Verdienst ist die de jure-Rettung des Deutschen Reiches.

Marineoffizier und Ritterkreuzträger Konteradmiral Karl Dönitz, zuletzt Großadmiral, Eichenlaubträger, Reichspräsident und Chef der Regierung Dönitz;

Einen Monat nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. Oktober 1939 wurde Dönitz zum Konteradmiral befördert, was auch im Wehrmachtbericht vermerkt wurde. Am 17. Oktober 1939 wurde sein Dienstposten in Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) umbenannt.

Leben

In der ersten Reihe von links nach rechts: Hanns Oberlindober, Fedor von Bock, Erhard Milch, Heinrich Himmler, Karl Dönitz, Wilhelm Keitel, Hermann Göring und Adolf Hitler beim Heldengedenktag am 21. März 1943 im Zeughaus Berlin
Adolf Hitler und Dönitz
Nachricht aus dem Führerbunker: In seiner Funktion als Hitlers Privatsekretär schrieb Martin Bormann nach Hitlers Tod am 29. April 1945 einen Brief an Karl Dönitz: „Lieber Großadmiral! Da wegen des Ausbleibens aller Divisionen unsere Lage hoffnungslos erscheint, diktierte der Führer in der vergangenen Nacht das anliegende politische Testament. Heil Hitler! Ihr M. Bormann“ Adolf Hitler hatte in jenem politischen Testament Karl Dönitz als seinen Nachfolger bestimmt.

Abstammung

Karl Dönitz, Ritterkreuzträger.jpg
Karl Dönitz, Großadmiral und Reichspräsident.jpg
Großadmiralstab von Karl Dönitz; er war mit blauem Samt bezogen, auf dem abwechselnd der Wehrmachtsadler, der unklare Anker und das Eiserne Kreuz aufgelegt war. Auf den Knaufenden war ein Hakenkreuz bzw. ein Hoheitsadler mit ausgebreiteten Schwingen, darunter ein U-Boot aufgelegt. Dieser Stab befindet sich im Shropshire Regimental Museum (Shrewsbury, Großbritannien) und kann dort besichtigt werden.

Karl Dönitz, nach der Geburtsurkunde Carl, wurde als Sohn des Ingenieurs Karl Emil Dönitz (Lebensrune.png 21. Oktober 1857 in Zerbst) und dessen Gemahlin Wilhelmine Emilia Anna, geborene Beyer (Lebensrune.png 22. Oktober 1862 in Crossen an der Oder), am 16. September 1891 „nachmittags um dreieinhalb Uhr“ in der Wohnung der Eltern geboren. Sein Vater Karl, Sohn des Lagermeisters August Dönitz und der Friederike, geb. Schulz, hatte am 22. Oktober 1886 in Berlin seine Verlobte Anna, Tochter des Stubenmalers Carl Eduard Rheinhold Beyer und der Auguste Wilhelmine, geb. Kubatz, geheiratet. Karl Dönitz’ beide Großväter waren zum Zeitpunkt der Vermählung seiner Eltern schon verstorben.[1]

Militär

Am 1. April 1910 trat Dönitz als Seekadett der „Crew 10“ in die Kaiserliche Marine ein. Im Anschluß an die obligatorische Grundausbildung in der Marineschule Mürwik trat Seekadett Dönitz am 12. Mai die Bordausbildung (Seeausbildung) auf dem Großen Kreuzer und Schulschiff SMS „Hertha“ an. Am 1. April 1911 ging es dann zurück an die Marineschule, um die Offiziersausbildung zu beginnen. Am 15. April 1911 wurde Dönitz zum Fähnrich zur See befördert. Im Sommer 1912 absolvierte er seinen Infanterielehrgang beim II. Seebataillon in Wilhelmshaven (Kommandeur war Major Paul von Lettow-Vorbeck) und einen Torpedolehrgang auf der Panzerkorvette SMS „Württemberg“.

Mit dem Absolvieren eines Artillerielehrgangs an der Schiffsartillerieschule in Kiel beendete Fähnrich z. S. Dönitz seine Ausbildung als Seekadett und wurde am 1. Oktober 1912 als Wachoffizier und Adjutant auf den Kleinen Kreuzer SMS „Breslau“ kommandiert. Als väterliche Figur und Mentor nach dem Tod des Vaters galt der Erste Offizier der „Breslau“, Kapitänleutnant und spätere Freikorpsführer Wilfried von Löwenfeld. Zu dieser Zeit war die „Breslau“ der modernste Kleine Kreuzer der deutschen Flotte. Gemeinsam mit dem Schlachtkreuzer SMS „Goeben“ wurde die „Breslau“ ins Mittelmeer kommandiert und der verbündeten türkischen Marine unterstellt.

Erster Weltkrieg

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges nahm Dönitz auf dem Kleinen Kreuzer SMS „Breslau“, der an das Osmanische Reich verkauft worden war und dort unter dem Namen „Midilli“ Dienst tat, an Gefechten gegen russische Einheiten im Schwarzen Meer teil.

Im Jahr 1916 wurde er zum Oberleutnant zur See befördert. Als die „Breslau“/„Midilli“ wegen Reparaturen in die Werft mußte, wurde Dönitz zeitweilig als Flugplatzleiter einer Fliegerabteilung an die Dardanellen-Front versetzt.

Von dort aus meldete Dönitz sich freiwillig zu der neuen Waffengattung der U-Boote. Nach einer erforderlichen Ausbildungszeit fuhr er dann bis zum Februar 1918 als Wachoffizier auf U 39. Anschließend war Dönitz erst Kommandant von UC 25 und seit dem 5. September 1918 Kommandant von UB 68. Dieses Boot wurde schließlich bei einem Einsatz im Mittelmeer von englischen Marineeinheiten versenkt, Dönitz und seine Mannschaft bis auf einen wurden gefangengenommen.

Während seiner Zeit als Wachoffizier bzw. Kommandant von U-Booten erkannte er, daß der deutsche U-Boot-Krieg gegen die englische Seemacht am Geleitzugsystem gescheitert war. Er beschäftigte sich nach seiner Entlassung aus englischer Gefangenschaft 1919 daher theoretisch mit den militärischen Möglichkeiten von U-Booten.

Dönitz wurde während des Krieges mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse und dem Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern sowie türkischerseits mit dem Eisernen Halbmond und dem Mecidiye-Orden, IV. Klasse.

Zwischenkriegszeit

Dönitz wurde in die Reichsmarine der Weimarer Republik übernommen und im Juli 1919 zum Stab der Marinestation der Ostsee kommandiert. Seit März 1920 war er dann Kommandant verschiedener Torpedoboote. Während dieser Zeit wurde Dönitz am 1. Januar 1921 zum Kapitänleutnant befördert.

Ab Frühjahr 1923 war er Referent und Adjutant der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens. Mit dem 3. November 1924 wurde Dönitz Referent in der Marinewehrabteilung; in dieser Stellung verblieb er etwas mehr als zwei Jahre. Anschließend war er als Navigationsoffizier auf dem Kreuzer „Nymphe“ eingesetzt.

Am 24. September 1928 wurde Dönitz Chef der 4. Torpedobootshalbflottille, und am 1. November 1928 wurde er zum Korvettenkapitän befördert. Zwei Jahre später wurde er 1. Admiralstabsoffizier der Marinestation der Nordsee. In dieser Funktion wurde er am 1. Oktober 1933 zum Fregattenkapitän ernannt.

Als Kommandant des Kreuzers „Emden“, seit Ende September 1934, unternahm Dönitz im Jahr 1935 eine mehrmonatige Auslandsreise nach Südost-Asien.

Nach der Rückkehr von dieser Reise wurde Dönitz von dem damaligen Generaladmiral Erich Raeder mit dem Aufbau der neuen deutschen U-Boot-Waffe beauftragt. Der Bau deutscher U-Boote war möglich geworden, nachdem Adolf Hitler im selben Jahr das Versailler Schanddiktat aufgekündigt hatte, indem er die deutsche Wehrhoheit erklärte.

Zur Organisation des Aufbaus wurde Dönitz am 22. September 1935 Befehlshaber der U-Boot-Flottille „Weddigen“ und wurde am 1. Oktober 1935 zum Kapitän zur See befördert. Im Januar des Jahres erhielt er auch das Ehrenkreuz für Frontkämpfer. Bereits am 1. Januar 1936 wurde Dönitz’ Posten aufgewertet und in Führer der Unterseeboote (F. d. U.) umbenannt. Am 28. Januar 1939 erfolgte die Ernennung zum Kommodore.

Zweiter Weltkrieg

Im Bewußtsein der politischen Krisen in den Jahren 1935 bis 1938 mußte Dönitz die Möglichkeit einer Gegnerschaft Englands bei der strategischen Ausrichtung der U-Boot-Waffe berücksichtigen. Ein effektiver Handelskrieg setzte laut Dönitz eine Sollstärke der U-Boot-Waffe von rund 300 Booten voraus. Gemäß der Doktrin der „Drittelparität“ sollte sich ein Drittel der Boote im Fronteinsatz befinden, ein weiteres Drittel im An- bzw. Abmarsch und das letzte Drittel zu Überholung in den Heimathäfen. Im Z-Plan vom 1. März 1939 wurde der Bau von 249 U-Booten beschlossen.

Dönitz ließ die U-Boot-Besatzungen dazu ausbilden, gegen Geleitzüge zu kämpfen. Dönitz wollte einer Massierung an Schiffen die sogenannte Rudeltaktik entgegensetzen.

So begann der Seekrieg im Atlantik zwar mit einer geringen Anzahl an U-Booten (57 U-Boote, davon nur 37 für den Atlantik geeignet), aber dennoch mit Erfolgen für die deutsche Seite. Bevor der Rußlandfeldzug begann, hoffte Hitler, den Krieg gegen England beenden zu können. Churchill schlug seine mehrmaligen Friedensangebote jedoch aus.

Eine Invasion Englands schien unmöglich, ein Großteil des deutschen General- und Admiralstabes inkl. Dönitz glaubte nicht an ein Gelingen des Unternehmens „Seelöwe“. Dönitz verfolgte die zweite Taktik, die Churchill nach dem Krieg bestätigen sollte.

Aufgrund der großen Erfolge der U-Boote wurde Dönitz am 1. September 1940 zum Vizeadmiral befördert und am 14. März 1942 zum Admiral ernannt.

Am 31. Januar 1943 wurde Dönitz unter Auslassung des Dienstgrades des Generaladmirals Großadmiral und Nachfolger von Großadmiral Erich Raeder als Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine. Auch als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine gab Dönitz den Posten als Befehlshaber der Unterseeboote nicht auf. Unter seinem Kommando wurde der Schwerpunkt noch stärker auf den Einsatz von U-Booten verlagert.

Dönitz verbot in seinem Regenbogen-Befehl die Übergabe von U-Booten in Feindeshand – auch wenn ein Boot durch alliierte Schiffe aufgebracht wurde, sollte es unbedingt von der Besatzung selbst versenkt werden, um die Enigma-Maschinen und Schlüsselunterlagen nicht in alliierte Hände gelangen zu lassen.

In dem 68 Monate dauernden Kampf gingen 781 deutsche U-Boote verloren. Von den 632 nachgewiesen von den Alliierten versenkten U-Booten wurden 500 von den englischen oder englisch kontrollierten Streitkräften versenkt. Eine solche Verlustquote hatte keine andere Waffengattung zu verzeichnen, weder auf deutscher noch auf alliierter Seite. Befehligt wurden die U-Boote u. a. vom Hauptquartier Koralle in Bernau bei Berlin.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Dönitz unter anderem mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und dem U-Boot-Kriegsabzeichen ausgezeichnet. Mit dem Deutschen Reich verbündete Staaten ehrten ihn mit dem Militärorden von Savoyen (Komturkreuz), mit dem rumänischen Militärorden Michael der Tapfere III. und II. Klasse sowie mit dem Orden der Aufgehenden Sonne I. Klasse des japanischen Kaiserreiches.

1944 erhielt er außerdem das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. Albert Speer zitiert Dönitz in seinen Erinnerungen angesichts der bei einer Lagebesprechung Anfang Februar 1945 auf Karten offensichtlich gewordenen Lage mit unzähligen Durchbrüchen und Kesselbildungen:

„Ich habe hier nur die Marine zu vertreten. Alles andere ist nicht meine Sache. Der Führer wird wissen, was er tut.“

Am 21. Januar 1945 wurde durch Großadmiral Karl Dönitz die „Rettungsaktion Ostsee“, das sogenannte Unternehmen „Hannibal“ eingeleitet, bei der die Evakuierung von etwa zwei Millionen Menschen aus Ostpreußen über die Ostsee, die sich auf der Flucht vor der heranrückenden Roten Armee befanden, mit sämtlichen verfügbaren Schiffen organisiert wurde. Dies war die größte Evakuierungsoperation in der Geschichte der Menschheit.

Dönitz wird Reichspräsident

Oberleutnant zur See Klaus Dönitz, gefallen am 13. Mai 1944 auf dem Schnellboot „S 141“; auch sein Bruder Leutnant zu See Peter Dönitz ist am 19. Mai 1943 als U-Boot-Wachoffizier auf See geblieben.
Traueranzeige für Sohn und Bruder Klaus
Zu Ehren der Gebrüder Dönitz, die gefallenen Söhne des Großadmirals Karl Dönitz.jpg

Hitler ernannte Dönitz testamentarisch zu seinem Nachfolger als Reichspräsident. Am 23. April hatte sich Dönitz noch für einen Tag nach Berlin begeben. Er hatte wenige Stunden vor dem Eintreffen der Russen das Lager „Koralle“ bei Bernau nördlich von Berlin verlassen.

Ein gepanzerter Mercedes und andere Kraftwagen brachten ihn, seine Familie, seinen Chef des Stabes, Davidson, die Admirale Wagner und Machens, den Chef des Marinepersonalamtes, Balteser, den Amtsrat Lehmann, die Kapitänleutnants Jäger und Weitmann, die Sekretärin, Fräulein v. Ostrowski sowie einige weitere Personen in ein kleines Barackenlager, genannt „Forelle“ bei Plön in Holstein.

Dort erhielt der Großadmiral Dönitz am Nachmittag des 30. April kurz nach 18 Uhr den ersten Funkspruch Bormanns über seine Ernennung zum Nachfolger Hitlers. Es folgten weitere Funksprüche, der letzte um 15.15 Uhr. Er lautete:

„Führer gestern 15.30 Uhr verschieden. Testament vom 29. April überträgt Ihnen das Amt des Reichspräsidenten, Reichsminister Dr. Goebbels das Amt des Reichskanzlers, Reichsleiter Bormann das Amt des Parteiministers, Reichsminister Seyß-Inquart das Amt des Reichsaußenministers. Das Testament wurde auf Anordnung des Führers an Sie, an Feldmarschall Schörner und zur Sicherstellung für die Öffentlichkeit aus Berlin herausgebracht. Reichsleiter Bormann versucht, noch heute zu Ihnen zu kommen, um sie über die Lage aufzuklären. Form und Zeitpunkt der Bekanntgabe an Truppe und Öffentlichkeit bleibt Ihnen überlassen. Eingang bestätigen. Goebbels – Bormann“.

Dönitz informierte Himmler pesönlich über seine Ernennung, um sicherzustellen, daß dieser ihn nicht behindern werde. Von der „Forelle“ aus ließ er noch am späten Abend des 1. Mai die Meldung über Hitlers Tod durch den Hamburger Sender bekanntgeben.

„Aus dem Führerhauptquartier wird gemeldet, daß unser Führer Adolf Hitler heute Nachmittag in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei .... für Deutschland gefallen ist. Am 30. April hat der Führer Großadmiral Dönitz zu seinem Nachfolger ernannt.“

Sein Amt als (bislang letzter) Reichspräsident trat er in der Nacht auf den 2. Mai mit einer Rundfunkansprache über den Reichssender Hamburg an (Auszug):

„Im Bewußtsein der Verantwortung übernehme ich die Führung des deutschen Volkes in dieser schicksalsschweren Stunde. Meine erste Aufgabe ist es, deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordrängenden bolschewistischen Feind zu retten. Nur für dieses Ziel geht der militärische Kampf weiter.“

Flensburg

Er begab sich am 2. Mai nach Flensburg, wo er in den frühen Morgenstunden des 3. Mai eintraf.

Entsprechend strebten er und die geschäftsführende Reichsregierung einen Separatfrieden mit den Westalliierten an, um die Rote Armee aus Deutschland zurückzudrängen. Nachdem bereits auf der alliierten Konferenz von Casablanca im Jahr 1943 die Forderung des amerikanischen Präsidenten Roosevelt nach bedingungsloser Kapitulation der Kriegsgegner verabschiedet worden war und Churchill einen Konflikt mit dem russischen Alliierten befürchtete, lehnten die westlichen Alliierten jedoch jede Teilkapitulation ab. Nach dem Krieg begründete Dönitz die Fortsetzung des Krieges auch damit, daß möglichst viele deutsche Soldaten in westalliierte Gefangenschaft gebracht werden sollten, um sie so vor sowjet-bolschewistischer Gefangenschaft zu bewahren.

Am 7. Mai, um 2.41 Uhr morgens, unterzeichnete der Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Alfred Jodl, von Dönitz bevollmächtigt, die Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Reims. Dieser Schritt resultierte direkt aus der Ablehnung der Westalliierten einer Hinauszögerung der vollständigen Kapitulation. Churchill betrachtete eine Teilkapitulation und eine Weiterführung des Krieges gegen die sowjetischen Truppen als gegen seine Interessen gerichtet. Zur Bekräftigung der Forderung nach sofortiger Kapitulation drohten die Alliierten damit, den Mitte April eingestellten Bombenkrieg gegen deutsche Städte umgehend wiederaufzunehmen.

Der Kapitulationsakt sollte einen Tag später durch das Oberkommando der Wehrmacht sowie die Oberbefehlshaber von Heer, Luftwaffe und Marine ratifiziert werden. Daher unterzeichneten, diesmal im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst, in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai die von Dönitz dazu bevollmächtigten Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Generaladmiral von Friedeburg sowie Generaloberst Stumpff eine weitere Kapitulationsurkunde.

Regierung Dönitz

Die Regierung Dönitz blieb rechtmäßig über die Kapitulation der Wehrmacht hinaus im Amt, hatte allerdings praktisch keinen politischen Einfluß mehr. Am 23. Mai 1945 wurden Dönitz sowie die Mitglieder der Geschäftsführenden Reichsregierung und des Oberkommandos der Wehrmacht im Sonderbereich Mürwik / Flensburg, das zur britischen Besatzungszone gehörte, völkerrechtswidrig und in außergewöhnlich entehrender Weise verhaftet.

Die Alliierten erklärten statt dessen am 5. Juni: Die Machtübernahme sei nun notwendig, weil es in Deutschland keine zentrale Behörde mehr gebe (Berliner Erklärung). Dazu schrieb Großadmiral Karl Dönitz in Bad Mondorf im Juli 1945:

Der Kommandant des Lagers, in dem ich mich als Kriegsgefangener befinde, verlas am 7. Juli eine aus drei Paragraphen bestehende Anordnung, die in § 2 u. a. die Feststellung enthielt, der Deutsche Staat habe aufgehört zu bestehen. Der Satz wurde auf meine Einwendung nachträglich dahin berichtigt, daß es heißen sollte, die Deutsche Regierung habe aufgehört zu bestehen.
Um Mißverständnissen über meinen Standpunkt vorzubeugen, treffe ich folgende Klarstellung:[2]
  1. Die Kapitulation ist von meinen Beauftragen auf Grund einer schriftlichen Vollmacht geschlossen worden, die ich als Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches und damit Oberster Befehlshaber der Wehrmacht zugestellt habe, und die in dieser Form von den bevollmächtigten Vertretern der Alliierten Streitkräfte verlangt war und anerkannt wurde. Die Alliierten haben mich dadurch selbst als Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches anerkannt.
  2. Durch die mit meiner Vollmacht am 9. Mai 1945 abgeschlossene bedingungslose Kapitulation der drei Deutschen Wehrmachtsteile hat weder das Deutsche Reich aufgehört zu bestehen, noch ist dadurch mein Amt als Staatsoberhaupt beendet worden. Auch die von mir berufene geschäftsführende Regierung ist im Amt geblieben; mit ihr hat die alliierte Überwachungskommission in Flensburg bis zum 23. Mai 1945 im Geschäftsverkehr gestanden.
  3. Die im Abschluß an die Kapitulation erfolgende vollständige Besetzung des Deutschen Reichsgebietes hat an dieser Rechtslage nichts geändert. Sie hat nur mich und meine Regierung tatsächlich behindert, in Deutschland Regierungshandlungen zu vollziehen.
  4. Ebensowenig konnte meine und meiner Regierung Gefangennahme auf die dargelegte Rechtslage Einfluß haben. Sie hatte nur zur Folge, daß jede tatsächliche Amtstätigkeit für mich und meine Regierung vollständig aufhörte.
  5. Mit dieser Auffassung über die Rechtsfolgen der erwähnten militärischen Vorgänge befinde ich mich in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des Völkerrechts.

Im Oktober 1945 wurde Dönitz dem Nürnberger Tribunal zugeführt. Sein Verteidiger, Kapitän Dr. Otto Kranzbühler bewirkte, daß der Vorwurf des angeblichen „Versenkens von feindlichen Handelsschiffen ohne Vorwarnung“ gegen ihn und Großadmiral Raeder fallengelassen wurde, was die beiden Admirale vor der Todesstrafe bewahrte. Dazu beigetragen hat insbesondere die schriftliche Zeugenaussage des Oberbefehlshabers der US-Pazifikflotte, Admiral Chester W. Nimitz, in der dieser erklärte, daß die Befehle der United States Navy in Fragen der U-Boot-Kriegsführung nicht wesentlich anders gewesen seien als die der deutschen Kriegsmarine. Dies galt auch für den Laconia-Befehl, der auf die amerikanische Bombardierung entmilitarisierter deutscher U-Boote während der Rettung Schiffbrüchiger erfolgt war. Dönitz wurde wegen der Anklagepunkte 2 und 3, Beteiligung an einem Angriffskrieg und Verbrechen gegen das Kriegsrecht, zu 10 Jahren Gefängnis in Spandau verurteilt. Seine Mithäftlinge waren Rudolf Heß, Erich Raeder, Walther Funk, Albert Speer, Baldur von Schirach und Konstantin von Neurath.

Schlußwort

Telegramm an Karl Dönitz von Harold Keith Thompson, Jr. und seinem Mentor George Sylvester Viereck

Das vollständige Schlußwort vor dem Nürnberger Tribunal:[3]

„Ich möchte drei Dinge sagen:
Das erste:
Mögen Sie über die Rechtmäßigkeit des deutschen U-Bootkrieges urteilen, wie es Ihnen Ihr Gewissen gebietet. Ich halte diese Kriegführung für berechtigt und habe nach meinem Gewissen gehandelt. Ich müßte das genauso wieder tun. Meine Untergebenen aber, die meine Befehle befolgt haben, haben gehandelt im Vertrauen auf mich und ohne auch nur den Schatten eines Zweifels an der Notwendigkeit und an der Rechtmäßigkeit dieser Befehle. In meinen Augen kann ihnen kein nachträgliches Urteil den guten Glauben absprechen an die Ehrenhaftigkeit eines Kampfes, in dem sie freiwillig bis zur letzten Stunde Opfer über Opfer gebracht haben.
Das zweite:
Man hat hier viel von einer Verschwörung geredet, die unter den Angeklagten bestanden haben soll. Ich halte diese Behauptung für ein politisches Dogma. Als solches kann man es nicht beweisen, sondern nur glauben oder ablehnen. Große Teile des deutschen Volkes werden aber niemals daran glauben, daß eine solche Verschwörung die Ursache ihres Unglücks ist. Mögen Politiker und Juristen darüber streiten. Sie werden es dem deutschen Volk nur erschweren, aus diesem Verfahren eine Lehre zu ziehen, die entscheidend wichtig ist für seine Stellungnahme zur Vergangenheit und für seine Gestaltung der Zukunft, die Erkenntnis, daß das Führerprinzip als politisches Prinzip falsch ist. Das Führerprinzip hat sich in der militärischen Führung aller Armeen der Welt aufs beste bewährt. Auf Grund dieser Erfahrung hielt ich es auch in der politischen Führung für richtig, besonders bei einem Volk in der trostlosen Lage des deutschen Volkes im Jahre 1932. Die großen Erfolge der neuen Regierung, ein in der ganzen Nation nie gekanntes Gefühl des Glücks, schien dem recht zu geben. Wenn aber trotz allem Idealismus, trotz aller Anständigkeit und aller Hingabe der großen Masse des deutschen Volkes letzten Endes mit dem Führerprinzip kein anderes Ergebnis erreicht worden ist als das Unglück dieses Volkes, dann muß dieses Prinzip als solches falsch sein. Falsch, weil die menschliche Natur offenbar nicht in der Lage ist, die Macht dieses Prinzips zum Guten zu nutzen, ohne den Versuchungen dieser Macht zu unterliegen.
Das dritte:
Mein Leben galt meinem Beruf und damit dem Dienst am deutschen Volk. Als letzter Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine und als letztes Staatsoberhaupt fühle ich mich dem deutschen Volk gegenüber verantwortlich für alles, was ich tat und ließ.“

Entlassung und Nachkriegszeit

Wolf Rüdiger Heß und Karl Dönitz bei einer Veranstaltung in der Nachkriegszeit für die Freilassung von Rudolf Heß
„Jeder von uns alten Marineleuten, die unter der Führung der beiden Großadmirale Dienst getan haben, weiß, daß … kein Makel an der Person unserer ehemaligen Oberbefehlshaber ist. … Es hat sich für mich und alle meine Mitarbeiter in Bonn zuerst und ausschließlich die Frage erhoben, ob wir unsere Arbeit aufnehmen dürfen, solange unsere ehemaligen Oberbefehlshaber in Haft gehalten werden. Nur unter dem deutschen Gesichtspunkt der lebensnotwendigen Aufgabe der Verteidigung der gemeinsamen Freiheit kann man vertreten, daß wir uns über das Schicksal unserer alten Kameraden hinweggesetzt haben … In der Kenntnis des Charakters unserer alten Oberbefehlshaber, die immer die Pflichterfüllung und die Aufgabe vor die Person gestellt haben, war ich mir sicher, daß auch sie diese Haltung billigen würden. Ich habe die Freude gehabt, daß Großadmiral Raeder mir diese Einstellung nach seiner Freilassung bestätigt hat.“Karl-Adolf Zenker, Januar 1956[4]

Nach Verbüßen der vollen Haftzeit wurde Karl Dönitz 1956 entlassen und lebte seit 1962 allein in Aumühle bei Hamburg, da seine am 10. Dezember 1893 geborene Frau Ingeborg, geb. Weber (die Tochter von General der Infanterie Erich Paul Weber), am 2. Mai 1962 verstarb,[5][6] seine beiden Söhne im Krieg gefallen waren (Lt. z. S. Peter Dönitz 19. Mai 1943 als Wachoffizier auf U 954, sein älterer Sohn OLt. z. S. Klaus Dönitz 13. Mai 1944 auf dem Schnellboot S-141) und Tochter Ursula (1917–1990) ihre eigene Familie hatte (sie war mit Ritterkreuzträger Günter Hessler verheiratet). 1963 nahm Dönitz am Otto-Hahn-Gymnasium in Geesthacht an einer Geschichtsfragestunde teil, was darauffolgend zu einer medial inszenierten Hetzkampagne gegen die Beteiligten und zum Selbstmord des damaligen Schulleiters Georg Rühsen führte (→ Dönitz-Affäre). 1968 veröffentlichte er seine Autobiographie Mein wechselvolles Leben.

Als 1973 bekannt wurde, daß die Enigma-Schlüssel des deutschen U-Boot-Funkcodes schon frühzeitig entschlüsselt worden waren, meinte Dönitz kurz vor seinem Tod, daß er dies schon immer geahnt habe. Im Jahre 1976 erschien in New York das von den Historikern H. Keith Thompson und Henry Strutz herausgegebene Buch Doenitz at Nuremberg, das sich mit der Frage beschäftigt, ob die Verurteilung des deutschen Großadmirals bei den Nürnberger Prozessen gerechtfertigt war. Dönitz’ Anordnung, mögliche Vorfälle in Konzentrationslagern durch das Reichsgericht untersuchen zu lassen, unterband die alliierte Überwachungskommission[7] durch die völkerrechtswidrige Verhaftung der Reichsregierung Dönitz.

Tod

Der letzte deutsche Offizier im Marschallsrang starb im Alter von 89 Jahren am 24. Dezember 1980, er wurde am 6. Januar 1981 auf dem Waldfriedhof von Aumühle-Wohltorf neben seiner Gattin beigesetzt. Angehörigen der Bundeswehr wurde durch die Bonner Regierung verboten, dem bislang letzten deutschen Reichspräsidenten die Ehre zu erweisen. Diese Entscheidung erzeugte eine Welle der Empörung, die sich gegen den Verteidigungsminister Hans Apel richtete.

Beisetzungsfeierlichkeiten

An der Trauerfeier in der Aumühler Bismarck-Gedächtnis-Kirche am 6. Januar 1981 nahmen über 5.000 Trauergäste teil, davon etwa 100 Ritterkreuzträger. Teilnehmer erkannten z. B. den ehemaligen Kommandanten des Führerbunkers Wilhelm Mohnke und Hans-Ulrich Rudel. Es sprachen der Präsident des Ringes deutscher Soldaten sowie Sprecher der OdR Horst Niemack und Konteradmiral Edward Wegener, Präsident der Marineverbände. Im Anschluß an die Rede des Pastors sangen die Trauergäste das Lied der Deutschen.

Politisches Testament

Karl Dönitz hatte bereits am 8. Mai 1975, dem dreißigsten Jahrestag der Kapitulation, ein handschriftliches Politisches Testament verfaßt (PDF). Darin übertrug er, anstatt eine Person zu seinem Nachfolger als Reichspräsidenten zu ernennen, „Inhalt und Aufgabe“ seines Amtes als Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches dem (jeweiligen) Bundespräsidenten der BRD. Nach den vorherigen Ausführungen ist darauf zu schließen, daß er sich insoweit auf die „Wahrung des Reichsgedankens“ und die „Wiedervereinigung der Deutschen in einem Staat“ bezog.

Karl Dönitz’ Politisches Testament wurde nach seinem Tod dem amtierendem Bundespräsidenten Karl Carstens übermittelt und dem Bundesarchiv übergeben.[8] Der Bundespräsident hielt es jedoch nicht für notwendig, das deutsche Volk darüber zu informieren. So blieb das Testament der Öffentlichkeit lange Zeit unbekannt.

Ausländische Sicht

Anders als in der BRD wurde Dönitz im Ausland deutlich positiver gesehen, viele höherrangige ausländische Offiziere zeigten sich sogar entsetzt darüber, daß man Dönitz vor Gericht als schuldig befunden hatte. So äußerte Walden L. Ainsworth, der Vizeadmiral der US-Kriegsmarine, daß „Dönitz (...) allen Anlaß [hatte], stolz darauf zu sein, was die Offiziere unter seinem Kommando geleistet haben“. Uliu L. Amoss, Oberst der VS-Luftwaffe und stellvertretender Stabschef der 9. VS-Luftflotte im Zweiten Weltkrieg, äußerte sich über Dönitz 1976 folgendermaßen: „Über (...) Admiral Dönitz ist mir nichts bekannt, was seine Berufsehre tatsächlich in Zweifel ziehen könnte. Ich bedauere es und bin beschämt, daß Admiral Dönitz durch einen illegalen Gerichtshof schuldig gesprochen werden konnte“.[9]

Im selben Jahr erschien in New York ein Buch mit dem Titel „Doenitz at Nuremberg“, herausgegeben von H. Keith Thompson und Henry Strutz. Darin sind Aussagen von ca. 400 Prominenten aus aller Welt, darunter hauptsächlich Politiker, Historiker und Militärs, zusammengetragen, die Großadmiral Karl Dönitz als einen Ehrenmann, der zu Unrecht verurteilt wurde, ausweisen.[10] Admiral Harold Rainsford Stark, der im Zweiten Weltkrieg die Marineoperationen im Atlantik leitete und damit der direkte Gegenspieler von Dönitz war, drückt sich vorsichtig aus, wenn er in dem Buch schreibt:

„Ich bin mir nicht sicher, ob es eine rechtliche Grundlage für Kriegsverbrecher-Verfahren gegen Männer gab, die ehrenhaft für ihr Land gekämpft haben.“

Ebenso positiv äußerte sich der amerikanische Vertreter des internationalen Veteranenverbandes „Sharkhunters“ auf der feierlichen Beisetzung Dönitz’.

Zitate

  • „Das Affentheater zu Nürnberg ist unter dem offiziellen Namen ‚Internationales Militär-Tribunal‘ bekanntgeworden. […] Wir verurteilten Admiral Dönitz wegen Bruchs des Kriegsrechtes auf See. Wenn der alte Gentleman aus dem Gefängnis herauskommt, kann ich nur hoffen, ihm niemals zu begegnen. Ich könnte ihm nicht unter die Augen treten. Das einzige Verbrechen, das er begangen hat, bestand darin, daß er uns in einer blutigen, doch ‚gesetzmäßigen‘ Schlacht um ein Haar geschlagen hätte.“ — VS-Konteradmiral Daniel V. Gallery
  • „Das Wichtigste: Wir haben die eifrigsten Verfechter zu sein über das Schönste und Beste, was uns der Nationalsozialismus gegeben hat, die Geschlossenheit unserer Volksgemeinschaft. Trotz unseres heutigen totalen militärischen Zusammenbruchs sieht unser Volk heute anders aus als 1918. Es ist noch nicht zerrissen. Mögen wir auch manche Form des Nationalsozialismus selbst abschaffen oder mögen andere Formen vom Gegner abgeschafft werden, so ist doch der beste Inhalt des Nationalsozialismus, die Gemeinschaft unseres Volkes, unter allen Umständen zu wahren.“[13]
  • „Diesen Krieg haben unsere Gegner uns aufgezwungen. In rücksichtslosem und skrupellosem Egoismus, scheinheilig das schützende Interesse für die Nation der Polen vorgebend, haben sie verbieten wollen, daß Deutsche sich mit deutschen Brüdern vereinen. Der wahre Grund war ihre Furcht vor der Kraft des geeinten deutschen Volkes. Es war ihre Erkenntnis, daß unsere soziale Gemeinschaft die größte weltanschauliche Gefahr für ihren Materialismus und ihre entwürdigende jüdische Menschenversklavung ist.“[14]

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Werke

„[...] Weiter habe ich Ihnen eine erfreuliche Mitteilung zu machen. Mich hatte Ihre Unterlage ‚Unterredung Dönitz–Meckel‘ nicht in Ruhe gelassen, weil beide Herren ja nachdrücklich und glaubhaft den Tatbestand einer solchen Unterredung dementierten. So habe ich Meckel gebeten, mir einmal aus seiner Aktenkiste seine irgendwie mit der Materie zusammenhängenden Unterlagen zu überlassen, und hierbei in nahezu kriminalistischer Kleinarbeit festgestellt, daß Ihre Zitate offenbar einem Schriftstück entstammen, das unter den Beteiligten ausschließlich unter dem Namen ‚Oehrn-Fragen‘ läuft. Der Kapitän zur See Oehrn, letzter A 1 der 1. SKL hatte diese Fragen nämlich handschriftlich formuliert und über den Verteidiger Dönitz in die Nürnberger Zelle geschickt. Dieser hat sie ebenso handschriftlich im Herbst 1946 in der Nürnberger Zelle beantwortet, als er nach der Beweisaufnahme Zeit dafür fand. Die handschriftliche Fassung, die sich heute wieder im Besitze von Dönitz befindet, ist offenbar mehrfach abgetippt worden und hat auch – ohne Wissen von Dönitz und Meckel – den Weg nach Argentinien gefunden, wo sie unter dem Titel ‚Des deutschen Reichskanzlers Großadmiral Dönitz Gespräche mit seinem Verteidiger in Nürnberg‘ im Dürer-Verlag veröffentlicht wurde. Mir scheint es zweckmäßig, daß Sie bei passender Gelegenheit einmal auf die Identität dieser drei Dinge hinweisen, um weiteren Irrtümern und Dementis vorzubeugen. Wesentlicher erscheint mir aber, daß Ihre Unterlage – sofern sie richtig abgeschrieben ist – authentisch ist und damit auch die darin enthaltenen Äußerungen des Großadmirals. Sie enthalten also auch Kenntnisse und Erkenntnisse, die ihm erst in der Gefangenschaft und während des Prozesses zuteil wurden. [...]“
  • Ich lege Rechnung, Quick Ausgabe Nr. 19, München 1953
  • 10 Jahre und 20 Tage, Athenäum-Verlag, Bonn 1958 (PDF-Datei)
    • Kapitel „Der Laconia-Fall“ (HTML|PDF)
    • Kapitel „Regierungschef“ (HTML|PDF)
    • Kapitel „Meine Einstellung zum Nationalsozialismus und mein Verhältnis zu Hitler“ (HTML|PDF)
  • Mein wechselvolles Leben, Musterschmidt-Verlag, Göttingen 1968, ISBN 3-78811-663-3 (1998 als „Mein soldatisches Leben“ erneut veröffentlicht)
  • Deutsche Strategie zur See im Zweiten Weltkrieg, Bernard & Greafe-Verlag, Frankfurt am Main 1970, ISBN 3-76375-100-9

Siehe auch

Filmbeiträge

Beerdigung von Großadmiral Dönitz – ZDF heute-journal, 6. Januar 1981 (enthält einen Beitrag von Hellmut Diwald):

Literatur

  • Meinolf Reitz: Großadmiral Karl Dönitz und die deutsche Kriegsmarine (Klappentext)
  • Walter Frank: Dönitz – Dokumentation zur Zeitgeschichte. Hgg. v. Deutschen Marinebund, Wilhelmshaven 1981
  • Wolfgang Frank: Die Wölfe und der Admiral. U-Boote im Kampfeinsatz – Triumph und Tragik, 6. Auflage. Bergisch-Gladbach 1995, ISBN 3-404-65025-5
  • Karl Alman: Großadmiral Karl Dönitz, Vowinckel-Verlag, Berg am Starnberger See 1983
  • Martin Schmidtke: Rettungsaktion Ostsee 1944/1945: Zusammenfassende Dokumentation einschließlich Darstellung der beteiligten Schiffe und Boote von Handelsflotte, Kriegsmarine, Luftwaffe und Heer, ISBN 978-3763762637

Verweise

Weltnetz

Tondateien

Filme/Dokumentationen

  • Dönitz im Kreuzverhör, Original-Tondokumente von Dönitz vor dem Nürnberger Tribunal, Polarfilm, ISBN 978-3939504047

Fußnoten

  1. Abstammung nach Urkunden durch den Ahnenforscher Ph M belegt.
  2. Dönitz-Erklärung Juli 1945 („Bad Mondorfer Erklärung“) in: Manfred Roeder: „Ein Kampf um's Reich“, 1979, S. 30; ebenfalls zitiert in: „Nacht“ von Holger Fröhner, S. 64 (eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher), Walter Lüdde-Neurath: „Regierung Dönitz, die letzten Tage des Dritten Reiches“, S. 166; Herbert Grundmann: Handbuch der deutschen Geschichte, Band 2, Klett-Cotta, 1976, S. 609; Andreas Kruber: „Erwachsen werden schwer gemacht: Alte Seelen in einer neuen Zeit“, S. 320 (eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher)
  3. Nürnberger Tribunal: Zweihundertsechzehnter Tag. Samstag, 31. August 1946
  4. „Leinen los“, Nr. 2, Bremen, Februar 1956, S. 228
  5. Spiegel.png  (Heft 19/1962)Der Spiegel, 19/1962, 9. Mai 1962, S. 98
  6. Ingeborg Dönitz war während der Spandauer Haftzeit ihres Mannes im Hamburger Rautenberg-Krankenhaus als Schwester tätig war und von 1947 bis 1956 als Sprechstundenhilfe bei dem Arzt Professor Heinrich tätig, der sie finanziell unterstützte.
  7. Spiegel.png  (Heft 19/1995)Der Spiegel, 19/1995,
  8. 40 Jahre: Das Politische Testament von Karl Dönitz
  9. Helden der Wehrmacht - Unsterbliche deutsche Soldaten, DSZ-Verlag, München, S.13
  10. Doenitz at Nuremberg: A Re-Appraisal, FAZ, 16. März 2003
  11. Karl Dönitz: Niederschrift vom 15.5.1945, zitiert in: 96-book.png Google-BücherWerner Rahn: Deutsche Marinen im Wandel: Vom Symbol nationaler Einheit zum Instrument internationaler Sicherheit, Oldenbourg Verlag, 2005, S. 537, ISBN 3486576747
  12. Karl Dönitz: Niederschrift vom 9.5.1945, zitiert in: 96-book.png Google-BücherWerner Rahn: Deutsche Marinen im Wandel: Vom Symbol nationaler Einheit zum Instrument internationaler Sicherheit, Oldenbourg Verlag, 2005, S. 544, ISBN 3486576747 (Fußnote 53)
  13. Karl Dönitz: Ansprache vom 9.5.1945, zitiert in: 96-book.png Google-BücherWerner Rahn: Deutsche Marinen im Wandel: Vom Symbol nationaler Einheit zum Instrument internationaler Sicherheit, Oldenbourg Verlag, 2005, S. 544, ISBN 3486576747 (Fußnote 54)
  14. „Höchste Opferbereitschaft bis zum Siege. Unbeirrbare Treue zu Volk und Führer. Großadmiral Dönitz sprach zum Heldengedenktag.“, Deutsche Allgemeine Zeitung (Berlin) vom 13. März 1944 (Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv)
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Amt Vorgänger Regierungszeit Nachfolger
Deutscher Reichspräsident Adolf Hitler 1945 Interregnum