Weißmann, Karlheinz

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Karlheinz Weißmann

Karlheinz Weißmann (Lebensrune.png 13. Januar 1959 in Northeim, Niedersachsen) ist ein deutscher Gymnasiallehrer für Geschichte und evangelische Theologie. Der promovierte Historiker ist als Publizist für verschiedene konservative und rechsorientierte Medien tätig sowie Verfasser zahlreicher Bücher. Er ist regelmäßig Autor der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Weißmann schrieb bis 2014 auch für die Zeitschrift „Sezession“,[1] die vom Institut für Staatspolitik (IfS) herausgeben wird, dessen Wissenschaftlicher Leiter Weißmann bis April 2014 war.[2]

Weißmann gilt als Kenner der Konservativen Revolution. Mehrere seiner Schriften widmen sich der Analyse politischer Symbole. Er bezeichnet Dekadenz als den „Hauptfeind“ seiner publizistischen Arbeit, den Schweizer Armin Mohler als seinen wichtigsten Lehrer in jungen Jahren und bekennt sich – ohne missionierend aufzutreten – zu einem protestantischen Christentum.[3]

Inhaltsverzeichnis

Der konservative Standort

Unbefangen betrachtet, repräsentiert Karlheinz Weißmann als Publizist politisch die Mitte des klassischen Konservatismus. Erst eine tiefgreifende Verstörung des öffentlichen politischen Lebens – im Sinne einer grotesken Dominanz linksextremer Fliehkräfte, über einen längeren Zeitraum hinweg – hat die seltsame, aber häufig zu lesende Beurteilung zitierfähig gemacht, es handele sich bei diesem Intellektuellen um einen „Kopf der Neuen Rechten“, der einen sogenannten „Brückenschlag“ zu ultrarechten Aktivisten organisiere.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Indem Weißmann auf der metapolitischen Perspektive beharrt, wonach die grundsätzliche Ortsbestimmung – und die Klärung des weltanschaulichen Standpunkts – entschieden Vorrang habe vor der Frage der aktuellen politischen Durchsetzbarkeit von Positionen, kappt er sogar recht deutlich die Fäden zum politischen sogenannten „Tagesgeschäft“.

Verhältnis zum Institut für Staatspolitik (IfS)

Hauptartikel: Institut für Staatspolitik

Weißmann gründete gemeinsam mit Götz Kubitschek im Mai 2000 das Institut für Staatspolitik (IfS), dessen wissenschaftlicher Leiter er bis Frühjahr 2014 war. Weiterhin schrieb er auch für die vom IfS herausgegebene Zeitschrift „Sezession“. Weißmann verließ die Redaktion der Zeitschrift allerdings schon einige Monate vor seinem endgültigen Ausscheiden aus dem IfS. Als Gründe für sein Ausscheiden nannte er Alleingänge Kubitscheks, was die politische Ausrichtung angeht und warf diesem diesbezüglich auch Grenzüberschreitungen vor. Als ausschlaggebend bezeichnete Weißmann die Atmosphäre auf dem zweiten Zwischentag, bei dem ein italienischer Neofaschist eingeladen war, der mit einem Anschlag 1980 in Verbindung gebracht wird. Ferner störte sich Weißmann an Kubitscheks ablehnenden Haltung gegenüber der Alternative für Deutschland (AfD), für deren Unterstützung er sich selbst von Anfang an aussprach. Weiterhin bezeichnet Weißmann Kubitschek als Einflüsterer Björn Höckes, der mit destruktiven Tendenz bestehende Chancen für die AfD zerstöre, was die AfD langfristig zu einer „ostdeutschen“ (→ Mitteldeutschland) Lega Nord machen könnte.[4]

Zitate

  • „Es ist überhaupt nicht entscheidend, ob die AfD es schafft, eine Fünf-, Sechs-, Zehn-, Fünfzehnprozentpartei zu werden. Entscheidend ist, daß sie zu einer Volkspartei wird, die die Chance hat, nicht nur eine Riegelstellung zu bilden, um Schlimmeres zu verhüten, sondern gestaltend tätig werden kann. [...] Das, was Höcke macht und was Einflüsterer wie Kubitschek offenbar noch verstärken, hat eine destruktive Tendenz, die Chancen zerstört. Wenn man ihren Vorstellungen folgt, endet die AfD als ‚Lega Ost‘, aber es wird ihr nicht gelingen, diejenigen zu gewinnen, die noch nicht gewonnen sind. Und darum geht es, um nichts anderes.“[4]
  • „Erst in der Stunde der Gefahr begreifen alle, daß man sich nur auf etwas stützen kann, das Widerstand leistet.“[5]
  • „Die politischen Klassen haben sich in den westlichen Ländern damit so dramatisch von ihren Wählern entfernt, dass sie überhaupt keine Notwendigkeit sehen, ihr Überlegenheitsbewusstsein, das sie mit diesem Konzept ‚political correctness‘ auch noch kultivieren, irgendwie in Frage zu stellen. Sie haben Mechanismen des Machterhalts ausgebildet, die es relativ gleichgültig erscheinen lassen, ob man jetzt wirklich das tut, was der Demos will oder nicht. Wenn man sich vor Augen hält, wie dramatisch die Elitenwechsel zwischen 1918 und 1970 waren, dann wird man feststellen, dass es in den meisten europäischen Ländern drei, vier Elitenwechsel gab. Leute, die eben noch die ‚outcasts‘ waren, standen plötzlich an der Spitze. Seit 1970 ist das nicht mehr der Fall. Man kann beobachten, daß die politische Klasse sich immer mehr abgeschlossen hat.“[6]

Schriften (Auswahl)

Eigene Schriften

Des weiteren schreibt Weißmann Vor- bzw. Nachworte im Regin-Verlag

Bearbeitungen

  • Hellmut Diwald: Geschichte der Deutschen, Esslingen und München 1999, ISBN 3-7628-0556-3 – ergänzte Neuauflage nach der Ullstein-Ausgabe von 1987, fortgeschrieben von Weißmann
  • Armin Mohler [zuerst 1949]: Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1933. Ein Handbuch, Ares-Verlag [ehem. Stocker-Verlag] 2005 [bearbeitet von Karlheinz Weißmann], ISBN 3902475021

Herausgebertätigkeit

Siehe auch

Verweise

Aktuelles

Fußnoten

  1. Sezession 55, August 2013
  2. Junge Freiheit, 26/14, S. 14
  3. Vgl.: Götz Kubitschek im Gespräch mit Karlheinz Weißmann: Unsere Zeit kommt, Edition Antaios, Schnellroda 2006, ISBN 3-935063-62-8, S. 123. Dort spricht Weißmann sich für einen vom ihm „hochkirchlich“ genannten Protestantismus aus und nennt Martin Luther in dem Sinne „hochkirchlich“, daß dieser niemals die rituellen Verkürzungen des gegenwärtigen Protestantismus in Deutschland akzeptiert hätte.
  4. 4,0 4,1 „Sonst endet die AfD als ‚Lega Ost‘“, Junge Freiheit, 21. Dezember 2015
  5. Das konservative Minimum, S. 46
  6. Martin J. G. Böcker im Gespräch mit Karlheinz Weißmann: „Ich versuche, argumentativ vorzugehen und die Fragen grundsätzlich anzugehen.“; Weltnetzportal „Das Gespräch“, 7. November 2009
  7. 33-cabinet.png Abgerufen am 5. März 2017. Bei WebCite® archivieren.Ein Buch schreibt GeschichteJunge Freiheit, 1. Oktober 2015
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