Kattowitz

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Kattowitz

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Oberschlesien
Landkreis: Kattowitz
Provinz: Schlesien
Einwohner (1931): 127.044
Koordinaten: 50° 16′ N, 19° 1′ O
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Kattowitz befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.
Die nähere Umgebung von Kattowitz

Kattowitz ist eine deutsche Stadt in Oberschlesien und gilt als Hauptstadt dieser Region.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Kattowitz liegt im Osten der Region Oberschlesien. Stadt und Umland sind auf einer von Beuthen bis nach Kattowitz reichenden Hochebene gelegen, die einen Teil des Schlesischen Hochlandes darstellt. Zum Einen durchfließt die Rawa, ein Fluß im Abflußgebiet der Weichsel, Kattowitz in Ost-West-Richtung entlang der alten Eisenbahnstrecke. Zum Anderen entspringt südlich der Innenstadt die Klodnitz, ein rechter Nebenfluß der Oder; das Fließgewässer verläßt das Stadtgebiet im Westen.

Geschichte

Kattowitz war vor der Industrialisierung, abgesehen von einigen wenigen urkundlichen Erwähnungen seit 1598, kaum ins Rampenlicht der Geschichte getreten. Der Aufstieg des Ortes begann während der preußischen Zeit mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke nach Myslowitz im Jahre 1846. Der zunehmenden Industralisierung sowie der Gunst einiger einflußreicher Unternehmer, wie z. B. Richard Holtze, hat die Stadt ihren Aufstieg zu verdanken.

So wurden Kattowitz bereits im Jahre 1865 die Stadtrechte verliehen. Nach einer Phase wirtschaftlichn Rückgangs während der Gründerzeit nach 1875, bedingt durch den sogenannten Gründerkrach von 1873 und Einführung der Verordnung, betreffend die Erhebung eines Zollzuschlags für aus Rußland kommende Waren vom 29. Juli 1893 (Deutsches Reichsgesetzblatt Band 1893, Nr. 29, Seite 229 - 232)[1], besserte sich die Lage in der letzten halben Dekade des 20. Jahrhunderts wieder. Während dieser Zeit wurde die schlesische Eisenbahndirektion von Breslau nach Oppeln verlegt; 1893 erfolgte zudem die Bildung eines Stadtkreises Kattowitz, nachdem es bereits 1873 zur Bildung des entsprechenden Landkreises gekommen war.

Der Friedrichsplatz in Kattowitz zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Nach einem erneuten Auftragsanstieg in der Schwerindustrie während des Ersten Weltkrieges begannen mit dem Kriegsende und der sich anschließenden „Friedensverhandlungen“ schlechte Zeiten, besonders für die deutschen Bewohner von Kattowitz. Zunächst kam es, wie in nahezu ganz Oberschlesien zu einer Volksabstimmung, in welcher die Bevölkerung über ihre staatliche Zugehörigkeit entscheiden sollte. Bei dem Referendum entfielem im Stadtgebiet Kattowitz 22.774 Stimmen (85,25%) auf Deutschland, 3.900 (14,6 %) auf Polen und 41 (0,15%) waren ungültig. Im Landkreis Kattowitz stimmten 75.666 Personen (51,76%) für den Verbleib beim Deutschen Reich, 70.019 (47,9%) votierten für einen Anschluss an Polen, 478 Stimmen (0,33%) waren ungültig. Der doch recht erhebliche Unterschied im Abstimmungsergebnis zwischen Stadt- und Landkreis lässt sich dadurch erklären, daß im Rahmen der sogenannten „Oberschlesischen Aufstände“, korrekt eher als polnische Einfälle zu bezeichnen, polnische Banden das Gebiet östlich der Oder während des Referendums bereits besetzt hielten, und das Wahlergebnis durch falsche Versprechungen einerseits und durch rohe Gewalt andererseits zu beeinflussen suchten, während das Gebiet westlich der Oder, sowie der direkte Industriebezirk noch unter rechtmäßiger deutscher Kontrolle standen. Im neugeschaffenen Polen, wohin Kattowitz trotz deutschen Abstimmungssieges 1922 kam, wurde die Stadt Hauptstadt der sogenannten „Autonomen Wojwodschaft Schlesien“ und blieb so eine Stadt größerer Bedeutung.

Im deutsch-polnischen Kriege 1939 wurde die Stadt bereits am 3. September von der deutschen Wehrmacht befreit. Hierbei wurden die Soldaten in der vermeintlich kampflos aufgegebenen Stadt immer wieder aus dem Hinterhalt von polnischen Banden in Räuberzivil beschossen. Kattowitz wurde nun Haupstadt des sowohl um die alten Reichsgebiete, als auch um einige ehemals der Donaumonarchie oder Kongreßpolen zugehörige Gebiete erweiterten Obeschlesiens, wodurch die Stadt einen erneuten Aufschwung und eine Rückkehr ihres deutschen Charakters erlebte. Am 27. Januar 1945 wurde die Stadt von der Roten Armee besetzt und die deutsche Bevölkerung zu circa 80% vertrieben und teilweise ermordet. Die restlichen 20% durften auf Grund der Unentbehrlichkeit ihrer fachlichen Kompetenzen bleiben und bilden heute, da die Stadt abermals unter polnischer Fremdherrschaft steht, eine nationale Minderheit in Ostoberschlesien.

Bekannte, in Kattowitz geborene Personen

  • Willy Fritsch (1901–1973), Schauspieler
  • Josef Herbst (1915–1995), Major der Reserve und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Arthur Jüttner (1908–2003), Oberst und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Hans Källner (1898–1945), Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg
  • Helmut Kostorz (1912–1986), Politiker (NSDAP/CDU) und Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages
  • Hans Mikosch (1898–1993), Generalleutnant und stellvertretender Kampfkommandant von Königsberg und Ritterkreuzträger
  • Erich Scholz (1882–1954), Jurist und Ministerialbeamter
  • Hanna Schygulla (geb. 1943), Schauspielerin und Sängerin
  • Georg Thomalla (1915–1999), Schauspieler

In Kattowitz geborene Nichtdeutsche

  • Jerzy Montag (geb. 1947), jüdischer Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)

Fußnoten


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