Kiew

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Kiew
(Киев)

Wappen von Kiew
Staat: Ukraine
Oblast: Kiew
Einwohner (2014): 2.868.700
Bevölkerungsdichte: 3.419 Ew. p. km²
Fläche: 839 km²
Höhe: 179
Telefon-Vorwahl: 00380-44
Koordinaten: 50° 27′ N, 30° 30′ O

Kiew (altnord. Kænugarðr[1]) ist eine Großstadt in Osteuropa, an dem Fluß Dnjepr gelegen, und Hauptstadt der Ukraine.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits in dem von den Goten (Greutungen) unter ihrem König Ermanarich begründeten Reich in Südrußland existierte die Hauptstadt Danparstadir (soviel wie Dnjeprstadt), worunter man Kiew zu verstehen hat.[2]

Vom 19. September 1941 bis zum 6. November 1943 wurde die Stadt von deutschen Truppen gesichert, und dem Reichskommissariat Ukraine unterstellt. Ein während der Schlacht um Kiew durch sowjetische Sprengsätze ausgelöster Großbrand am 24. September 1941 verwandelte weite Teile der Stadt in einen Trümmerhaufen. Erst nach fünf Tagen konnte der verheerende Brand von seiten der deutschen und einheimischen Feuerwehr gelöscht werden.

Gegenwart

Im Februar 2014 fand in dieser Stadt, auf dem Platz der Unabhängigkeit die Erschießung 24 westlich ausgerichteter Demonstranten statt. Dieses Ereignis wurde zum Anlaß der Ukraine-Krise. Am 25. Mai 2014 wurde der bekannte Boxer und westlich eingestellte Vitali Klitschko zum Bürgermeister Kiews gewählt.

Kiew nach dem Großbrand von September 1941

Einwohner nach Herkunft

Nationalität oder Herkunft Prozentzahl der Bevölkerung (1989) (2001) Anzahl Einwohner (2001)
Ukrainer 72,5 82,2 2.110.800
Russen 20,9 13,1 337.300
Juden 3,9 0,7 17.900
Weißrussen 1,0 0,6 16.500
Polen 0,4 0,3 6.900
Armenier 0,2 0,2 4.900

Bekannte, in Kiew geborene Personen

Juden und andere Ausländer

  • Semjon Judkowitsch Mogilewitsch (geb. 1946), jüdischer Mafiaboss
  • Golda Meir (1898-1978), israelische Politikerin, langjährige Außenministerin Israels und vom 17. März 1969 bis 1974 die erste weibliche Premierministerin Israels
  • Irène Némirovsky (1903-1942), jüdische Schriftstellerin in Frankreich
  • Abraham Nahum Poliak (geb. 1910), Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität von Tel Aviv
  • Marina Weisband (geb. 1987), jüdische BRD-Politikerin (ehemals Piratenpartei)

Siehe auch

Fußnoten

  1. Rudolf Simek: Die Germanen, S. 207 (Reclams Universal-Bibliothek, Band 18772), Philipp Reclam junior, 2. Aufl., Stuttgart 2011
  2. Hermann Schreiber: Auf den Spuren der Goten, S. 78, 2. Aufl., München 1977 ISBN 3 471 78912 X
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