Koehler, Otto (1889)

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Otto Koehler (* 20. Dezember 1889 in Insterburg/Ostpreußen; † 7. Januar 1974 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Zoologe und Verhaltensforscher.

Leben und Wirken

Otto Koehler war der Sohn eines Pfarrers, legte 1907 das Abitur ab und studierte an der Universität Freiburg. Im Ersten Weltkrieg stand er am Seuchenlaboratorium für Anatolien im Dienst der Türkei. Als Kriegsgefangener der Briten kam er nach Ägypten.
1920 habilitierte er sich für Zoologie, Vergleichende Anatomie und Physiologie an der Universität Breslau und 1921 in München. Ab 1925 und im Dritten Reich war er als Professor an der Universität Königsberg tätig. Er veröffentlichte in dieser Zeit grundlegende Fachschriften für Verhaltensforschung und schuf 1936 mit Carl Kronacher die damals einzigartige Zeitschrift für Tierpsychologie. Koehler erbrachte den experimentellen Nachweis von intellektuellen Leistungen von Tieren und wies bei ihnen Begriffsabstraktionen für Zahlen nach. Nach der „Befreiung“ war er als Professor im Freiburg i. Br. tätig[1].

Schriften

  • Das Ganzheitsproblem in der Biologie. In: Schriften Königsberger Gelehrte Gesellschaft, Naturwissenschaftliche Klasse, 9. Jahrgang, 1933
  • Otto Koehler: Kann die Taube Anzahlen erfassen? Deutsche Zoologische Gesellschaft, 1935, S. 39-54
  • Können Tauben zählen? In: Zeitschrift für Tierpsychologie, Band 1, 1937, S. 39-48
  • Das Lächeln als angeborene Ausdrucksbewegung. In: Zeitschrift für menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre, Band 32, 1954, S. 390–398
  • Karl von Frisch. Der Entdecker der Bienen-„Sprache“ In: Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen. Reihe: Gestalter unserer Zeit, Band 4. Stalling, Oldenburg 1955, S. 263-271
  • Das unbenannte Denken. In: Grzimeks Tierleben, Sonderband Verhaltensforschung, Kindler Verlag, Zürich 1974, S. 320–336

Verweise

Fußnoten