Kosovo

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Republik Kosovo
Basisdaten
Kosovo Flagge.png
Flagge
Kosovo Wappen.png
Wappen
Staatsform: Republik
Hauptstadt: Pristina
Fläche: 10.887 km²
Einwohner: 1.74 Mio
(Volkszählung 2011)[1]
Politik
Staatsoberhaupt:
Regierungschef:

Kosovo (auch das Kosovo oder der Kosovo; albanisch Kosova oder Kosovë, serbisch Kosovo/Косово), amtlich Republik Kosovo, ist ein laut der Verfassung Serbiens serbisches Gebiet in Südosteuropa, de facto übt jedoch Serbien keine Staatsgewalt auf dem Gebiet des Kosovo aus. Das Gebiet liegt im westlichen Teil der Balkanhalbinsel und ist etwa halb so groß wie Hessen. Seine Bevölkerung zählt nach der Volkszählung von 2011 1,74 Mio. Einwohner.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Gegenwart

1999 stellten die Serben im Kosovo noch eine Minderheit von ca. 10 % der Bevölkerung. Seither hat sich dieser Wert kontinuierlich verringert und beträgt nach der Volkszählung von 2011 noch etwas sieben Prozent. Die serbische Minderheit ist vor allem im Norden des Landes beheimatet.[1]

Im Februar 2008 riefen die Kosovo-Albaner den unabhängigen Staat Kosovo aus und wurden (bis 2015) von 109 Staaten, darunter die meisten EU-Mitglieder und den VSA, anerkannt. Nicht anerkannt wurde der Pseudostaat von Rußland, China, Indien sowie Spanien und Griechenland.

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl im Kosovo wird mit einem Wert 1,74 Millionen angegeben. Bis zu 800.000 Kosovo-Albaner leben allein in der BRD, Österreich und der Schweiz, nicht alle von ihnen legal.[2] In der BRD waren bis Mitte 2009 über 14.000 Einwanderer aus dem Kosovo ausreisepflichtig, darunter 9.842 Zigeuner, 2.408 Kosovo-Albaner und 1.755 Ashkali. 2009 lebten in der BRD 55.320 kosovarische Staatsangehörige, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen (20.768) und Baden-Württemberg (12.199).[3](→ Asylbewerber)

Abschiebeabkommen mit der BRD

Im April 2010 wurde ein Abschiebeabkommen mit dem Kosovo und dem BRD-Regime geschlossen, welche die Abschiebung von bis zu 14.000 ausreisepflichtigen Kosovaren ermöglichen soll. Rund 10.000 davon sind Zigeuner. Die BRD darf jährlich bis zu 2.500 Anträge auf Rückführung stellen, muß dabei allerdings auf ein „angemessenes Verhältnis der verschiedenen Ethnien“ achten. Zuvor war die Rückführung praktisch unmöglich, da die BRD den Kosovo als Staat 2008 anerkannt hat, die Flüchtlinge aber bereits vor diesem Zeitpunkt hier lebten. Durch ein Programm der BRD-Zentralregierung und mehrerer Länderregierungen werden u. a. den Rückkehrern Lohnzuschüsse von 150 Euro im Monat gezahlt.

Auswanderung

Aus dem nicht selbständig lebensfähigen Pseudostaat Kosovo wandern seit Jahren jährliche Tausende Menschen aus. Alleine in den beiden ersten Monaten des Jahres 2015 sollen es ca. 30.000 gewesen sein.[1] Solche hohen Zahlen bedeuten, daß in den letzten Jahren im Durchschnitt eine Abwanderung von etwa einem bis zwei Prozentpunkt(en) der Gesamtbevölkerung pro Jahr stattfand.

Wirtschaft und Politik

Die Nato ist im Kosovo mit 5.000 Soldaten vertreten (davon 700 der Bundeswehr), u. a. um die ethnisch-kulturellen Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen zu unterdrücken.[1] Die gesellschaftspolitische und damit auch wirtschaftliche Entwicklung des politischen Gebildes Kosovo ist geprägt durch Stammes- bzw- Clanstrukturen, die eine Entwicklung wie im übrigen Europa nicht erwarten lassen. Zu diesen gesellschaftlichen Strukturen gehört u. a. die Tradition der unter Kosovo-Albaner praktizierten Blutrache. Weiterhin ist nahezu die gesamte politische Staatsführung in kriminelle Machenschaften verwickelt (→ Mafia).[1]

Wirtschaftliche Situation

Der Kunststaat „Kosovo“ lebt vor allem von EU-Hilfen, von Reaktivierung der eigenen Wirtschaft kann nach wie vor kein Rede sein.[4] Seit dem Kosovo-Krieg 1999 flossen mehr als vier Milliarden Euro an europäischen Hilfsgeldern,[5] was zu einem kurzfristigen Aufschwung in der Baubranche führte.[6] Das durchschnittliche Einkommen lag Schätzungen zufolge Anfang 2015 bei ca. 370 Euro pro Monat. Gut jeder dritte Bewohner muß mit weniger als 45 Euro im Monat zurecht kommen. Die Arbeitslosenquote wird mit 40 % angegeben.[1]

Verweise

Siehe auch

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Junge Freiheit, 9/15, S. 7
  2. Euronews, 17. Februar 2010: Kosovo feiert 2. Jahrestag der Unabhängigkeit
  3. Junge Freiheit, 20. Oktober 2009: Über 14.000 Kosovoflüchtlinge in Deutschland sind ausreisepflichtig
  4. Euronews, 20. Oktober 2009: Serbien und Russland – die slawischen Brüder
  5. Euronews, 17. Februar 2010: Kosovo – Bilanz nach zwei Jahren Unabhängigkeit
  6. Euronews, 15. November 2009: Die Geschichte eines Mini-Staates
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