Kuhlbrodt, Dietrich

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Dietrich Kuhlbrodt (2000)

Dietrich Kuhlbrodt (* 15. Oktober 1932 in Hamburg) ist Oberstaatsanwalt a.D., Autor und Schauspieler, der in Hamburg lebt. Er schreibt Film- und auch Theaterkritiken seit 1957.

Inhaltsverzeichnis

Aktivitäten und Werke

Als Staatsanwalt war er lange Zeit am Hamburger Landgericht für die Verfolgung von Verbrechen der nationalsozialistischen Zeit zuständig. Zum 50-jährigen Bestehen der Bundeszentrale für NS-Aufklärung sagte Kuhlbrodt: „Am Anfang saßen wir da, drehten Däumchen und warteten auf Anzeigen.So sieht die Erinnerung des Autors Dietrich Kuhlbrodt an die ersten Jahre der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen aus, wo er Mitte der 60er Jahre als Oberstaatsanwalt arbeitete. Erst in den 70er Jahren habe man entschieden, von sich aus einzelne Fälle zu verfolgen.[1]

Er schrieb das Drehbuch zu "Liebeskonzil" und produzierte den ZDF-Film "Das jüngste deutsche Kino". Die Musik und Filme der Gruppe Die Tödliche Doris portraitierte er als erster Autor in der Frankfurter Rundschau und im TIP. Er ist Autor des Tödliche Doris-Musik- und Buchprojektes Naturkatastrophen und ihres Super-8 Filmbuchs "KINO". Deren Skandalfilm von 1981 Das Leben des Sid Vicious, gespielt von Oskar, dem 2-jährigen Sohn der Tödliche Doris-Schlagzeugerin Dagmar Dimitroff, der im Hakenkreuz T-Shirt durch Westberlin spaziert, nahm er bei Erscheinen ausdrücklich in der FR und der Zeitung Ästhetik und Kommunikation in Schutz: "Oskar kann kein Nazi sein. Beim Dreh war er gerade zwei Jahre alt." Mit Christoph Schlingensief verbindet ihn eine langjährige Arbeitsgemeinschaft. Als Darsteller erschien er in Filmen wie "Hundert Jahre Adolf Hitler", "Das deutsche Kettensägenmassaker", "United Trash", "Mein zwanzigstes Jahrhundert", und "Europa". Auf der Bühne trat er unter anderem in "Monsterdämmerung", "ATTA ATTA - Die Kunst ist ausgebrochen", "Bambiland" und "Attabambi - Pornoland" auf. Seit 2003 ist er Co-Herausgeber des Internetmagazins Filmzentrale.

Seine Erfahrungen als Filmkritiker und Staatsanwalt nutzte er, um im Buch "Deutsches Filmwunder - Nazis immer besser" die Darstellung der nationalsozialistischen Zeit im deutschen Film der Nachkriegszeit kritisch darzustellen.

Bücher

  • Kuhlbrodtbuch. Memoiren. Verbrecher Verlag 2002, ISBN 3935843135
  • Deutsches Filmwunder: Nazis immer besser. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2006, ISBN 3894582456
  • Die Tödliche Doris, Naturkatastrophen selbermachen, GELBE Musik, Berlin 1984.

Verweise

Fußnoten

  1. Deutschlandradio Kultur, 1. Dezember 2008: Kuhlbrodt: Einstellung gegenüber Zentraler Stelle zu Aufarbeitung von NS-Verbrechen hat sich gewandelt
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