Eggers, Kurt

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Kurt Eggers in der Uniform der Waffen-SS nach einer Zeichnung von Mjölnir
Nachruf über Kurt Eggers

Kurt Eggers ( 10. November 1905 in Berlin, 12. August 1943 in Klenowoje) war ein deutscher Schriftsteller und nationalsozialistischer Kulturpolitiker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Jugend

Kurt Eggers wurde als Sohn eines Bankangestellten 1905 in Berlin geboren, schien er zu jener Nachkriegsgeneration verdammt zu sein, die nicht mehr die Befreiung ihres urtümlich germanisch-deutschen Menschentums in den Entscheidungen auf dem Schlachtfeld erfahren sollte. Er nahm nach dem Ersten Weltkrieg an den Spartakistenkämpfen teil und beteiligte sich 1920 auch am Kapp-Putsch. 1921 trat er mit 15 Jahren in das Freikorps Annaberg ein. Doch sein kriegerischer Urinstinkt befahl ihm, als die deutsche Grenze im Osten brannte, als 16jähriger der Schulbank zu entlaufen und den Annaberg als Melder mitzustürmen. Zurückgekehrt, wurde er von der Schule gewiesen, weil er seine deutsche Pflicht höher geachtet hatte als die Schule. Doch er war an Jahren beinahe noch ein Kind, zum Manne gereift, und so begann sein Lebensweg als Sucher, wie nur der Deutsche sich quälen kann, um die Lösung der Lebensfragen. Landwirtschaftslehrling, Kaufmannsgehilfe, beide Berufe konnten ihn nicht erfüllen. Er versuchte zurückzukehren, in die Heimat der Krieger und trat in die Reichswehr ein. Aber er war ja vom Freikorps hergekommen, er mußte in die bewußt entpolitisierte Reichswehr der Jahre kurz nach der Inflation, das Söldnerheer, wenn auch im Besten Sinn zu verstehen, denn die Deutschen als das soldatische Volk an sich, haben auf diese undeutsche Ausprägung des Berufsheeres ihre Art anverwandelt. Diese Reichswehr also vermochte einen Feuergeist wie Kurt Eggers nicht zu halten. Der Drang zum Studium wurde übermächtig. An Jahren schon zu alt, zwang er sich um des Zieles willen noch einmal auf die Schulbank um der Form des Abiturs genüge zu leisten. Kurt Eggers ging immer den Dingen auf den Grund. So studierte er auch jene Wissenschaft, die glaubt die verfertigen Lebensrezepte vom Katheder herab verabreichen zu können -Philosophie und Theologie. Er wurde Pfarrer und wie vorher aus den anderen Berufen, stieg er 1932 von der Kanzel, lieber der Verzweiflung der Arbeitslosigkeit entgegengehend, als er einer von ihm als Lüge erkannten Abirrung, auch nur einen Augenblick weiter zu folgen. Er wurde Schriftleiter einer kleinen Provinzzeitung, die durch seine Aufrufe, grade im Krisenjahr vor der Machtübernahme ein politisches Gesicht erhielt und die somit die meisten großen Stadtzeitungen aus jener Zeit weit hinter sich ließen.

[Bearbeiten] Drittes Reich

Der Durchbruch der nationalsozialistischen Revolution gab ihm die Bahn frei zu dessen großen Wirkungsmöglichkeiten. Die Stationen waren: Sendeleiter in Leipzig und Stuttgart, Berufung ins Rasse- und Siedlungshauptamt der SS. In dieser Eigenschaft war Eggers Autor zahlreicher Dramen, Hör- und Singspiele, völkischer Geschichten, Wander- und Soldatenlieder sowie Sprechchöre für kultische Feiern. Besonders Ulrich von Hutten inspirierte zahlreiche seiner Bücher. Viele seiner Werke erschienen im Nordland Verlag. Er wurde Kulturreferent der Stadt Dortmund, von wo er im August 1939 zum ersten mal in den Krieg zog.

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg

Zurückgerufen aus dem Feldzug in Holland, ruhte er nicht bis er vor Jahresfrist wieder an die Front kam, diesmal als Panzerkommandant in der SS-Division Wiking. Hier erfüllte sich sein Schicksal am 12. August, als er die rechte Flanke seines Zuges abdeckte, um wie immer im Leben, einen neuen Angriff in vorderster Linie vorzutragen. Der Reichsführer SS hat ihn nach seinem Tode, wegen besonderer Tapferkeit vor dem Feind, zum Obersturmführer der Waffen-SS befördert, nachdem ihm kurz vorher das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen worden war. Die Waffen-SS benannte nach Eggers, der am 12. August 1943 als Panzerkommandant der 5. SS-Panzer-Division „Wiking” im Alter von 37 Jahren gefallen war, die Einheit, in der ihre Kriegsberichterstatter zusammengefasst waren (SS-Standarte Kurt Eggers). Bei der Gedenkfeier zu seinem Tod las sein Freund Heinrich George aus seinen Werken.


[Bearbeiten] Zitate

  • „Das totale Menschentum hat in seinem in der Haltung offenbarten Gesetz sein zuverlässiges Schwert. Dadurch wird der totale Mensch unangreifbar und selbst in der größten Vereinsamung, selbst unter dem Fluch und dem Bann der gesetzlosen Fanatiker unüberwindlich.“


[Bearbeiten] Werke

  • Annaberg, Ein Spiel.
  • Arbeiter, Bauern, Soldaten, Eine Liedsammlung. Vertont von Hermann Simon.
  • August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in seinen Liedern. Herausgeber Kurt Eggers.
  • Aus meinen Wanderjahren
  • Das große Wandern, Ein Thingspiel.
  • Das Ketzerbrevier, Zeugnisse des Kampfes um die Freiheit des deutschen Menschen
  • Das Kreuz der Freiheit, Ein deutsches Schauspiel.
  • Das Reich des Soldaten
  • Das Spiel von Job dem Deutschen, Ein Mysterium.
  • Der Berg der Rebellen
  • Der Deutsche Dämon, Neue Gedichte und Gesänge, 1937 (PDF-Datei), herunterladen bei Archive.org (PDF-Datei)


In einem privaten Brief vom 20. November 1941 erwähnte Kurt Eggers, daß gerade seine Promotion läuft und anschließend seine Habilitation erfolgen soll. Aus diesem Grund hatte er ein mehr als 700 Seiten umfassendes Manuskript an die philosophische Fakultät eingereicht, das später in zwei Bänden unter dem Titel "Der Kult des Aberglaubens" erscheinen sollte.

[Bearbeiten] Hörbücher

Kurt Eggers - Von der Feindschaft (1941)

  • Größe: 22 MB
  • Format: MP3
  • Laufzeit: 47 Minuten


Kurt Eggers - Vater aller Dinge (1943)

  • Größe: 41 MB
  • Format: MP3
  • Laufzeit: 90 Minuten


Kurt Eggers - Der Scheiterhaufen (1942)

  • Größe: 40 MB
  • Format: MP3
  • Laufzeit: 86 Minuten


[Bearbeiten] Verweise

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