Gebrauchsgegenstände aus Menschenhaut

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Aus einem VS-Gruselpropagandafilm:
Tisch mit angeblichen menschlichen Hautpräparaten, incl. dem besagten Lampenschirm und mit Schrumpfköpfen.
(Weimarer Einwohner mußten 1945 nach ihrer „Befreiung“ an diesem Unsinn vorbeidefilieren).
Menschenhaut und Schrumpfkopf - KL Buchenwald (Standbild).jpg

Die Gebrauchsgegenstände aus Menschenhaut, wie Lampenschirme, Handtaschen oder Handschuhe gehören zu den Holocaust-Märchen ebenso wie die Schrumpfköpfe und Seifenlüge. Obwohl menschliche Haut ebenso wie die von Tieren zu Leder weiterverarbeitet werden kann, wird dies aus ethischen Gründen nicht durchgeführt, da es als makaber und menschenverachtend gilt. Indem man den Nationalsozialisten das Herstellen von Leder aus Menschenhaut andichtet, wirken diese noch menschenverachtender als bereits dargestellt. In Schulen der BRD wird dennoch öfters von Lampenschirmen aus menschlicher Haut erzählt, um dieses Bild zu festigen.

Die Netzseite „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ weiß darüber zu berichten:

„Die Erzählung vom Lampenschirm aus Menschenhaut war Bestandteil der Nachkriegserzählung und wurde von der Presse, besonders im Umfeld der zwei gegen Ilse Koch 1947 und 1950 geführten Prozesse, stark aufgegriffen. Obwohl man Frau Koch in dieser Hinsicht keine konkrete Schuld nachweisen konnte, blieb die Lampenschirm-Geschichte lange Jahre fester Bestandteil der Buchenwald-Erzählung (nicht nur in der DDR). Schon die erste Ausstellung zur Geschichte des Lagers zeigte 1954 den kleinen, schlicht gearbeiteten Schirm einer Nachttischlampe als ‚Lampenschirm aus Menschenhaut‘. Er war von Karl Straub, einem ehemaligen Häftling, übergeben worden und stammte wohl offensichtlich aus dem Lager. Die Ausstellungsgestalter (Museum f. Deutsche Geschichte, Berlin) sahen wohl keine Veranlassung, seine Echtheit zu prüfen, und sich vielmehr in der Pflicht, diese Geschichte zu veranschaulichen. Der kleine Lampenschirm wurde in allen folgenden Ausstellungen als ‚Lampenschirm aus Menschenhaut‘ weiter gereicht und noch in der 1985 neu gestalteten Dauerausstellung gezeigt. Erst mit der nach dem Ende der DDR durchgeführten Grundrevision des Sammlungs- und Ausstellungsbestandes wurde die Echtheit überprüft. Das vom Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Akademie Erfurt (Prof. Dr. sc. med. Leopold) am 6.7.1992 erstellte Gutachten besagt: ‚Präparat IV (Lampenschirm) ist dagegen serologisch nicht als menschlicher Art zu identifizieren. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Kunststoff, der in ähnlicher Zeit für Lampenschirme produziert wurde. Letztlich ist aber nicht völlig auszuschließen, daß es sich dennoch um biologisches [also tierisches] Material handelt.‘ Der Lampenschirm war schon vorher aus der ständigen Ausstellung genommen worden. Er befindet sich zur Zeit als Falsifikat im Fundus der Gedenkstätte.“[1]

Haare wurden hingegen selbstverständlich gesammelt. Im ganzen Reich gab es Sammlungen von Menschenhaar. Derlei Sammlungen gab es auch schon während der Befreiungskriege und während des Ersten Weltkrieges gegen Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland wurden die Haare vorzugsweise zu Isolationsmatten in U-Booten und Flugzeugen weiterverarbeitet. Das war eine der Hauptarbeiten z. B. im KL Stutthof, was die großen Ansammlungen von Menschenhaaren dort erklärt.

Derzeit werden, insbesondere lange Haare von Frauen gesammelt. Daraus werden vorwiegend Perücken hergestellt. Echthaarperücken werden verwendet für die Bühne, bei Kameraaufnahmen oder bei krankheitsbedingten Haarausfall. Eines der hauptsächlichen Herstellerländer ist Indien.

Zitate

Ob Lampenschirme oder Handtaschen: Die Umerziehung zeigt bis heute ihre Früchte.
  • „Es gibt Auschwitz [...] – die Frage nach den Gaskammern ist unerheblich, weil in diesen Lagern Millionen Menschen entwürdigt und ermordet wurden – weil sie ihres Lebens beraubt wurden, weil ihre Kinder und Angehörigen brutal vernichtet wurden. Und sie zusätzlich ausgestellt und zu Lampenschirmen verarbeitet wurden.“[2]

Siehe auch

Verweise

Achtung 2.png Bitte beachten Sie zu den aufgeführten Verweisen auch diesen Warnhinweis!


Fußnoten

  1. Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora: Der Lampenschirm
  2. 33-cabinet.png Abgerufen am 6. September 2014. Archiviert bei WebCite®.Irrtum und HolocaustJulia Schramm, 6. Januar 2011
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