Lehndorff, Hans Graf von

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Dr. Hans Graf von Lehndorff

Hans Graf von Lehndorff (Lebensrune.png 13. April 1910 in Graditz bei Torgau; Todesrune.png 4. September 1987 in Bonn) war ein deutscher Chirurg und Schriftsteller. Seine Erlebnisse von 1945 bis 1947 nach der Eroberung seiner Heimat durch sowjet-bolschewistische Truppen und die Vertreibung aus Ostdeutschland schrieb er in seinem „Ostpreußischen Tagebuch“ nieder.

Leben

Sein Vater war preußischer Landstallmeister in Trakehnen. Nach seinem Medizinstudium in München an der Seite seines Freundes und späteren Geheimagenten der Abwehr Manfred Oberdörffer arbeitete er als Arzt in Insterburg.

1945 wurde er nach Königsberg versetzt, als die russische Artillerie am 26. Januar 1945 begann, „in die Stadt hineinzuschießen“. Dort arbeitete er in einem Lazarett, bis ihn die Sowjet-Bolschewisten zusammen mit den letzten Überlebenden auf einen Todesmarsch nach Westen schickten. Als er im nun polnisch besetzten Westpreußen ankommt erfährt er, daß seine Mutter und sein letzter Bruder (drei andere waren schon gefallen) auf dem Treck in den Tagen der großen Flucht von den Sowjet-Bolschewisten eingeholt und erschlagen wurden.

Nach der Vertreibung lebte Dr. von Lehndorff in Bonn und war Chefarzt des evangelischen Viktoria-Hospitals in Godesberg.

Werke (Auswahl)

  • Ostpreußisches Tagebuch: Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945–1947
  • Ein Bericht aus Ost- und Westpreußen 1945–1947. Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, 3. Beiheft, Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte; Düsseldorf 1960
  • Menschen, Pferde, weites Land. Kindheits- und Jugenderinnerungen, München 1980
  • Die Insterburger Jahre

Verweise

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