Marenbach, Leny

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Leny Marenbach (1907–1984)
In dem Film „Was will Brigitte?“ spielte Carl Wery einen Generaldirektor, dessen energisches Handeln nicht nur seine Untergebenen, sondern auch die Zuschauer des Films überzeugte (Leny Marenbach, Carl Wery und Albert Matterstock).
Leny Marenbach (Aufnahme von 1939)
Leny Marenbachs Grab
Berlin, Städtischer Waldfriedhof Dahlem
Inschrift des Grabsteins

Leny Marenbach, auch Leni Marenbach (Lebensrune.png 20. Dezember 1907 oder nach anderen Quellen 1916 in Essen; Todesrune.png 26. Januar 1984 in Berlin), war eine deutsche Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Marenbach hatte im Alter von 16 Jahren ihren ersten Bühnenauftritt in ihrer Geburtsstadt Essen, weitere Theaterstationen wurden Zürich, Darmstadt, Wien und München.

Drittes Reich

Zum Film kam die junge Schauspielerin Mitte der 1930er Jahre und war erstmals in dem Film „Jana, das Mädchen aus dem Böhmerwald“ (1935) auf der Leinwand zu sehen. Ungeheure Popularität erlangte sie dann ein Jahr später mit ihrem zweiten Film „Wenn wir alle Engel wären“ an der Seite des UFA-Stars Heinz Rühmann, mit dem sie ab 1936 eine Liebesbeziehung hatte, während Rühmann noch mit seiner Frau Maria Bernheim verheiratet war. 1938 ließ sich Rühmann scheiden, doch da war die Affäre mit Leny Marenbach bereits merklich abgekühlt.

Hauptrollen in einer Reihe weiterer erfolgreicher Filme schlossen sich an, erneut an der Seite Rühmanns in „Der Etappenhase“ (1937), „Der Mustergatte“ (1937) und „5 Millionen suchen einen Erben“ (1938). Mit Johannes Riemann spielte sie in dem musikalischen Lustspiel „Ehe in Dosen“ (1939), mit Iván Petrovich in „Zentrale Rio“ (1939) und mit Paul Hartmann in „Irrtum des Herzens“ (1939). Bis Mitte der 1940er Jahre erlebte man die Schauspielerin beispielsweise in „Frau nach Maß“ (1940) an der Seite von Hans Söhnker, in „Was will Brigitte?“ (1941) hatte sie Albert Matterstock als Partner, in „Die Wirtin zum Weißen Rößl“ (1943) spielte sie mit Karl Schönböck. Neben Volker von Collande agierte sie als Vika von Demnitz in „Wildvogel“ (1943), trat zusammen mit Carl Raddatz und Hansi Knoteck in „Das war mein Leben“ (1944) auf und war die Käthe Westhoff in Hans Deppes Familienkomödie „Wie sagen wir es unseren Kindern?“ (1945).

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges widmete sich Leny Marenbach verstärkt ihrer Arbeit für das Theater, gab Gastspiele, ging auf ausgiebige Gastspielreisen und begann auch Filme bei der DEFA zu drehen. Dem einstigen Kassenstar wurden zwar mehrere weibliche Hauptrollen übertragen, die der Marenbach jedoch keine wirkliches Rückkehr auf die Leinwand verschafften. Eine schöne Rolle hatte sie 1949 an der Seite Willy Fritschs in der musikalischen Komödie „Hallo – Sie haben Ihre Frau vergessen“, in Martin Hellbergs „Geheimakten Solvay“ erlebte man sie 1953 als Frau des Schlossers und Gewerkschafters Hannes Lorenz alias Wilhelm Koch-Hooge und in dem Lustspiel „Wer seine Frau lieb hat“ (1955) als Partnerin von Albert Garbe. Danach spielte Leny Marenbach hauptsächlich Theater oder übernahm hin und wieder kleinere Rollen in Fernsehproduktionen; so stand sie für den Mehrteiler „Am grünen Strand der Spree“ (1960) als Frau von Zehdenitz vor der Fernsehkamera.

Ab Mitte der 1960er Jahre zog sie sich auch vom Theater zurück und trat nur noch sporadisch an Westberliner Bühnen wie dem Theater am Kurfürstendamm auf.

Leny Marenbach, die kurzfristig mit dem Kameramann Walter Pindter verheiratet war, starb am 26. Januar 1984 – von den Medien relativ unbeachtet – in Berlin (West) an Herzversagen und wurde in Berlin-Dahlem beigesetzt.

Filmographie

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