Leutnant

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Leutnant (abgekürzt Lt) ist ein militärischer Dienstgrad und bildet bei der Bundeswehr dabei den niedrigsten Offiziersdienstgrad. Das Wort Leutnant kam in der beginnenden Neuzeit aus Frankreich und verdrängte die deutsche Bezeichnung Statthalter, was eine wörtliche Übersetzung des französischen Lieu-tenants darstellt. Im Mittelalter wählte jeder Hauptmann eines Fähnleins (Unterformation eines Landsknechtsregiments. Jedes Fähnlein bestand aus mehreren Rotten.) einen „Lokotenenten“ bzw. „Leutinger“ als seinen Stellvertreter. In diesem Sinne wird das Wort Leutnant auch im Deutschen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Preußische Armee

U. a. bei der Preußischen Armee hieß der (Unter-)Leutnant lange noch Secondeleutnant/Seconde-Leutnant und der Oberleutnant dafür Premierleutnant/Premier-Leutnant.

Deutsches Heer, Reichswehr und Wehrmacht

In Deutsches Heer, Reichswehr und Wehrmacht war der Leutnant, bzw. in der Kaiserlichen Marine, Reichsmarine und Kriegsmarine der Unterleutnant, später Leutnant zur See, der niedrigste Offiziersrang der Dienstgradgruppe der Leutnante. Im NS-Ranggefüge entsprach dieser Dienstgrad dem SS-Untersturmführer oder SA-Sturmführer.

Weitere

Bei Streitkräften, die einen Unterleutnant kennen, bildet der Leutnant den zweitniedrigsten Rang.

Zitat

  • „O du Leutnantszeit, mit deiner fröhlichen Frische, mit deiner Schneidigkeit, mit den vielen herzlichen Freunden und Kameraden, mit allen deinen Rosentagen,[1] mit deinen bis aufs schärfste herangenommenen Pflichtgefühl, mit deiner strengen Selbstzucht!“Detlev von Liliencron

Fußnoten

  1. Rosentage sind nach Jacob Grimm und Wilhelm Grimm die Tage der Jugend, der Blütezeit des Lebens: O denk zurük nach deinen Rosentagen. (Schiller); Rosentage können aber auch angenehme Tage der liebe sein.
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