Liberalismus

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Der Liberalismus sieht in der „freien Entfaltung” einzelner Anlagen und Kräfte (meist zu Lasten der Gemeinschaft) die alleinige Gewähr für den dauernden Fortschritt auf allen Gebieten menschlichen Zusammenlebens. Er erstrebt einen „Staat”, der den pluralistischen Gruppen in einem Volk nur noch einen formalen Rahmen setzt, und sich aus der Lenkung der Wirtschaft wie aus der sozialverpflichteter Betriebe (wie Bahn, Post, Fernmeldewesen usw.) zurückzieht. Der Liberalismus will wirtschaftliche Anliegen sowie die Freiheitsrechte des einzelnen fördern. „Menschenrechte” sowie „freies Spiel der Kräfte” sollen den Vorrang vor der Volksgemeinschaft besitzen. Die Staatsgewalt wird im Liberalismus durch Gewaltenteilung beschränkt. Die „freie Marktwirtschaft”, uneingeschränktes eigensüchtiges Wirken der Kapitalisten, wird der staatlichen Einflußnahme und der sozialen Gesamtverantwortung (Solidarität) entgegengesetzt. Wesentliche Teile des Liberalismus sind: Individualismus, Milieutheorie (bestimmender Einfluß der Umwelt auf den Einzelnen), Gleichheitslehre und die Lehre vom freien Spiel der Kräfte in Wirtschaft und Gesellschaft. „Am Liberalismus gehen die Völker zugrunde”, urteilte zutreffend Arthur Moeller van den Bruck. Nationalisten setzen liberalistischen Falschlehren die Auffassung vom Staat als Wahrer des Ganzen, als Träger der Volksgemeinschaft, gegenüber.

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