Lichtdom

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Albert Speer entwarf den Lichtdom, der am 16. August 1936 nach dem Verlöschen der olympischen Flamme über dem Berliner Stadion erstrahlte. Neben dem grandiosen Effekt, den der Lichtdom bewirkte, gehörte dazu vor allem ein Element surrealistischer Überlegenheit.
Bei ausländischen Augenzeugen, zumal in der internationalen Presse, rief der Lichtdom einhellige Bewunderung hervor. Die französische Tageszeitung „Le Temps“ schrieb (13. September 1936): „Es war einfach fantastisch“. Der Korrespondent der „New York Times“ beschrieb den Lichtdom als „noch schöner und eindrucksvoller als alle vorhergegangenen“.

Der Lichtdom, Lichterdom oder auch Strahlendom beruht auf der Idee Albert Speers. Die Lichtarchitektur, die an einen Dom erinnerte, wurde von Riesenscheinwerfern durch Illuminations-Einsatz gestaltet, die ihre hellen Strahlen in den weiten Himmel sendeten, um sie zu einem Lichtdom, einem Instrument der nationalsozialistischen Erleuchtung, zu vereinigen. Bei dem ikonographischen Lichtkunstwerk handelt es sich um die größte und massenwirksamste Einzelgestalt, die aus elektrischem Licht geschaffen wurde

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Olympische Sommerspiele

Erstmals wurde das Spektakel zur Abschlußfeier der Olympischen Sommerspiele 1936 vorgeführt, als mit einem Lichtdom über dem Berliner Olympiastadion der Berliner Himmel hell erleuchtet wurde. Filmemacherin Leni Riefenstahl hielt dieses Lichtspektakel in ihrem zweiten Film über die Spiele „Fest der Schönheit“ fest.

Reichsparteitag

Für die parteipolitische Kundgebung des Reichsparteitages („Appell der Politischen Leiter“) am Abend des 11. September 1936 waren weit mehr als 200.000 Menschen auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände versammelt. Das nahezu quadratische Zeppelinfeld, es maß 363 auf 378 Meter, war in regelmäßigen Abständen mit 152 wattstarken Flak-Scheinwerfer umstellt, die senkrecht in den Himmel strahlten.

Auch 1937 und 1938 wurde im Rahmen der jährlich wiederkehrenden Reichsparteitage ein Lichtdom installiert. Im Jahre 1937 erstrahlte auf der Pariser Weltausstellung der 65 Meter hohe Turm des Deutschen Pavillons ebenfalls in einem Lichtdom. Albert Speer schrieb später über den Lichtdom:[1]

„Die 130 scharf umrissenen Strahlen, in Abständen von nur zwölf Metern um das Feld gestellt, waren bis in sechs bis acht Kilometer Höhe sichtbar und verschwammen dort zu einer leuchtenden Fläche. So entstand der Eindruck eines riesigen Raumes, bei dem die einzelnen Strahlen wie gewaltige Pfeiler unendlich hoher Außenwände erschienen. Ich nehme an, mit diesem ‚Lichtdom’ wurde die erste Lichtarchitektur dieser Art geschaffen, und für mich bleibt es nicht nur meine schönste, sondern auch die einzige Raumschöpfung, die, auf ihre Weise, die Zeit überdauert hat.“

Bildergalerie

Siehe auch

Fußnoten

  1. Speer, Erinnerungen, 1989, S. 71f.
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