Liste der Staatsoberhäupter des Deutschen Reiches

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Von 1871 bis 1918 war das Deutsche Reich ein Bundesstaat unter einem Monarchen: Die Könige von Preußen waren zugleich Deutsche Kaiser. Von 1918 bis 1945 war das Deutsche Reich zunächst eine bundesstaatliche Republik mit einem Reichspräsidenten als Staatsoberhaupt. Ab 1933 wurde die demokratische Weimarer Verfassung beginnend durch das Ermächtigungsgesetz ausgehöhlt und auch die bundesstaatliche Form wich einem zunehmenden Zentralismus. Nach dem Tod von Reichspräsident Hindenburg wurden per Reichsgesetz vom 2. August 1934 die Befugnisse des Reichskanzlers mit denen des Reichspräsidenten vereinigt und dessen Titel bis zum Tode Hitlers durch „Führer“ ersetzt.


Deutsches Kaiserreich
Deutscher Kaiser und König von Preußen
Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
Wilhelm I. 18. Januar 1871 9. März 1888
Friedrich III. 9. März 1888 15. Juni 1888
Wilhelm II. 15. Juni 1888 9. November 1918
Amt des Staatsoberhauptes vakant vom 9. November 1918 bis 11. Februar 1919
Weimarer Republik
Reichspräsident
Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
Friedrich Ebert (SPD) 11. Februar 1919 28. Februar 1925
Dr. Walter Simons (kommissarisch) 11. März 1925 30. April 1925
Paul von Hindenburg 12. Mai 1925 2. August 1934
Nationalsozialismus
Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
Führer und Reichskanzler“
ab 1.Mai 1945 Reichspräsident
Adolf Hitler (NSDAP) 2. August 1934 30. April 1945
Karl Dönitz 1. Mai 1945 8. bzw. 23. Mai 1945
Mit der Verhaftung der Geschäftsführenden Reichsregierung um Karl Dönitz durch die Siegermächte am 23. Mai 1945 wurde der Kern der deutschen Staatsgewalt zwar noch nicht betroffen, wenngleich das Amt des Staatsoberhauptes gegenstandslos. Am 5. Juni wurde in der Berliner Deklaration von den vier Besatzungsmächten der Alliierte Kontrollrat als oberste Regierungsgewalt für das okkupierte Territorium Deutschlands eingerichtet.
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