Lang, Lotte

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Lotte Lang
Lotte Langs Grab
Wien, Zentralfriedhof

Charlotte „Lotte“ Lang-Binder (geb. 11. Januar 1900 in Wien; gest. 13. Februar 1985 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin aus Österreich.

Leben

Lotte Lang wurde am 11. Januar 1900 in Wien geboren. Nach dem Besuch einer Handelsschule arbeitete sie zeitweise als Sekretärin, entschied sich dann für den Beruf der Schauspielerin und ließ sich dementsprechend ausbilden.

Ihr Bühnendebüt gab sie 1924 am Stadttheater in Linz als Opernsoubrette und stand dort bis 1928 auf der Bühne, weitere Verpflichtungen führten die Schauspielerin im Laufe der Jahre unter anderem an die „Münchner Kammerspiele“, in Wien an das „Raimund-Theater“, die „Volksoper“ sowie das „Theater in der Josefstadt“, dem sie als Ensemblemitglied von 1945 bis Ende der 1970er Jahre und später als Ehrenmitglied angehörte und dort in über 50 Rollen brillierte. So beispielsweise als „Frau Miller“ in Schillers „Kabale und Liebe“ oder als „Frau Windischgruber“ in „Hofrat Geiger“; 1983 verkörperte sie die böse Großmutter in Ödön von Horvaths „Geschichten aus dem Wienerwald“, ihre letzte Bühnenrolle war ein Jahr später die „Tante Teresina“ in Italo Svevos „Kusinen“.

Sowohl auf der Bühne als auch im Film verkörperte Lotte Lang oft typische, resolute Wiener Frauenfiguren, die sie mit Witz zu gestalten wusste. Ihr Leinwanddebüt hatte sie 1932 mit einer kleinen Rolle in dem Streifen „Zwei vom Südexpress“ gegeben, ein Jahr später mimte sie die Operettensängerin Lissi in der Komödie „Muß man sich gleich scheiden lassen“ (1933).

In den kommenden Jahren avancierte die Schauspielerin in zahlreichen Kinoproduktionen mit profilierten Nebenrollen und einprägsamen Figuren zu einer beliebten Darstellerin im Film.

Auch im Nachkriegsfilm zählte Lotte Lang zu den vielbeschäftigten Darstellerinnen, oft erlebte man sie in Unterhaltungsfilmen an der Seite von Komikern wie Theo Lingen und Hans Moser.

Mit Theo Lingen agierte sie in „Der Theodor im Fußballtor“ (1950) und „Die Mitternachtsvenus“ (1951), mit Fritz Imhoff in „Wenn eine Wienerin Walzer tanzt“ (1951), mit Annie Rosar und Hans Holt in der Werfel-Adaption „Der veruntreute Himmel“ (1958).

Zu Lotte Langs profiliertesten Charakterisierungen auf der Leinwand zählen die alternde, resignierende Operettensängerin Putzi Lorrant in Paul Verhoevens volkstümlichen Geschichte über das Schaustellergewerbe „Tingeltangel“ (1953, auch „Hereinspaziert!“) oder ihre scharf-pointierte Pensionsleiterin Martha von Hahn in dem mit Schlagern gespickten Klamauk „Unsere tollen Tanten“ (1961).

Ihre letzten Auftritte hatte sie 1971 in den Fernseh-Produktionen „Auf der grünen Wiese“ (1971) und 1980 in „Das lebenslängliche Kind“.

Lotte Lang starb am 13. Februar 1985 – vier Wochen nach ihrem 85. Geburtstag – in ihrer Heimatstadt Wien. Ihre letzte Ruhe fand sie in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 124).

Auszeichnungen

Filmographe

  • 1932: Die Zwei vom Südexpress
  • 1933: Muß man sich gleich scheiden lassen
  • 1934: G’schichten aus dem Wienerwald
  • 1935: Die Pompadour
  • 1936: Unter heißem Himmel
  • 1937: Liebling der Matrosen
  • 1938: Ein Mädchen geht an Land
  • 1938: Der Hampelmann
  • 1939: Fasching
  • 1942: Anuschka
  • 1942: Sommerliebe
  • 1942: Einmal der liebe Herrgott sein
  • 1943: Reisebekanntschaft
  • 1943: Der weiße Traum
  • 1944: Glück bei Frauen
  • 1944: Orientexpress
  • 1944: Das Herz muß schweigen
  • 1945: Wie ein Dieb in der Nacht
  • 1945: Die tolle Susanne
  • 1947: Umwege zu dir
  • 1947: Der Millionär / Geld ins Haus
  • 1948: Die Verjüngungskur
  • 1948: Gottes Engel sind überall
  • 1949: Wir haben eben geheiratet
  • 1950: Gruß und Kuß aus der Wachau
  • 1950: Der Theodor im Fußballtor
  • 1950: Jetzt schlägt’s 13 (Es schlägt 13)
  • 1951: Wenn eine Wienerin Walzer tanzt / Schwindel im Dreivierteltakt
  • 1951: Das Herz einer Frau
  • 1951: Hochzeit im Heu
  • 1951: Wiener Walzer
  • 1951: Die Mitternachtsvenus
  • 1952: Saison in Salzburg
  • 1952: Schäm dich, Brigitte / Wir werden das Kind schon schaukeln
  • 1952: Abenteuer im Schloss
  • 1953: Praterherzen / Das Leben ist stärker
  • 1953: Eine Nacht in Venedig (Komm in die Gondel)
  • 1953: Das Früchtchen (Ein tolles Früchtchen)
  • 1954: Bruder Martin
  • 1956: Karussell der Liebe
  • 1956: Die gestohlene Hose
  • 1956: Liebe, die den Kopf verliert
  • 1956: … und wer küßt mich?
  • 1956: Hurra - die Firma hat ein Kind / Karussell der Liebe
  • 1957: Der Kaiser und das Wäschermädel
  • 1957: Wie schön, daß es dich gibt
  • 1957: … und die Liebe lacht dazu
  • 1958: Der veruntreute Himmel
  • 1958: Man ist nur zweimal jung
  • 1958: Hoch klingt der Radetzkymarsch
  • 1958: Das Dreimäderlhaus
  • 1959: Ich bin kein Casanova
  • 1960: Das große Wunschkonzert
  • 1960: Das Spiel vom lieben Augustin
  • 1961: Unsere tollen Tanten
  • 1961: Das kleine Bezirksgericht
  • 1962: Tanze mit mir in den Morgen
  • 1963: Alles gerettet
  • 1964: Heirate mich, Chéri
  • 1964: Die Wohnung
  • 1965: Die Gigerln von Wien
  • 1965: Lumpazivagabundus
  • 1965: ...und sowas muß um 8 ins Bett
  • 1967: Alles zum Guten
  • 1969: Oberinspektor Marek - Einfacher Doppelmord
  • 1970: Dornwittchen und Schneeröschen
  • 1971: Auf der grünen Wiese
  • 1972: Katzenspiel
  • 1978: Stille Nacht
  • 1980: Das lebenslängliche Kind

Theatrographie (Auswahl)