Männer vor der Ehe

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Männer vor der Ehe
Männer vor der Ehe.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Männer vor der Ehe
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1936
Stab
Regie: Carl Boese
Drehbuch: Carl Boese, Erwin Kreker
Produktion: R. N.-Filmproduktion
Musik: Werner Bochmann
Kamera: Carl Drews
Schnitt: Johanna Meisel
Besetzung
Darsteller Rollen
Carola Höhn Maria Rothe
Grethe Weiser Grete Mahlmann
Tony van Eyck Trude Müller
Paul Klinger Fritz Hallborn
Kurt Vespermann Paul Lange
Hans Leibelt Heinrich Rothe
Erich Fiedler Prokurist Rudolf Ried
Josefine Dora Zimmervermieterin Frau Müller
Annemarie Steinsieck Hedwig Rothe
Rolf Weih Axel Rothe
Elena Luber Gisela Schirmer
Ernst Behmer Untermieter Stepphuhn
Horst Birr Untermieter Stepphuhn
Willy Schaeffers
Egon Brosig
Karl Platen
Josef Reithofer

Männer vor der Ehe ist ein Lustspiel von 1936. Die Uraufführung fand am 14. August 1936 statt.

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Liebe kommt — Liebe geht! Der flotte, lebensfrohe Fritz Hallborn steht im Begriff, aus der Junggesellenbude in München zu verschwinden. Seine im letzten Augenblick zufällig erscheinender Freundin Grete Mahlmann, und die beleidigte Zimmerwirtin stehen empört vor bereits ausgeräumten Schubkästen und vollendeten Tatsachen. Fritz wird von seiner Autofirma, die ihn schätzt, nach Berlin versetzt; ade München und Mädchen…! — Beim Bahnhofsempfang in Berlin steht neben seinen alten Schulfreunden – der kleine Radiohändler Lange und Axel Rothe – dessen hübsche junge Schwester Maria, ebenfalls eine alte fröhliche Jugendliebe von ihm. Fritz wird durch Lange zunächst bei der etwas muffigen Zimmervermieterin, Frau Müller, mit untergebracht und erfährt gleich beim ersten Flirtversuch mit dem Haustöchterchen Trude, daß sein Freund Lange das ahnungslose Objekt ihrer stillen Liebe ist. Die Neigung für das schwache Geschlecht, die der immer vergnügte Fritz nun einmal in seinem lebensfrohen Herzen hat, hilft ihm sogar – wie er es gelegentlich Vorstellung bei seinem neuen Chef zeigt – mit Schwung und Scharm einer hübschen „gnädigen Frau" erfolgreich einen Wegen zu offerieren. Umso unsympathischer ist seinem offenen Wesen ein von Marias Eltern sehr geschätzter Prokurist Ried, für den ihm seine kleine Jugendfreundin, auf die der Herr sichtbare Absichten hat, zu schade ist. Bei einer etwas feuchten Widersehensfeier mit den Schulfreunden in einer Bar ergibt sich zufällig die Gelegenheit für Fritz diesen Heiratskandidaten in einer höchst zweifelhaften Situation zu sehen. Während der total beschwipste Paul Lange die Geschäftstipps von Fritz unter allgemeiner Heiterkeit bei den Gästen anzuwenden versucht, stellt Fritz Hallborn Ried zur Rede. Spontan gibt er sich, um Maria vor diesem Mann zu bewahren, als ihr heimlicher Verlobter aus, der sich jede Konkurrenz energisch verbittet. In Wirklichkeit denkt Fritz nicht an Heiraten: er will nur verhindern, daß der andere es tut. Am gleichen Abend wirft der vergnügt schwankende, nach Hause verfrachtete Lange bei der Wirtin auf dem Flur die „prachtvolle" Gips-Venus von Milo um, und da sich außerdem noch aus einem unschuldigen Irrtum heraus die Bardame Lissy in seiner nächtlichen Begleitung befindet, kriegt der unmoralische Untermieter die fristlose Kündigung. Trudchen hat am nächsten Morgen verweinte Augen, als sie ihm das letzte Frühstück bringt ... Fritzens „Verlobung" wird bekannt. Maria, die den Jungen, genau so wie er ist, schon lange heimlich liebte, ist so selig überrascht und strahlend glücklich, daß Fritz es einfach nicht fertig bekommt, ihr die eigentlichen Zusammenhänge zu erklären. — Auf einem Gesellschaftsabend bei ihren Eltern wird aber nicht nur der geschworene Junggeselle Axel durch eine kluge Schwiegermutter widerstandslos verlobt, sondern für den ohnehin bekümmerten Fritz endet das Fest mit einem katastrophalen Skandal. Durch den rachsüchtigen Ried platzt auf einmal das nach Berlin gekommene Münchner Verhältnis kess und unbekümmert mitten in die feine Gesellschaft hinein. Triumphierend verlässt sie mit dem wutschäumenden Fritz das Haus! Die Verlobung scheint zunächst ebenso schnell, wie sie zustande kam, wieder aufgehoben zu sein. Nicht mal die Möglichkeit, mit Marias Eltern zu sprechen wird Fritz mehr gegeben. Wie umgewandelt ist der sonst so frische Junge, der ratlos versucht, seinem Freund Lange diese verworrene und ausweglose Situation zu erklären. Mit Lange, dem geflogenen Untermieter, hat sich die kleine Trude Müller längst wieder versöhnt und versucht, dem jetzt in seinem Ladenstübchen hausenden, fröhlich ungeschickten Freund liebend zu helfen. Sie weiß, warum Männer heiraten sollten, und spürt besser als Fritz selbst, was in ihm vorgeht. Fritz ist nicht in der Stimmung, den von Axel veranstalteten Abschiedsabend vom Junggesellenleben mitzumachen, zumal er seine immer noch nicht Wiederabgereiste Münchener „Ehemalige" dort entdeckt. Axels eifersüchtige Verlobte Gisela, die dem „Herren“ abend nicht ganz traut, ist zufällig am Telefonhörer Ohrenzeuge einer turbulenten Männerbegeisterung, unmissverständlich übertönt von einer lockeren Mädchenstimme. Aha – der „Herren" abend! Kurze Zeit später steht sie zwischen den Jungen, sieht ihren völlig alkoholisierten Verlobten und – das spöttische Münchner Verhältnis. Aus ist das Fest für die Männer vor der Ehe! Gründlich wäscht Gisela Axel den ziemlich unklaren Kopf. Einmal buchstäblich unter kaltem Wasser und gleichzeitig in Bezug auf ihre Auffassung von den Herren Junggesellen. — In Langes Radiogeschäft blüht stilles Glück. Er hat sich mit der vor der strengen Mutter zu ihm geflüchteten Trude zur Ehe entschlossen und bekommt von der Alten mit den Papieren sogar noch den Segen dazu. Unterdessen hat Fritz endlich erfahren, daß Ried damals den peinlichen Zwischenfall provoziert hat. In dem Augenblick, als der „feine Kavalier", der sich bereits wieder in Hoffnungen wiegt, mit Maria eine Spazierfahrt unternehmen will, erhält er von dem wieder zum alten fröhlichen Draufgänger gewordenen Fritz mit einem Wohlgezielten Kinnhaken die verdiente Quittung. Ehe der sich davon erholt hat, sitzt Fritz neben Maria am Steuer, und ab geht die brausende Fahrt - endlich ins Glück!


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