Manuballista

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Manuballista (von lat. manus „Hand“; also: Handballiste) war der historisch belegte lateinische Name einer handlichen Form der herkömmlichen römischen Balliste bzw. des „Skorpions“. Sie konnte von einem einzigen Mann, ähnlich einer Armbrust, benutzt werden, Pfeile oder Bolzen auf bis zu 400 Meter verschießen und war laut Historiker höchstwahrscheinlich in der römischen Armee weiter verbreitet als bisher angenommen. Allerdings war sie, obwohl sie offenbar mindestens 400 Jahre lang im Einsatz war, nie so verbreitet wie z.B. das Pilum. Es scheint so, als sei diese Waffe nur von römischen Scharfschützen z.B. im Grabenkampf eingesetzt worden.

Die Manuballista war zweiarmig und verdankte ihre Schleuderkraft Sehnenbündeln. Anfang der 2000er Jahre wurde in Xanten am Niederrhein eine solche gefunden und rekonstruiert.[1] Bei diesem Fundstück war u.a. Eschenholz für den Bau verwendet worden.

Historische Erwähnung

Die Waffe wird um 400 n. d. Z. von dem römischen Kriegstheoretiker Flavius Vegetius Renatus in seinem „Abriß des Militärwesens“ erwähnt:

Skorpione nannte man, was man jetzt Handgeschütz (»manuballista«) nennt; sie wurden darum so genannt, weil sie mit kleinen und feinen Spitzen den Tod brachten.[2]

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Joachim Schalles (Herausgeber): Die frühkaiserzeitliche Manuballista aus Xanten-Wardt (Xantener Berichte). Verlag Zabern Philipp Von Gmbh, 2010, ISBN-10: 3805342748 , ISBN 978-3805342742

Verweise

Fußnoten

  1. „Überraschungsfund - Römische Schusswaffe entdeckt“ (23.02.2005)
  2. Aus: Vegetius: Epitoma rei militaris (Abriß des Militärwesens). Steiner, Stuttgart, Lat.-dt. 1997