Mark (Währung)

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20 Goldmark mit dem Porträt Kaiser Wilhelms I.

Mark war die Bezeichnung mehrerer deutscher Währungen, später auch in Finnland (von 1864–2001), in Estland (von 1918–1927), in Polen (von 1918–1926) und ist bis heute als „Konvertible Mark“ die Währung des Balkan-Staates Bosnien und Herzegowina (konvertibilna marka/конвертибилна марка; seit 1998, zuerst 1:1 an die D-Mark, danach an den Euro gekoppelt).

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Der Ursprung des Wortes „Mark“ kommt wohl aus den altnordischen Sprachen, ein Zusammenhang mit markieren (zeichnen) wird angenommen.

Geschichte

Im 11.-12. Jahrhundert wurde die Mark in Deutschland (Heiliges Römisches Reich) als Nachfolger des Karolingischen Pfundes eingeführt. Das Gewicht dieser „Rechenmark“ betrug etwas mehr als die Hälfte des Karolingischen Pfundes. Die Mark war zu jener Zeit wie folgt unterteilt:

1 Mark = 16 Schillinge
1 Schilling = 12 Pfennig

Zweites Deutsches Kaiserreich

Die Mark war die Währung des Zweiten Deutschen Kaiserreiches in Anlehnung an ein Gewichtsmaß. Die Währung war goldgestützt (10 Mark entsprachen 3,5842 g Gold). Es gab sowohl Gold- und Silbermünzen (1 Mark entsprach 5g Silber) als auch Papiergeld, das seinem Werte nach jederzeit in die adäquate Menge Goldes umgetauscht werden konnte. Der Ausgang des Ersten Weltkrieges sowie der sogenannte Versailler Vertrag vernichtete diese Währung, die Garant für den 40jährigen Wirtschaftsaufschwung der Wilhelminischen Epoche gewesen war.

Die erste Prägungen von Goldmünzen der neu eingeführten, reichseinheitlichen Mark-Währung gab es ab 1871 mit der preußischen 20-Mark-Ausgabe. Bereits einen Monat vor der Verabschiedung des ersten Münzgesetzes im neugegründeten deutschen Kaiserreich hatte ein Gesetz vom 11. November 1871 bestimmt, eine Goldreserve von 40 Millionen Talern - dies entsprach 120 Millionen Mark - als Reichskriegsschatz anzulegen. Dazu wurde neben den eigenen deutschen Goldbeständen das Gold sowohl aus den französischen Reparationen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870-1871 verwendet als auch Gold, das auf dem Londoner Edelmetallmarkt gegen Silber eingetauscht worden war.

Die Mark in Gold als 10- und 20-Mark-Stück wurde mit dem Deutschen Münzgesetz vom 9. Juli 1873 in Verkehr gebracht, später kam für kurze Zeit noch eine 5 Goldmark-Münze hinzu. Sie waren der Ersatz und die überfällige Vereinheitlichung für acht Landeswährungen mit 119 verschiedenen Münzsorten wie Taler, Gulden, Kreuzer, usw. Insgesamt wurden 2.145 Tonnen Gold verprägt. Ebenso wurden die in 900er-Silber geprägten Silbermünzen in 1 Mark, 2 Mark, 3 Mark (als Gegenstück zum Taler) und 5 Mark herausgegeben, später kam noch die silberne 1/2 Mark-Münze hinzu. Hierbei entsprach jede Silbermark exakt 5 Gramm Silber; die größte 5 Mark Münze enthielt also 25 Gramm Silber.

Die Wappenseite mit dem deutschen Reichsadler und der Währungsangabe wurde für das ganze Reichsgebiet vereinheitlicht, während die „Kopfseite“ den einzelnen Königen, Landesfürsten und Freien Städten vorbehalten blieben.

Es gab genaue Umrechnungslisten zu den alten Währungen, die zum Teil für eine Übergangszeit noch in Gebrauch waren. Die Silber/Goldmark war ab 1. Januar 1876 das einzige gesetzliche Zahlungsmittel mit Ausnahme des bis 30. September 1907(!) gültigen einfachen Talers und des bis 31. Dezember 1900 gültigen österreichischen Zwei-Taler-Stückes. Der doppelte Vereinstaler wurde am 15. November 1876 außer Kurs gesetzt. Die österreichischen Ein- und Zwei-Taler-Stücke wurden am 1. Januar 1901 in Deutschland außer Kurs gesetzt.

Im Jahr 1909 entstand der Plan, 100-Mark-Stücke in Gold zu prägen. Er wurde aber nie verwirklicht.

Goldmünzen in Deutschland bestanden aus einer einheitlichen Gold-Kupfer-Legierung mit einem gesetzlich bestimmten Feingehalt von 900 Anteilen Gold zu 100 Anteilen Kupfer.

Siehe auch

Verweise

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