Messerschmitt Me 163

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Raketen-Jagdflugzeug Messerschmitt Me 163 A-V4 „Komet“ (Kennung KE+SW) auf Flugplatz (1941)

Die Messerschmitt Me 163 „Komet“ (Spitzname: Kraftei) war der erste serienmäßig hergestellte Raketenjäger der Welt. Alexander Lippisch baute diesen Nurflügler unter erstmaligem Einsatz eines Deltaflügels mit einem Walter-Düsentriebwerk. Die Me 163 war eine Weiterentwicklung der Heinkel He 176 und gehörte mit der Me 262 zu den Wunderwaffen der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges.

Erstflug und Weiterentwicklung

Messerschmitt Me 163 BV 41 von Wolfgang Späte, Erprobungskommando 16, Bad Zwischenahn, 13. Mai 1944
Kurzbeschreibung
Verschieden Ausführungen

Am 13. August 1941 flog die A-Variante zum ersten Mal. Im Oktober desselben Jahres erreichte das Flugzeug unter Heini Dittmar 1.003 Km/h. Ab August 1943 begann die Serienproduktion der B-Ausführung. Insgesamt konnten bis zum Zusammenbruch 1945 noch 364 Maschinen hergestellt werden.

Me 163, Nachbau, European Aeronautic Defence and Space (EADS), Flugmuseum Messerschmitt[1]

Technische Daten

Kenngröße DFS 194 Me 163 A Me 163 B[2] Me 163 C Me 263
Besatzung 1 1 1 1 1
Länge [m] 7,20 5,60 5,70 7,04 7,89
Höhe [m] 2,22 2,75 2,75 3,17
Spannweite [m] 9,30 8,85 9,30 9,80 9,50
Pfeilung [°] 23,5 23,5 23,5 23,5
Tragflügelfläche [m²] 17,5 17,5 19,6 20,5 17,8
Flächenbelastung [kg/m²] 137 220 248,8 286,5
Leermasse [kg] 1.450 1.980 2.200 2.210
Startmasse [kg] 2.100 2.400 4.310 5.100 5.100
Triebwerk HWK RI-203 HWK RII-203 HWK 109-509 A-1 HWK 109-509 A-2 HWK 109-509 C
Schubkraft [kp] 400 750 1.600 1.700+300 2.000 + 400
Höchstgeschwindigkeit [km/h] 550 920 900 950 1.000
Landegeschwindigkeit [km/h] 120 160 160 160 145
Flugdauer (Vollleistung) [min] 7,5 5 12 15
Dienstgipfelhöhe [m] 10.000 12.000 16.000 16.000
Reichweite [km] 80 120 200
Startstrecke [m] 1.200 800
Landestrecke [m] 600
Bewaffnung B-0: 2 × MG 151/20
B-1: 2 × MK 108[3]
2 × MK 108 2 × MK 108

Filmbeiträge

Start einer Me 163 (ohne Ton):

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Peter Diedrich: Die deutschen Raketenflugzeuge bis 1945, Aviatic Verlag, ISBN 978-3925505614
  • Wolfgang Späte: Der streng geheime Vogel Me 163, Verlag für Wehrwissenschaft (1983), ISBN 978-3821900100[4]

Verweise

Fußnoten

  1. Netzpräsenz des Flugmuseums Messerschmitt
  2. Messerschmitt Me 163, Technische Daten
  3. William Green / Gordon Swanborough: Jagdflugzeuge der Welt. Motorbuchverlag Stuttgart, 1996, ISBN 3-7276-7126-2
  4. Das Buch berichtet über dokumentarisch belegte Vorkommnisse aus der Erprobung und Entwicklung eines zu seiner Zeit revolutionären Raketenflugzeugs. Mit ingenieurmäßiger Genauigkeit und dabei in packender Bildhaftigkeit werden die damaligen Pionierflüge so geschildert, daß dem Fachmann wertvolle Aufschlüsse zuteil werden, gleichzeitig aber dem Laien eine spannende Lektüre geboten wird. Der militärische Einsatz der Me 163 wird korrekt nach vorliegendem Quellenmaterial beschrieben. Daneben fügt der Autor Schilderungen eigener Luftkämpfe ein, die so hautnah eben nur jemand schildern kann, der sie auch selbst durchgestanden hat.