Meine Tante – Deine Tante

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FILM

Meine Tante - Deine Tante.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Meine Tante – Deine Tante
Originaltitel: Meine Tante – Deine Tante
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1939
Laufzeit: 89 min Minuten
Sprache: deutsch
Filmproduktion: Universum-Film AG
Stab
Regie: Carl Boese
Drehbuch: Ralph Arthur Roberts,
Kurt Bortfeldt
Musik: Werner Bochmann
Kamera: Franz Weihmayr
Schnitt: Hildegard Grebner
Besetzung
Darsteller Rolle
Ralph Arthur Roberts Theodor Baron von Bredebosch
Johannes Heesters Peter Larisch
Olly Holzmann Tony Köster
Walter Lieck Apotheker Klein
Ernst Legal Amtmann Henkel
Kate Kühl Doris Köster
Eduard Wenck Dr. Köhler
Walter Ladengast Rudolf Trautmann
Lotte Rausch Frau Trautmann
Valy Arnheim Diener Johann
Leo Peukert Parkwächter Buntschuh
Eva Tinschmann Vermieterin Frau Schnab
Ursula Deinert
Karl Etlinger
Hildegard Fränzel
Harry Hardt
Fred Becker
Wilhelm Bendow
Franz Stein (Schauspieler)

Meine Tante – Deine Tante ist ein deutscher Spielfilm von 1939. Gedreht wurde er vom 12. September bis Oktober 1939 in Blankensee bei Potsdam. Die Uraufführung fand am 28. Dezember 1939 im Tauentzien-Palast in Berlin statt. Die Liedtexte stammen von Bruno Balz.

Handlung

Quelle
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Zwei Leidenschaften spielen im Leben des reichlich schrulligen Baron von Bredebosch eine Rolle: Die begeisterte Schwämerei für klassisch-romantische Musik und seine Abneigung gegenüber dem schöneren Geschlecht. Ja, diese Abneigung war in der Tat zur Leidenschaft geworden, seit es Bredebosch in seinen Jugendtagen erleben mußte, daß ihm die Braut am Tag der geplanten Hochzeit durchgegangen war. Und somit war es denn konsequent, wenn der Baron ein Mitglied seines Kammerquintettes, dem er selbst als Soloflötist vorstand, in dem Augenblick ungnädig verabschiedete, als dessen bisher geheimgehaltene Verheiratung offenbar wurde ... Allerdings war damit das Quintett seines ersten Geigers beraubt und des vorgesehene Konzert anläßlich der kommenden 300-Jahrfeier des nahen Städtchens in Frage gestellt. Da erinnert sich Bredebosch seines Neffen, des jungen Peter Lariech, der in der Hauptstadt Musik studiert und ohne Zweifel als guter Violinist dem Quinett bestimmt aus der Verlegenheit helfen wird. Doch als der Baron Peter aufsucht, erlebt er eine große Enttäuschung. Erstens einmal war Peter, der Mißratene, im hohen Bogen vom Konservatorium geflogen, zweitens pfiff er auf die Geige und hatte sich dem Saxophon verschworen, drittens brütete er eine Sorte Schlager aus, in denen er beispielsweise die Frage nach jener schönen Frau aufwarf, die er angeblich um Mitternacht am Lido geküßt hatte ... und viertens – und das war das Schlimmste! – war er mit einer gewissen jungen Dame so gut wie verlobt und hatte die Absicht, sie zu heiraten.

Das gab Bredebosch den Rest. Zornbebend und verknurrt reiste er wieder ab, nicht ohne dem Neffen die furchbarsten Folgen seines Tuns in Aussicht zu stellen. – Nun, so erschüttert war nun Peter wieder nicht, wenn er allerdings auch mit seinen Plänen bei seiner Frau Schwiegermama auf keine Gegenliebe stieß. Nun beratschlagt er mit Tony, seiner reizenden Braut, die mit ihm zusammen Musik studiert hatte, wie man sich aus dieser verfahrenen Situation wieder herauslavieren könnte. Komisch übrigens. Als er seinem Onkel den Namen Tony Küster nannte, war dieser förmlich zusammengezuckt – genau so wie Tonys Mama, als er dieser erzählte, daß er der Neffe eines Baron Bredebosch wäre ... Ja, aber was nun? Tony entwickelt einen ganz und gar verwegenen Plan. Der Frauenfeindschaft des Barons eingedenk, will sie diesen als wandernder und fiedelnder Zigeunerbube aufsuchen und, wenn irgend möglich, so oder so umstimmen – ist sie erst einmal da, wird sich schon ein Weg finden lassen. Und Peter soll der Frau Mama inzwischen beweisen, daß er ein ganzer Kerl und nicht der Windhund ist, für den sie ihn hält. – Schon ein paar Tage darauf werden die Musikproben in Bredeboschs Schlößchen unter Mitwirkung eines unbekannten, aber hochbegabten Zigeunerjungen wieder aufgenommen ... aus der Tony war „ein Toni“ geworden ... Nur der alte, gescheite Amtmann Henkel ist etwas mißtrauisch gegenüber Bredeboschs „Entdeckung“ ... gar nicht zu reden vom Parkwächter Buntschuh, der in Toni, einen Straßenräuber, wenn nichts Schlimmeres, sieht. Und tatsächlich muß Tony nach der restlosen Eroberung des barönlichen Herzens, aber auch nach verworrenen, tragikomischen und peinlichen Abenteuern Farbe bekennen. Doch, siehe da – „der alte Uhu“ ist über die Enthüllung ihres wahren Geschlechtes nicht einmal so böse, im Gegenteil, als er in ihr ein so scharmantes Mädel erkennt, macht er direkt eine heilsame Wandlung durch, er verjüngt sich förmlich! Tony verwirrt diese Wandlung Bredeboschs, die sich zu ausgesprochenen Huldigungen für sie steigert, andererseits macht ihr das alles einen Riesenspaß, als sie nervlich ihren inzwischen auch auf dem Schloß eingetroffenen Peter in allen Stadien der Eifersucht zappeln sieht. Und da sie ein gescheites, kleines Frauenzimmerchen ist, das längst erkannt hat, daß niemand anders als ihre eigene Mutter die seinerzeitige und jählings durchgebrannte Braut des Barons war, weiß sie, daß diese jetzt auf dem Schauplatz zu erscheinen hat! Sonst glaubt der gute Peter wirklich, sie hätte den Ehrgeiz, seine – Tante zu werden. – Die 300-Jahrfeier der Stadt nimmt dank Bredeboschs großzügigen Arrangements einen sehr gelungenen Verlauf. Das Kammerkonzert des Quintetts, mit der blendend ausschauenden und wundervoll spielenden Tony, wird ein großer Erfolg. „Jetzt oder nie“ murmelt Bredebosch, von der allgemeinen Festfreude beflügelt, und wappnet sich mit der Entschlossenheit des Mannes, der seine Erkorene mutvoll erobern will ... War Tony nicht in dem grünen Salon? Richtig, da sitzt sie in dem großen Ahnenstuhl, der zwar ihre Gestalt seinen Blicken verbirgt, aber auf der Lehne liegt ihre kleine, zarte Hand, mit dem herrlichen Armband geschmückt, das er ihr schon vorher angelegt hatte. Zögernd und stammelnd beginnt er seine Werbung – da erhebt sich die ihm bisher verborgen gebliebene Gestalt aus dem Stuhl, hinter dem er stand und – alle seine Jugendträume kehren zurück ... vor ihm steht Doris Köster, seine einstige Braut! Mit sinnendem Lächeln findet er sich wieder zurück in die Wirklichkeit und – wiederholt seinen Antrag ... Unten im Saal aber schweben Tony und Peter im Walzer dahin und flüstern sich tausend süße Geheimnisse ins Ohr ...


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