Metaxas-Linie

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Die griechische Landesbefestigung im_Jahre 1940

Die Metaxas-Linie, benannt nach dem neugriechischen Politiker Ioannis Metaxas, war ein festungsartig ausgebauter und stark bewachter griechischer Bunkerwall von 200 Kilometern Länge entlang der Grenze zu Bulgarien. Beginnend im Belesgebirge, erstreckte sich die Metaxas-Linie nach Osten den Nestos entlang bis zur Mündung. Ab 1935 wurde in West-Thracien und Ost-Mazedonien mit dem Ausbau der Festungslinie, welche gegen das mit dem Deutschen Reich verbündete Bulgarien gerichtet war, begonnen.[1]

Geschichte

Zweiter Weltkrieg

Kampf um die Metaxas Linie.jpg

Im Zweiten Weltkrieg gelang es während des Balkanfeldzugs 1941 Gebirgsjäger der deutschen 5. Gebirgs-Division unter Generalmajor Julius Ringel und Infanterie trotz starken Widerstandes, den Sperr-Riegel zu durchbrechen und den Gegner niederzukämpfen.

Nach der Kapitulation der griechischen Festungen an der Metaxas-Linie ehrten deutsche Kommandeure die Besatzungen, indem sie diese an einer Ehrenkompanie vorbei abmarschieren oder den Festungskommandanten bewaffnet die Front eines deutschen Ehrenbataillons abschreiten ließen. Währenddessen wehte die griechische Flagge. Die deutsche Flagge wurde erst gehißt, nachdem die Griechen abgezogen waren.

Das griechische Heer würdigte in seiner offiziellen Geschichtsschreibung dieses ehrenhafte Verhalten der deutschen Wehrmacht.[2]

Hermann Göring sagte zu den zwingenden Gründen der Eroberung später vor dem Nürnberger Tribunal:

Ich habe eben die ganz besondere Situation geschildert, in welcher sich die Deutsche Wehrmacht bei Ausbruch dieses Krieges befand, und welche Aufgaben sie lösen mußte, das hatte mit einer ungeheuren Schnelligkeit und mit einem ebenso großen zu erstrebenden Effekt zu geschehen, um noch rechtzeitig ihre ursprüngliche Aufgabe, die Durchstoßung – ich weiß jetzt nicht mehr den Namen – der Metaxas-Linie in Nordgriechenland vorzunehmen, bevor englische Truppen, die bereits bei Athen gelandet waren, zur Unterstützung der griechischen Besatzungen an der Metaxas-Linie kommen konnten. Es mußte also einerseits ein erheblich kleinerer Teil der deutschen Streitkräfte auf dieser Linie eindringen und der andere Teil, der vorgesehen war, sich auf die jugoslawische Armee werfen und ebenfalls hier mit an sich unzulänglichen Kräften in kürzester Frist – das war Voraussetzung für das ganze Gelingen – diese Armee ausschalten. Sonst konnte es nicht nur eintreten, daß mit völliger Sicherheit die Vernichtung der italienischen Armee vor sich ging, sondern daß auch die so geteilte deutsche Armee, mit Teilkräften in Jugoslawien vordringend – die bulgarische Unterstützung kam erheblich später –, mit anderen Teilkräften rechtzeitig die starke Metaxas-Linie forcierend, um den englischen Aufmarsch dort zu verhindern, selbst in ihrer Teilung in eine ungeheuer schwere und kritische und vielleicht verhängnisvolle militärische Lage kommen konnte. Die Luftwaffe war daher in diesem Teile mit dem größten Nachdruck einzusetzen, um zu erreichen, daß das jugoslawische Unternehmen eines Aufmarsches gegen Deutschland und seinen Bundesgenossen raschestens zum Stillstand kam.[3]

Literatur

  • Ernst Erich Strassl: Durchbruch durch die Metaxas-Linie, 1942
  • Erich Scharf: Wir durchbrechen die Metaxaslinie. Erlebnisberichte eines Infanterie-Regiments, 1942
  • Der Landser Nr. 1875: Sturm auf die Metaxas-Linie
  • Kurt Grasser: Die Metaxas - Linie. Die griechische Landesbefestigung (Kurzeinführung)

Verweise


Fußnoten

  1. Griechenland, Festungsbauten.de
  2. Franz Uhle-Wettler: Der Krieg, Hamburg, Berlin, Bonn 2001, S. 104 f. gemäß: MGFA: Deutschland im Zweiten Weltkrieg III, Stuttgart 1984, S. 471 f.; K. Olshausen, Zwischenspiel auf dem Balkan – Die deutsche Politik gegenüber Jugoslawien und Griechenland von März bis Juli 1941, Stuttgart 1973, S. 129 f.
  3. Nürnberger Tribunal, Zweiundachtzigster Tag. Freitag, 15. März 1946, Vormittagssitzung