Militärinterventionen der VSA in Amerika

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VS-Militärinterventionen in Amerika stellen militärische Interventionen der Vereinigten Staaten auf dem amerikanischen Kontinent dar. Die folgende Auflistung stellt eine unvollständige Auswahl dar.

19. Jahrhundert

  • 1822: Erst zwölf Jahre nach dem „Grito de la Independencia“ (Ruf nach der Unabhängigkeit) in Caracas, Mexiko und Buenos Aires im Jahre 1810 erkennen die VSA das Recht auf Unabhängigkeit der Länder südlich des Río Bravo an.
  • 1826: Die VSA üben Druck auf Simón Bolívars „Kongreß von Panama“ aus, den Unabhängigkeitskampf nicht auf Kuba und Puerto Rico auszuweiten, die sie als ihr Einflußgebiet ansehen.
  • 1831: Unter französischer Flagge segelnd überfällt das Kriegsschiff Lexington die Malvineninseln und die VSA okkupieren die argentinischen Inseln. Hundertfünfzig Jahre später unterstützen sie die Briten im britisch-argentinischen „Falkland“-Krieg im Jahre 1982.
  • 1855: Erste Invasion in Nicaragua, der weitere in den Jahren 1909, 1912 und 1926 folgen und die mit der Einsetzung der Somoza-Dynastie vorerst enden.
  • 1889: Einberufung der Washingtoner Konferenz der Amerikanischen Nationen, deren Ziele eine einheitliche Währung, Zollunion, Zentralbank und der Bau einer panamerikanischen Eisenbahnstrecke sind, was jedoch nicht erreicht wurde.
  • 1896: und 1899 VS-Invasionen in Corinto und Bluefields (Atlantikküste Nicaraguas), um eine eingeleitete Staatengemeinschaft zwischen Honduras, Nicaragua und El Salvador zu unterbinden.
  • 1898: Einmischung in den kubanischen Befreiungskampf gegen die spanische Kolonisation, als Spanien nahezu besiegt war. Mit dem „Platt-Amendment“ von 1901 wird Kuba dem VS-Einfluß unterworfen; die eingesetzte Marionettenregierung verpachtet die Bucht von Guantánamo auf unbestimmte Zeit an das VS-Militär.
  • Spanien tritt seinen Einfluß auf Puerto Rico an die VSA ab, welche es bis zum heutigen Tage aufrecht erhalten. Es gibt Bestrebungen daraus den 51. VS-Staat zu machen.

20. Jahrhundert

  • 1903: Die VSA unterstützen während des „1000-Tage-Krieges“ in Kolumbien eine Separatistenbewegung in der Provinz Panama und im Gegenzug für ihren militärischen Eingriff bekommen sie die Zusicherung, durch das Gebiet den Panama-Kanal bauen zu dürfen.
  • 1906: Neuerliche VS-Invasionen auf Kuba
  • 1912: Weitere VS-Invasionen auf Kuba
  • 1915: VS-Marines überfallen Haiti und stehlen aus der Nationalbank Haitis 500.000 Dollar; das Geld wird der City Bank übergeben. Die Truppen bleiben bis 1934, als die politische Situation in ihrem Sinne gefestigt war. Das VS-installierte Duvalier-Regime herrschte diktatorisch zwischen 1957 und 1986 über die Insel.
  • 1916: VS-Invasion in der Dominikanischen Republik, deren militärischer Chef bis 1924 Legislative, Judikative und Exekutive des Landes übernimmt. Bis 1955 ist der „Schakal der Karibik“, Leonidas Trujillo, Präsident des Landes. Über Trujillo prägte Roosevelt den berühmten Satz „Er mag ein Hurensohn sein, aber es ist unser Hurensohn“, nachdem der Diktator gerade zehntausend Oppositionelle hatte umbringen lassen.
  • 1921: Costa Rica und Panama werden in den „Valle del Coto“-Krieg gehetzt um den Staatenbund Costa Ricas mit Nicaragua, Guatemala, El Salvador und Honduras zu zerstören.
  • 1927: Einmarsch von Marines in Nicaragua um den Putschisten Chamorro zu stützen; die Rebellen um Augusto Sandino vertreiben die Besatzer 1932.
  • 1946: In Bolivien organisiert der VS-Geheimdienst den Sturz und die Ermordung des Präsidenten Gualberto Villaroel um die Macht wieder der Oligarchie zu übergeben.
  • 1948: Gründung der Organisation der Amerikanischen Staaten als Element gegen den Einfluss der Sowjetunion. Die OAS, aus der Cuba später ausgeschlossen wurde, wurde zur politischen Unterstützung der Invasionen in Guatemala, Cuba und der Dominikanischen Republik benutzt.
  • 1950: Der Versuch einer nationalen Unabhängigkeit Puerto Ricos wird durch VS-Truppen niedergeschlagen.
  • 1954: Der CIA organisiert eine Söldnerinvasion gegen Guatemalas Präsidenten Jacobo Arbenz, der den Grundbesitz der VS-Firma „United Fruit Company“ verstaatlichen wollte. 49 Jahre später, im Mai 2003, geben die VSA diese Machenschaften offiziell zu, die mindestens 140.000 Tote fordern.
  • 1954: Eine maßgeblich von den VSA durchgeführte Verschwörung treibt den brasilianischen Präsidenten Getulio Vargas in den Freitod.
  • 1955: Gemeinsam mit Großbritannien wird der argentinische Präsident Juan Domingo Perón gestürzt, was den Startschuss zur Entstaatlichung weiter Teile der argentinischen Industrie und deren Übernahme durch VS-Kapital bedeutet.
  • 1960: Im März organisieren CIA-Leute den Bombenanschlag auf das französische Frachtschiff „Coubre“ im Hafen von Havanna, bei dem 81 Menschen getötet werden.
  • 1961: Die Invasion in der Schweinebucht durch exilkubanische Söldner, die in den VSA ausgebildet und ausgerüstet wurden, wird durch die Bombardierung der kubanischen Luftabwehr durch VS-Flugzeuge vorbereitet. Nach der Zurückschlagung der Invasion gehen die VSA zur Blockade Cubas über, die bis heute andauert.
  • 1964: Mit Hilfe von brasilianischen Militärs führt die CIA einen Putsch gegen den brasilianischen Präsidenten João Goulart durch, nachdem dieser eine VS-Firma verstaatlichte; die Militärs übernehmen die Macht.
  • 1965: Neuerliche Invasion mit 45.000 Mann gegen die Dominikanische Republik, als eine revolutionäre Erhebung gegen die Diktatur, die zwei Jahre zuvor Präsident Juan Bosch entmachtet hatte, kurz vor dem Sieg stand. Die eingesetzte Marionettenregierung unter Joaquín Balaguer hält sich bis 1996.
  • 1967: Die bolivianische Armee wird bei ihrem Kampf gegen die Guerilla durch die CIA angeleitet.
  • 1972: In Honduras unterstützt die VS-Regierung einen Militärputsch, sowie zwei weitere 1975 und 1978.
  • 1973: Der von der CIA organisierte Putsch gegen die chilenische Regierung führt das Land in eine siebzehnjährige Diktatur, der 3.000 Menschen zum Opfer fallen.
  • 1975: Staatsstreich gegen den peruanischen Präsidenten Juan Velasco Alvarado mit dem Ziel, Wirtschaftsentscheidungen wieder unter die Ägide des Internationalen Währungsfonds zu bringen.
  • 1976: Der Militärputsch in Argentinien, der Jorge Videla an die Macht bringt und 30.000 Menschen das Leben kostet, wird von der CIA angeleitet.
  • 1981: Der seit 1970 auf einer geheimen und später vom VS-Kongress veröffentlichten Mordliste des CIA stehende panamaische General Omar Torrijos stirbt 1981 bei einem ungeklärten Hubschrauberabsturz.
  • ab 1981: Finanzierung und Ausrüstung der Contra und Todesschwadronen des ehemaligen nicaraguanischen Diktators Somoza mit dem Ziel des Sturzes oder wenigstens der Destabilisierung der sandinistischen Regierung.
  • ab 1981: Bis 1992 unterstützen die VSA die von ihnen eingesetzten Regierungen El Salvadors bei Mordaktionen gegen Oppositionelle und die FMLN.
  • 1982: Die VS-Militärs unterstützen die britischen Truppen im Krieg gegen Argentinien mit ihrer Militärbasis auf der Insel Ascensión und durch Satelliten, Waffen und Treibstoff.
  • 1983: Direkte Invasion von VS-Truppen gegen die Antilleninsel Grenada.
  • 1989: Der VS-Invasion in Panama fallen dreitausend Zivilisten und Soldaten zum Opfer. Offizieller Grund war die Ergreifung des ehemals mit den VSA befreundeten General Noriega, der zuvor die Kokaingeschäfte der CIA mit dem Kartell von Medellín organisiert hatte.
  • 1991: In Haiti wird mit einem CIA-gesteuerten Militärputsch der gewählte Präsident Aristide gestürzt.
  • 1995: Wieder greifen die VSA in Haiti ein, dieses Mal unter dem Vorwand, die Demokratie wiederherzustellen.

21. Jahrhundert

  • 2000: Der VS-Kongreß beschließt, 1,7 Milliarden VS-Dollar für den Plan Colombia bereitzustellen, obwohl die Regierung des Landes nachweislich mit paramilitärischen Todesschwadronen zusammenarbeitet, deren Aktionen jährlich etwa dreitausend Menschen zum Opfer fallen.
  • 2002: CIA-Unterstützung der rechten Putschisten in Venezuela, die Präsident Hugo Chávez für einen Tag stürzen und dabei 70 Menschen ermorden, bevor sie ein Volksaufstand zurückschlägt.
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