National-Zeitung (München)

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Deutsche Soldaten Zeitung, Oktober 1960

Die National-Zeitung (NZ) ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung mit Sitz in München. Sie erscheint in der Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH (DSZ-Verlag) Gerhard Freys. 1999 ging die bis dahin selbständige, in Inhalt und Aufmachung jedoch ähnliche Deutsche Wochen-Zeitung (DWZ) in der National-Zeitung auf.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Bericht über die Rammjäger der Luftwaffe, u. a. Gespräch mit Generalleutnant a. D. Adolf Galland
Das Aussehen der Zeitung nach der Neugestaltung 2008

Die National-Zeitung wird im DSZ-Verlag von dessen Eigentümer Gerhard Frey, dem Vorsitzenden der DVU, herausgegeben. Die durch Presse-Grosso vertriebene Zeitung erreichte 2006 eine geschätzte wöchentliche Gesamtauflage von 44.000 Exemplaren pro Ausgabe. Zum Vergleich hatte sie 1976 eine durchschnittliche wöchentliche Auflage von 106.000 Exemplaren auf dem wesentlich kleineren westdeutschen Zeitungsmarkt.

Dem DSZ-Verlag ist die „Freiheitliche Buch- und Zeitschriftenverlags GmbH“ (FZ-Verlag) mit einem Buch- und Reisedienst angegliedert, als deren Geschäftsführerin Freys Ehefrau fungiert. Frey verfügt damit über das größte politisch rechts der CSU stehende Medienkonglomerat in Deutschland. Über die Zeitung werden diese Produkte, wie Medaillen, deren Motive vom ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD) bis zum Luftwaffen-Pilot Hans-Ulrich Rudel reichen, Bücher aus den eigenen Verlagen oder antiquarische Bücher, beworben und vertrieben.

Obwohl die Zeitung formal unabhängig ist, kann man sie aufgrund der beherrschenden Stellung Freys und des Fehlens einer originären Parteizeitung der DVU quasi als das Zentralorgan der Partei DVU betrachten, obwohl sie auch über die Partei hinaus eine große Wirkung im politischen Spektrum rechts der Unionsparteien ausübt, da es die in Deutschland am weitesten verbreitete Zeitung dieser politischen Richtung ist.

Geschichte

Titelseite

Die DNZ kam zuerst 1951 unter dem Titel Deutsche Soldaten-Zeitung (DSZ) heraus, die neben ehemaligen Wehrmachtssoldaten auch von ehemaligen Soldaten der Waffen-SS wie Joachim Ruoff gegründet worden war. Die DNZ wurde anfangs als antikommunistische Zeitung für Kriegsveteranen von der VS-amerikanischen Verwaltung und dann 1953/54 vom Bundespresse- und Informationsamte finanziell unterstützt und gefördert. Zu den Autoren gehörte auch der britische Militärhistoriker Liddell Hart.

1958 wurde das Blatt zu 50 Prozent von Gerhard Frey erworben. Gleichzeitig gründet dieser die Deutsche Soldaten-Zeitungs-Verlags GmbH. Nachdem er 1960 die restlichen Anteile gekauft hatte, änderte er den Namen in Deutsche Soldaten-Zeitung und National-Zeitung und änderte die Erscheinungsweise von bisher monatlich auf wöchentlich. 1963 nannte er sie abermals um, sie erschien nun unter dem Namen Deutsche National-Zeitung. Im selben Jahre erwarb Frey die Vertriebenenblätter Schlesische Rundschau und Der Sudetendeutsche und gliederte deren Inhalte ebenfalls in die DNZ ein.

„Rund 60 000 Deutschen schlug das soldatische Herz im Leibe höher: Deutschland hat wieder eine ‚Deutsche National-Zeitung‘. Auf diesen Namen wurde zu Beginn dieses Jahres die bisherige ‚Deutsche Soldaten-Zeitung und National-Zeitung‘ umgetauft. Herausgeber Dr. rer. pol. Gerhard Frey aus Cham in der Oberpfalz will das Blatt für ‚Ehre, Recht und Freiheit - europäische Sicherheit und Kameradschaft‘ in ein ‚Sprachrohr der Mehrheit unseres Volkes‘ verwandeln. Im Kopf der Zeitung wird weiterhin das Eiserne Kreuz des deutschen Soldaten schimmern, wie ein Programm. Der Anfang zu der geplanten Expansion ist bereits gemacht: Im Januar erschien die ‚Schlesische Rundschau‘, die bis dahin selbständig im Münchner Klinger-Verlag herausgegeben wurde, erstmals als Landesausgabe von Freys ‚National-Zeitung‘. Der kämpferische Geist der ‚Deutschen Soldaten-Zeitung‘ von einst soll dagegen auch unter neuem Namen weiterleben.“DER SPIEGEL, 13. März 1963 (11/1963)

Die Deutsche Wochen-Zeitung war seit 1964 eines der Parteiblätter der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands und widmete sich vorrangig geschichtsrevisionistischen Themen. 1986 kaufte Frey auch diese auf, von Waldemar Schütz, und benannte sie in Deutsche Wochen-Zeitung – Deutscher Anzeiger um. In Inhalt und Aufmachung glich sie fortan weitgehend der DNZ.

1969 wurde von dem damaligen Bundesinnenminister Ernst Benda beim Bundesverfassungsgericht ein Antrag nach Artikel 18 Grundgesetz – das „Verwirken der Pressefreiheit“(!) aufgrund angeblichen „Mißbrauches“ – gestellt. 1974 wurde dieser demokratiefeindliche Antrag jedoch vom Bundesverfassungsgerichte abgelehnt.

1979 betrug die Druckauflage 120.000 Exemplare.

Mit der Ausgabe 36 vom 3. September 1999 wurden die Deutsche National-Zeitung und die Deutsche Wochen-Zeitung – Deutscher Anzeiger zur National Zeitung verschmolzen.

Seit Ausgabe Nr. 43/2008 erscheint die Zeitung in einer komplett neuen Aufmachung.

Inhalt

Die NZ erscheint auf zwanzig Seiten im Zeitungsformate; bis zur Neugestaltung 2008 war sie im Stil des Boulevardjournalismus aufgemacht; die Überschriften waren in einem emotionalisierenden und populistischen Stil verfaßt, der Schreibstil stellenweise vergleichbar mit dem der BILD-Zeitung. Viele Artikel der Zeitung münden in Werbung für einschlägige Bücher aus den Verlagen von Gerhard Frey, die als weiterführende, das angeschnittene Thema vertiefende Literatur empfohlen werden. Dabei handelt es sich zum Teil um Sammlungen früherer Berichte der National-Zeitung in Buchform, die auf diese Art ein weiteres Mal vermarktet werden.

In der Agitation der National-Zeitung nimmt das Thema „Ausländer in Deutschland“ einen breiten Raum ein, wobei die Zeitung sich zunehmend um einen differenzierten Standpunkt bemüht. Seit einiger Zeit finden Umwelt- und Verbraucherschutzthemen mehr Berücksichtigung, wofür beispielsweise Beiträge zu „dem“ Klimawandel und konzernkritische Artikel stehen. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt sind Beiträge zur deutschen Vergangenheit unter dem Nationalsozialismus die nicht der BRD-typischen absoluten Verteufelung folgen, wobei besonders der Diffamierung der Wehrmacht begegnet wird. Linke und Hyperdemokraten unterstellen dem Blatt Ressentiments gegen Juden und angebliche Angriffe auf den „demokratischen Rechtsstaat und seine Repräsentanten“. Die Bekenntnisse Freys zum freiheitlichen Rechtsstaat sind so häufig, daß ihm von ganz rechtsaußen vorgeworfen wird, er sei ein „typischer BRD-Verfassungspatriot“.

Nach der von der National-Zeitung vehement zurückgewiesenen Auffassung des Bundesverfassungsschutzes werden tagespolitische Themen und Ereignisse verzerrt dargestellt und instrumentalisiert. Zu den Hauptthemen der beiden weitgehend identischen Zeitungen bzw. ihres Nachfolgers gehörten und gehören die Kriegsschuldfrage, der „Geschichtsrevisionismus“, der Revanchismus und die Glorifizierung des deutschen Soldatentums. Weiterhin werden einzelne Repräsentanten und Institutionen in der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert und deren „wirkliche“ Größe und Leistung der verfälschenden Geschichtsschreibung entgegengesetzt. Während die Zeitung den Nationalsozialismus in demonstrativ scharfer Form geißelt, werden einzelne Vertreter des Nationalsozialismus als Idealisten und Patrioten gewürdigt. Dies gilt vor allem für Rudolf Heß. Zu den in jüngerer Zeit am häufigsten behandelten Themen gehörten die Wehrmachtsausstellung, der Fall Michel Friedman und die Visa-Affäre um Joschka Fischer.

In den 1980er und 1990er Jahren hat die Ablehnung der Europäischen Gemeinschaft bzw. ihre anstehende Osterweiterung (Hauptthema: Türkei) stark an Bedeutung gewonnen. Das Thema Ausländer in Deutschland wurde häufig mit Blick auf Kriminalität und Asylbetrug behandelt und auf die Gefahren der Überfremdung der Deutschen hingewiesen. Auch über die Anschläge vom 11. September 2001 wurden aufklärerische Artikel veröffentlicht und Bücher – zum Beispiel „Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste“ von Andreas von Bülow – beworben.

Neugestaltung 2008

Seit der Ausgabe vom 17. Oktober 2008 erscheint die National-Zeitung nicht nur mit einem völlig neuen Erscheinungsbild, sondern zudem mit vier Seiten mehr Umfang. Das bedeutet auch inhaltliche Neuerungen, mehr Themen, mehr Tiefe. Dabei wurden die Wünsche einer Leserumfrage berücksichtigt. Der „neue Anstrich“ der National-Zeitung ist also aus den Vorstellungen der eigenen Leserschaft erwachsen. Die Zeitung erscheint aber weiterhin in neuer Rechtschreibung.

Bekannte Autoren

Eine wöchentliche Kolumne schreibt Gerard Menuhin (J), der Sohn des Violinisten Yehudi Menuhin (J). Die übrigen Artikel stammen zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von Gerhard Frey selbst, sind aber oftmals namentlich nicht gekennzeichnet. Zu dem Autorenstamm gehörten weiterhin:

Verweise

Filmbeitrag

Peter Dehoust würdigt die „National-Zeitung“ in einer kurzen Ansprache auf dem 50. Jahreskongreß der GFP:

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