Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund

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Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund
1935-1945
Leiter Walter Schulze
Gustav Adolf Scheel

Der Nationalsozialistische Deutsche Dozentenbund (NSDDB) war ab 1935 Gliederung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

Errichtet wurde er auf Grund einer Anordnung des Führer-Stellvertreters Rudolf Heß um die Hochschullehrer, die der NSDAP angehörten, in einer Organisation zusammenzufassen. Seine Aufgabe war die nationalsozialistische Ausrichtung des Hochschulwesens und der gesamten Hochschullehrerschaft. Die Verbannung jüdischer Wissenschaftler von deutschen Universitäten wurde maßgeblich von den Aktivisten des Dozentenbundes vorangetrieben. 1938 gehörte etwa ein Viertel der deutschen Hochschullehrerschaft dem Dozentenbund an. Vor allem in den geisteswissenschaftlichen Fakultäten war der Anteil der Dozentenbundmitglieder relativ hoch.

Reichsdozentenführer war vom Entstehen der Institution bis Juni 1944 der Chirurg Walter Schultze. Wegen Verfehlungen zu Ungunsten eines Parteigenossen wurde er 1944 durch das NS-Parteigericht seines Amtes enthoben und durch Reichsstudentenführer Gustav Adolf Scheel ersetzt. Scheel war ebenfalls Mediziner.

Schultze machte nach Amtsantritt 1935 deutlich, in welcher Hinsicht er sein Amt zu führen beabsichtigte. Zunächst ließ er alle Parteigenossen unter den Hochschullehrern erfassen. Für leitende Positionen, gab er allerdings zu erkennen, genüge das Parteiabzeichen am Revers alleine nicht, dazu müsse man auch imstande sein, „Opposition an die Wand zu drücken“. Neben der parteilichen Gesinnung, dem erkennbaren Willen und der Befähigung, die Jugend im nationalsozialistischen Geist zu erziehen, sollte vor allem dieRassenfrag ein maßgeblicher Faktor im Hochschulwesen werden. Am 23. November 1941 erklärte Schultze bei seiner Einweihungsrede für die „NS-Kampfuniversität“ Straßburg das Ausmerzen alles „Undeutschen“ aus der „Gedankenwelt unseres Volkes“ zur Zielsetzung der Hochschule.

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