Neisse (Ort)

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Neisse

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Oberschlesien
Landkreis: Neisse
Provinz: Oberschlesien
Einwohner (2010): 46.168
Koordinaten: 50° 29′ N, 17° 20′ O
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Neisse befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Neisse ist eine deutsche Stadt mit etwa 46.000 Einwohnern in Schlesien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bis zum Ende der habsburgischen Herrschaft in Schlesien im Jahre 1740 bildete Neisse die Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums. Die Stadt befand sich im Besitz der Fürstbischöfe von Breslau, die hier auch ihre Residenz hatten.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt dreimal besetzt; zunächst 1621 vom Markgrafen Johann Georg, 1632 von den Sachsen und 1642 von den Schweden unter Torstensson.

Im ersten Schlesischen Krieg wurde die Stadt 1741 von den Preußen belagert. Trotz Beschuss vom 13. bis 21. Januar konnte die Stadt nicht erobert werden. Sie fiel erst am 1. November durch Kapitulation. Anschließend bauten die Preußen die Festung Fort Preußen und gründeten die nach Friedrich dem Großen benannte Friedrichsstadt auf dem linken Ufer gegenüber der Altstadt. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt 1758 erneut belagert, diesmal von den Österreichern unter General Graf Harsch. Doch der preußische General Joachim Christian von Tresckow hielt die Festung, bis am 5. November Entsatz kam.

Preußische Festung

Während der napoleonischen Kriege wurde die Festung von 23. Februar bis zum 16. Juni 1807 belagert. Die Festung konnte unter dem Kommando des Festungskommadanten Eugen von Raumer erfolgreich gehalten werden. Danach kapitulierte die französische Besatzung von General Vandamme. Raumer blieb daraufhin noch bis 1815 Kommandant von Neiße.

Zweiter Weltkrieg

Von 1911 bis 1945 war die überwiegend katholisch geprägte Stadt ein selbständiger Stadtkreis in der Provinz Oberschlesien. Dementsprechend war die Zentrumspartei bei den Reichstagswahlen bis 1933 auch stärkste Partei im Stadtkreis Neisse. In den 1930er Jahren erfolgte eine Änderung der amtlichen Schreibweise des Stadtnamens von „Neiße“ in „Neisse“.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Neisse von sowjetischen Truppen erobert, sie legten die bis dahin gut erhaltene Altstadt mit ihrer Vielzahl an Kirchen und Bürgerhäusern der Renaissance und des Barock, derentwegen Neisse den Beinamen „Schlesisches Rom“ erhalten hatte, in Schutt und Asche.

Bekannte, in Neisse geborene Personen


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