Neubaufahrzeug

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Krupp-Prototyp in Oslo

Der Panzerkampfwagen Neubaufahrzeug war ein deutscher Panzertyp, der in den Jahren 1934/35 im Deutschen Reich unter Umgehung der Auflagen des Versailler Friedensdiktats gebaut wurde. Der Name diente der Verschleierung des Rüstungsprojekts.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Das Neubaufahrzeug (Nbfz.) wurde bereits im Jahre 1933 entwickelt. Damit folgten die deutschen Ingenieure und Konstrukteure dem Beispiel des französischen Char du Rupture, des britischen Independence oder des russischen T-35. Das Nbfz. erhielt drei Türme. Davon waren zwei modifizierte Türme des Panzers I mit je einem MG, und der dritte Turm enthielt eine 37-mm-KwK über einer 75-mm-KwK (Krupp-Prototyp) oder neben einer Haubitze 105 mm (Rheinmetall-Prototyp).

Einsatz

Die drei Exemplare mit Krupp-Turm waren 1940 bei dem Unternehmen „Weserübung“ in Norwegen im Einsatz („Panzerzug Horstmann“); dieser belief sich hauptsächlich auf fotogenes Paradieren in Oslo, um den Alliierten die Existenz deutscher schwerer Panzer vorzutäuschen. Einer wurde am 17. April nach seinem Festfahren während eines Angriffs auf britische Truppen bei Andalsnes aufgegeben und gesprengt. Ein weiteres Exemplar wurde bei einem Angriff auf britische Stellungen bei Kvam am 25. April beschädigt. Seine weitere Geschichte ist unbekannt; offenbar wurde das gesprengte Fahrzeug am 16. Mai durch eines der Rheinmetall-Modelle ersetzt. Möglicherweise wurden die beiden anderen Exemplare 1941 zur Teilnahme am Unternehmen „Barbarossa“ nach Finnland verlegt und zumindest eines am 28. oder 29. Juni bei Dubno (oder später in der Nähe der rumänischen Grenze) zerstört. Die beiden Exemplare mit Rheinmetall-Turm wurden auf dem Truppenübungsplatz Putlos zu Ausbildungszwecken eingesetzt; Pläne von 1937 zum Umbau in „Nebelpanzer“ mit 105-mm-Rauchgranatengeschütz wurden nicht realisiert.

Technische Daten

Rheinmetall Prototyp
  • Gewicht: 23,41 t
  • Länge/Breite/Höhe: 6,65 m / 2,90 m / 2,90 m
  • Bodenfreiheit: 45 cm
  • Motor: BMW-6-Zylinder-Flugmotor, später durch Maybach HL108 ersetzt mit 290 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h auf Straße
  • Tankinhalt: 457 l
  • Fahrbereich: 120 km auf Straße
  • Bewaffnung:
  • 1 x 75mm KwK L/23.5 (L/24) 80 Schuss oder 1 Haubitze 105 mm 75 Schuß
  • 1 x 37mm KwK L/46.5 (L/45) 50 Schuß
  • 3 x 7.92mm MG13/34 6.000 Schuß
  • Panzerung
  • Front: 20 mm
  • Seiten und Heck: 13 mm
  • ÜDecke: 15 mm
  • Boden: 15 mm
  • Besatzung: Sechs
  • Stückzahl gebaut: 5 (2 Prototypen + 3 Testmuster)

Siehe auch

Verweise

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