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Neue Reichskanzlei

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Am 11. Januar 1938 wurde der Neubau der Neuen Reichskanzlei an der Wilhelm- Ecke Voßstraße beschlossen. Mitte März 1938 konnte Prof. Albert Speer mit dem eigentlichen Neubau beginnen. Am 10. Januar 1939 sollte der Bau von 421 Metern Länge vollendet sein.

Inhaltsverzeichnis

Der Bau

In nur neun Monaten schufen Prof. Speer und sein Stab, Architekten, Künstler, Arbeiter und Handwerker aus ganz Deutschland das Werk, das in klassisch-moderner Form das Deutsche Reich repräsentieren sollte. Er enthielt als gewaltigsten Raum eine 146 m lange Marmorgalerie von 12 m Breite und 9,50 m Höhe. Zum Vergleich: Der Spiegelsaal im Schloß Versailles, Ort des sogenannten Versailler Vertrages, ist "nur" 74 m lang. Die Marmorgalerie der Reichskanzlei war 146 Meter lang und bildete die Verbindung zwischen dem Runden Saal und dem Großen Empfangssaal. Zwischen den Türen, die zu den Arbeitszimmern führten, hingen große Gobelins, je 5.40 m hoch und 10 m breit, des Malers Prof. Werner Peiner. Die hellen Wände bestanden aus Stuckmarmor, die großen Wandleuchter waren aus vergoldeter Bronze. Die Tür zum Arbeitszimmer des Reichskanzlers war sechs Meter hoch, aus Mahagoniholz und deutschem Marmor gebaut. Die mächtige Tür verband das Arbeitszimmer mit der "Langen Halle"

Das Arbeitszimmer des Reichskanzlers war 27 Meter lang und fast 15 Meter breit. Der Raum war fast 10 Meter hoch und war das Zentrum der Reichskanzlei. Die Wände bestanden aus dunkelrotem, ostmärkischen Marmor, die Wandfelder aus dunkelbraunem Ebenholz. Der Fußboden war ebenfalls aus Marmor, die Kassettendecke aus Palisanderholz. 6 Meter hohe Fenstertüren führten links zum Säulenvorbau der Gartenseite. Gegenüber des Schreibtisches hing ein Bismarckbild von Lenbach.

Ab 1943 wurde im Garten der Neuen Reichskanzlei auch der Kanzleibunker angelegt.

Nach der „Befreiung“

1945 wurde die Reichskanzlei durch anglo-amerikanische Terrorbomber schwer beschädigt und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Veranlassung der sowjetischen Besatzungsmacht abgetragen. Die Steine der Reichskanzlei wurden für den Bau des sogenannten sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow zur Verherrlichung der stalinistischen Okkupanten verwendet. Der braunrote Marmor aus der Marmorgalerie fand Verwendung als Wandverkleidung des U-Bahnhofes Mohrenstrasse, dessen Eingang sich direkt neben der ehemaligen Reichskanzlei befindet.

Filmbeitrag

Literatur

  • Albert Speer: Die Neue Reichskanzlei (pdf-Datei, 35 MB) - über den Bau der Neuen Reichskanzlei von Adolf Hitler (1940)

Siehe auch

Literatur

  • Arndt-Verlag, Hg.: Hitlers Neue Reichskanzlei, "Haus des Großdeutschen Reiches" 1938-1945 (Klappentext)
  • Die Verteidigung der Reichskanzlei 1945: Kampfkommandant Mohnke berichtet von Thomas Fischer (2007)
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