Janich, Oliver

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Oliver Janich

Oliver Janich (Lebensrune.png 3. Januar 1973 in München) ist ein deutscher Journalist, Finanzexperte, Buchautor und ehemaliger Politiker. Er gründete im Jahr 2009 die Partei der Vernunft und war bis zum April 2013 ihr Vorsitzender. 2016 nahm er einen Wohnsitz auf den Philippinen an.

Inhaltsverzeichnis

Tätigkeit als Journalist

Janich war nach Banklehre und Studium der Betriebswirtschaftslehre bei Euro am Sonntag und Focus Money unter Vertrag.[1] Als Freier Journalist schrieb Janich unter anderem für die Financial Times Deutschland, Euro, die Süddeutsche Zeitung und für Kopp Online.

In Artikeln und öffentlichen Äußerungen kritisierte Janich die offizielle Theorie zu den Anschlägen am 11. September 2001 in den VSA.[2][3] Auch bestreitet er heutige Theorien zum Klimawandel.[4][5][6] Janich ist ein Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, bezeichnet sich selbst als Anarchist[7] und fordert die Abschaffung des staatlichen Zentralbankmonopols[8] sowie der Europäischen Union. In freimütigen Ansprachen, die er auf Mahnwachen für den Frieden hielt, bezog er radikalliberale Positionen mit anarchistischer Färbung, die der Forderung nach Abschaffung aller Staatlichkeit und Entfernung jeglicher Regierung nahekommen.

Ausrichtung

Janich nimmt eine ausgeprägt individualistische Haltung ein und lehnt Kollektive und kollektive Willensbildung grundsätzlich ab, erst recht Pflichten, die aus der Zugehörigkeit zu gegebenen Kollektiven herrühren. In seinem Anarchismus setzt er umfassend auf das Privatrecht, das heißt auf eine Ordnung, die durchgesetzt werden muß – an sich ein Widerspruch in sich. Er erklärt nicht, wer letztlich die Einhaltung eingegangener privatrechtlicher Vereinbarungen gewährleisten bzw. wie die Umsetzung von Schiedssprüchen im Ernstfall erzwungen werden soll, ohne daß Terror seitens privater Vollstreckungsagenturen entsteht bzw. zur Dauererscheinung wird.

Gemeinschaftsbegriffe wie Rasse, Volk, Nation, Kultur oder Nationalkultur scheinen, nach seinen Veröffentlichungen zu urteilen, für ihn keine – jedenfalls keine werthaltige – Bedeutung zu haben. Sie werden nicht erwähnt, offenbar da sie nach dem privatistischen Weltbild vieler Libertärer wahrer Selbstbestimmung im Wege stehen.

Janich fühlt sich auch noch auf den Philippinen oft von „Nazis“ und ihren Untereinheiten verfolgt und agitiert deshalb unentwegt mit in der Wirkung deutschfeindlichen Nazi-Vergleichen. (Schnappschuß von seinem Netzjournal, 30.6.2017)

Janich lehnt die EU wie auch andere Organisationen der Neuen Weltordnung vehement ab. Den in seinen Augen abgründig bürgerfeindlich-bösartigen Charakter der EU versucht er dabei linksideologisch und in Umerziehermanier damit zu begründen, daß die Pläne für ihre Errichtung nationalsozialistischen Überlegungen entstammten, also sozusagen deutsch seien. Die EU ist für Janich verwerflich, weil im Deutschen Reich Vorstellungen für eine europäische Zusammenarbeit und Einigung nach dem Krieg entwickelt wurden. Der Umstand, daß es nach dem Krieg in den VSA wirkende überstaatliche Finanzeliten waren, die unter langjährigem Einsatz von Geheimdiensten die NWO-Organisation EU tatsächlich und nach ganz eigenen Plänen ins Leben riefen, ist für Janich weniger von Belang. Ihm ist es um die „finstere deutsche Herkunft“ von Vorstellungen und Plänen für ein einiges, friedliches Nachkriegseuropa zu tun. Entsprechende sensationell aufgemachte „Enthüllungen“ dient Janich dem Lesepublikum seines Buches Die Vereinigten Staaten von Europa aus dem Jahr 2014 an.

Janich greift, sofern er etwas als indiskutabel hinstellen oder verteufeln will, routinemäßig zum Nazi-Vergleich: „... wie im Dritten Reich“. Seine Buch- und Netzveröffentlichungen strotzen davon, die deutsche Vergangenheit in ein schlechtes Licht zu rücken.

Partei der Vernunft

Janich gründete 2009 die Partei der Vernunft, nachdem der Vorschlag einer Parteigründung, den er in einer Focus-Money-Kolumne unterbreitete, ein positives Leser-Echo hervorgerufen hatte.[9] Er wurde als Parteivorsitzender gewählt und bestätigt; am 17. April 2013 trat er nach schweren Konflikten und gegen ihn gerichteten Intrigen zurück.[10] In einem Interview mit Alexander Benesch beklagte Janich diese Entwicklung, zumal er als Politiker sehr zurückhaltend stets nur einen Teil der ihm bekannt gewordenen Regierungslügen und Geldbetrugsfakten anspreche. Diese Verlautbarung wirft jedoch die Frage auf, wie es mit einem politischen Diskurs insgesamt bestellt ist, dessen wichtigste Regel bezogen ist auf einen Komplex von Verschweigetechniken, denen sich sogar ausgewiesene publizistische Kritiker still unterwerfen.

Angekündigte Auswanderung

Im Oktober 2015 gab Oliver Janich öffentlich bekannt, daß er in die Philippinen auswandern wolle.[11] Die Zustände in der BRD seien so krisenhaft und zusammenbruchsschwanger, daß er nur jedermann eine systematische Krisenvorsorge empfehlen könne und selbst sein Recht wahrnehme, das Land zu verlassen. Die Philippinen sind ein Staat und Archipel mit 7.107 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Janich beteiligte sich dort an dem inzwischen für ihn gescheiterten Projekt „Liberty Islands“, bei dem es sich um eine libertäre Kolonie von Einheimischen und Neubürgern, die freies Wirtschaften in mittelgroßem Maßstab erproben wollen (und sich natürlich einen sichtbaren Erfolg davon versprechen), handeln soll. Nur Immobilienkäufer können sich beteiligen.

Die Philippinen sind neben Osttimor (Timor-Leste) der einzige asiatische Staat mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. Sie gelten als autoritäre „Demokratie“, das heißt, Wahlfälschungen und politische Morde bestimmen die Regierungsbildung. Wegen der natürlichen Gegebenheiten (Tausende nicht bewohnte und Tausende bewohnte Inseln) sind totalitäre Durchgriffsmöglichkeiten des Staatswesens jedoch tatsächlich begrenzt.

Im Hinblick auf das politische Bekenntnis Janichs zu einem anarchistisch gefärbten Libertarismus ist die Wahl seines ostasiatisch-katholischen Auswanderungslandes höchst bezeichnend. Oliver Janich, der für die Abschaffung aller Staatswesen kämpft, kann erkennbar in den sich selbst als „freiheitlich“ bezeichnenden Industrieländern des Westens (→ Westliche Wertegemeinschaft) keine Heimat finden. Seine eigenwilligen politischen Wünsche bedürfen, um realisiert zu werden, eben doch des autoritären Herrschaftsrahmens. Im Februar 2016 gab Janich bekannt, daß er emigriert sei und sendet seinen Abonnenten jetzt bewegte Bilder von seiner neuen Wahlheimat aus – der philippinischen Insel Tablas.[12]

Zitate

  • „Der Staat ist eine inhärent illegitime Institution organisierter Aggression, also organisierter und geregelter Verbrechen gegen die Menschen und deren Eigentum.“ — Oliver Janich[13]

Veröffentlichungen

  • Sicher ohne Staat: Wie eine natürliche Rechtsordnung ohne Gewaltmonopol funktioniert. Independently published, 2017, ISBN 978-1973401247 [263 S.; auch als E-Book]
  • Die Vereinigten Staaten von Europa, FinanzBuch Verlag, München 2014, ISBN 978-3-898-79820-4
  • Das Kapitalismus-Komplott. Die geheimen Zirkel der Macht und ihre Methoden, FinanzBuch Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89879-577-7 [erschien 2012 bereits in der 6. Auflage, erweitert um 14 neue Artikel]

Siehe auch

Literatur

Verweise

Filmbeiträge

Oliver Janich im Gespräch mit Michael Vogt: „Meinungsterror und Medienmanipulation“ – „Das Kapitalismus-Komplott“
Oliver Janich: Staatsmatrix – Wie wir selbst handeln können
Oliver Janich: „Teile und herrsche“ – Der künstliche Gegensatz von „Links“ und „Rechts“
Oliver Janich: Rettet Europa! Raus aus dem „Euro“ – Teil 1
Oliver Janich: Rettet Europa! Raus aus dem „Euro“ – Teil 2
Oliver Janich: Die „Vereinigten Staaten von Europa
Oliver Janich: Die Las-Vegas-Vertuschung: Zensurgesetz von Heiko Maas schlägt zu!
Oliver Janich: KiKA (ARD/ZDF) verfilmt Verführung Minderjähriger als Liebesromanze

Fußnoten

  1. Focus Money kündigte ihm wegen einer strafrechtlichen Beschuldigung, die im Zusammenhang mit seiner Stellung als Mitarbeiter der Zeitschrift stand. Es ging um eine angebliche Beteiligung an der Manipulation von Aktienkursen. Die zuständige Staatsanwaltschaft hält die Ermittlungen seit Ende 2010 in der Schwebe. Da sie weder Anklage erhebt noch das Verfahren einstellt (Stand: November 2014), muß Janich – unabhängig von einer etwaigen Rehabilitierung – eine langandauernde berufliche und persönliche Rufschädigung hinnehmen.
  2. Oliver Janich: Terroranschläge vom 11. September 2001: Wir glauben euch nicht!, Focus Money, Nr. 2, 5. Januar 2010, S. 74 ff. (PDF)
  3. Oliver Janich: Tathergang: Wer oder was steckt wirklich hinter den Anschlägen vom 11. September?, Focus Money, 37/2010 S. 72 ff. (PDF)
  4. Oliver Janich: Börsenkommentar: Klimaschock 2.0, Focus, Nr. 30, 21. Juli 2010
  5. Oliver Janich: Klimawandel: Heisse Tatsachen, Focus, Nr. 13, 21. März 2007
  6. Oliver Janich: Klimawandel: Klimagate, Focus Money, Nr. 51, 2009
  7. Die Vereinigten Staaten von Europa (2014), S. 441
  8. Oliver Janich: Einfach frei: Wie ein völlig anderes ökonomisches Modell unsere Gesellschaft von Grund auf erneuern könnte, Zeitgeist, Nr. 31, 15. Januar 2012
  9. Oliver Janich: Börsenkommentar: Neue Partei, Focus Money, Nr. 2, 2. Januar 2008
  10. Mitteilung der PDV auf ihrer Netzpräsenz parteidervernunft.de am 18. April 2013
  11. Good bye Deutschland – Oliver Janich im NuoViso Talk, YouTube, 23. Oktober 2015
  12. Oliver Janich: Project Escape: Auswandern ohne Stress, 19. Juli 2016
  13. Oliver Janich: Ist Steuerhinterziehung unmoralisch?, 30. Dezember 2012
  14. 1000 Euro Belohnung: Frau Reschke, Frau Schayani, ich fordere Sie zum Duell! Kneift die ARD?, YouTube-Kanal Oliver Janich, 31. Mai 2017
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