Orden und Ehrenzeichen

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Orden und Ehrenzeichen sind Auszeichnungen in Form tragbarer Abzeichen, die von staatlichen oder staatlich autorisierten Stellen als Belohnung für geleistete Dienste oder vorbildliches Verhalten verliehen werden und um sich die Treue der auszuzeichnenden Person zu sichern. Orden und Ehrenzeichen besitzen politischen Charakter, als Staatssymbole stehen sie unter dem besonderen Schutz des Staates, sie dienen seiner Selbstdarstellung und transportieren dessen Werte. Die zumeist öffentlich und in feierlichem Rahmen vorgenommene Ehrung durch Orden, Ehrenzeichen oder Preise ist ein Akt der Wertsetzung und Wertpflege innerhalb der jeweiligen Gesellschaft, wobei die Werte zunächst bei der Stiftung und nochmals bei der konkreten Verleihung expliziert werden.

Frühe Formen geordneter Systeme tragbarer Auszeichnungen existierten bereits in der Antike, sie haben jedoch den Zusammenbruch des Imperium Romanum nicht überdauert. Verdienstorden moderner Prägung gehen historisch auf die christlichen und weltlichen Ritterorden des Hochmittelalters zurück. Die Aufnahme in einen Ritterorden (z. B. Deutscher Orden) bzw. der „Ritterschlag“ setzte adlige Geburt voraus oder war mit einer Erhebung in den Adelsstand verbunden. Ursprünglich ist das Wort lateinisch – ordo – und bedeutet Reihe, Ordnung, Regel, Stand. So wird auch eine Gruppe Menschen, die sich unter bestimmten Bedingungen zusammenschloß, Ordo genannt; besonders findet diese Bezeichnung auf den Zusammenschluß von Mönchen Anwendung. Das Mitglied eines solchen Mönchsordens legte die drei Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab.

Haus- und Hoforden werden zu den Ritterorden gezählt und stellen, zusammen mit den frühen Verdienstorden, Übergangsformen dar, bei denen die ritterliche Gemeinschaft allmählich in den Hintergrund trat und schließlich nur noch ideell bestand, um mit dem Ende der Monarchien gänzlich zu verschwinden. Viele ehemalige Hausorden nahmen im Laufe der Zeit den Charakter von Verdienstorden an, beziehungsweise wurden in Verdienstorden umgewandelt.

Orden und Auszeichnungen, 19. Jahrhundert.jpg
Ordensnachlaß des deutschen Großadmirals Alfred von Tirpitz: Kaum jemand in der Militärgeschichte besaß mehr Orden und Ehrenzeichen. (→ Ordensschnalle)

Inhaltsverzeichnis

Die alten Ritterorden

Bildergalerie: Historische Orden

Hof- und Hausorden

Die drei geistlichen Ritterorden, von denen die Rede ist, sind natürlich nicht die einzigen dieser Art. Auch in Spanien, das sich jahrhundertlang gegen die Herrschaft des Islam gewehrt hat, war ein günstiger Boden für die Bildung von Ritterorden, die den Kampf gegen die Ungläubigen zu ihren Leitsatz gemacht hatten. In diesem Kampf wurden die Ritter zu einem Orden. Diese in ihrem Ursprung geistlichen Ritterorden, wie der von Calatraba und der des Heiligen Jakobs vom Schwert, bilden den Übergang zu der neuen Art der weltlichen Ritterorden, die den Sinn ihres Bestehens in dem Treueverhältnis zu einem Landesherrn sehen, der zugleich Ordensgroßmeister ist. Einem solchen Orden anzugehören, schließt von vornherein die Mitgliedschaft bei einem anderen Orden aus: niemand kann zwei Herren dienen.

Die wichtigsten dieser Orden sind wohl der Orden vom Holenband – England, vom goldenen Vließ – Burgund, Österreich, Spanien und der Orden der Verkündung oder Annunziatenorden – Saboyen, Italien. Besondere Merkmale dieser Art Orden sind: ihre Mitgliederzahl ist sehr beschränkt; die Ritter stehen in einem besonderen Verhältnis zum Ordenshaupt, das ihnen eine bestimmte Anrede, z. B. „Vetter“, zubilligt; es gibt keine Klassenunterschiede unter den Rittern. Die Bedingung zur Annahme in einen solchen Orden sind im allgemeinen sehr streng. Die Ritter müssen nicht nur adlige sein; viele Orden verlangen von dem Aufzunehmenden sogar den Nachweis, daß seine Ur-Urgroßeltern sämtlich von altem Adel seien. Besonders streng hierin ist der Deutsche Orden.

Auch sonst werden den Rittern Bedingungen gestellt. Sie müssen sich eines untadligen Lebenswandels befleißigen, bei den Ordensfeierlichkeiten anwesend sein, zu Ruhm und Ehre ihres Großmeisters beitragen und sehr beträchtliche Summen für die Wohlfahrtspflege stiften.

Sie müssen stets das Ordenszeichen tragen; werden sie ohne dieses betroffen, so kann das 20 Dukaten kosten. Bei mehrfacher Wiederholung schließt die Versammlung der Ordensritter – Ordenskapital- den Schuldigen aus.

Preußen: Hoher Orden vom Schwarzen Adler

Gestiftet am 17. Januar 1701 durch König Friedrich I.

Preußen: Königlicher Hausorden von Hohenzollern

Gestiftet 5. Dezember 1841 durch Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen und Fürst Karl von Hohenzollern–Sigmaringen, übernommen auf Preußen 16. Januar 1851 durch König Friedrich Wilhelm IV.

Bayern: Orden vom Heiligen Hubert

Gestiftet 4. November durch Gerhard V., Herzog von Jülich-Berg

Bayern: Haus-Ritterorden vom Heiligen Georg

Gestiftet 28. März 1729 durch Kurfüst Maximilian Emanuel von Bayern

Sachsen: Haus der Kautenkrone

Gestiftet 20. Juli 1807 durch König Friedrich August

Württemberg: Orden der Württemberger Krone

Gestiftet 23. September 1818 durch König Wilhelm I.

Die Verdienstorden

Da die Ordenshäupter unter die Ritter auch solche Personen aufnehmen ließen, die sie mit einer Auszeichnung begnaden wollten, entwickelte sich ganz von selbst eine Art von Orden, die Verdienstorden. Bei ihnen spielt der Gemeinschaftsgeist unter den Rittern kaum mehr eine Rolle, sondern vor allem das Gefühl, öffentlich ein Zeichen der Belohnung für die den Fürsten oder dem Vaterlande geleisteten Dienste zeigen zu können. Daher werden auch die Ordenskleinode und nicht mehr nur die Gesellschaften „Orden“ genannt.

Auch diese Orden hatten lange nur eine Klasse. Ihre leicht zu häufige Verleihung schädigte jedoch ihr Ansehen, so daß dann wieder ein neuer Orden gestiftet werden mußte, der strengere Bestimmungen hatte und seltener verliehen wurde. So wurde z. B. 1578 der französische Orden vom heiligen Geist gestiftet, nachdem der um 100 Jahre ältere Michaelorden zu allgemein geworden war. Die Bestimmung, daß derjenige, der den Heilig-Geist-Orden bekommen sollte, zuvor den Michaelorden haben mußte, wies den Weg zur Einstufung in Klassen.

König Ludwig XIV. von Frankreich stiftete 1693 den königlichen und militärischen St.-Ludwigs-Orden. Auch kannte er schon die Einteilung in Klassen – Großkreuz, Kommandeur oder Komtur, Ritter. Auch in Preußen wurde beim Regierungsantritt Friedrichs des Großen 1740 der schon bestehende höfische Orden de la generosité – Edelmutsorden - in einen reinen Verdienstorden umgewandelt, was auch in seinem Namen „Pour le merite“ – Für den Verdienst- zum Ausdruck kommt. Man nannte ihn damals allgemein den „Preußischen Verdienstorden“. Daß er ausschließlich für Militärdienst verliehen wurde, ist eine spätere Erscheinung. Im Militärdienst bot sich ja leichter der Anlaß, einen Orden zu erhalten als im bürgerlichen Leben. Daher ist überhaupt die Zahl der Militärorden besonders unter den älteren Orden größer als die der Zivilorden.

Baden: Hausorden der Treue

Gestiftet 17. Juni 1715 durch Wilhelm, Markgrafen von Baden-Durlach

Hessen: Hausorden vom Goldenen Löwe

Gestiftet 14. August 1770 durch Landgraf Friedrich II., zu Hessen-Kassel

Hessen: Ludwigs-Orden

Gestiftet 25. August 1807 durch Großherzog Ludwig I.

Mecklenburg: Orden der Wendischen Krone

Gestiftet 12. Mai 1864 durch die Großherzoge Friedrich Franz II. und Friedrich Wilhelm

Das 19. Jahrhundert

Einen besonderen Aufschwung nahm das Ordenswesen im 19. Jahrhundert. Die französische Revolution 1789, die ganz allgemein das Kulturleben Europas entscheidend beeinflußte, hatte zunächst die alten höchsten Orden aufgehoben. Man hatte aber vor, vielleicht eine nationale Auszeichnung zu schaffen; dies geschah erst 1802 durch die Stiftung des Ordens der Ehrenlegion. Nach seinem Vorbild entstanden zahlreiche Orden, die sowohl zur Auszeichnung für Zivil- wie auch für Militärverdienst bestimmt waren. Unter diesen Militär- und Zivilorden werden die meisten für militärisches Verdienst mit einer weiteren Auszeichnung versehen; nach preußischem Vorbild sind das fast immer zwei durch die Mitte gekreuzte Schwerter. Wer nun beispielsweise die 3. Klasse des Roten-Adler-Ordens bekommen hat, aber später für Friedensverdienst die 2. Klasse erhält, trägt am höheren Kreuz die Schwerter am Ringe. Zeichnet der Betreffende sich nochmals vor dem Feinde aus, so bekommt er hierzu wieder Schwerter durch die Mitte. Rückt der Inhaber eines Ordens in eine höhere Klasse auf, so muß er im allgemeinen das geringere Kreuz ablegen, dagegen werden diejenigen Kreuze, die für Kriegsverdienst mit Schwertern verliehen worden sind, auch bei Erwerb einer höheren Klasse neben dieser neuen Auszeichnung weiter getragen.

Auch bei den reinen Militärorden, die also nur an Offiziere gegeben werden können, werden für Kriegsverdienst Schwerter hinzu verliehen. Für Soldaten vom Feldwebel abwärts werden meistens nicht die eigentlichen Orden ausgegeben, sondern die sogenannten Verdienstkreuze zu denselben, die sich von den Ordenskreuzen nicht in der Form, sondern dadurch unterscheiden, daß sie nicht bunt emailliert sind. Auch hier gibt er verschiedene, nach dem Herstellungsmetall gesonderte Klassen.

Mecklenburg-Schwerin und Strelitz: Hausorden der Wendischen Krone

Gestiftet 12. Mai 1864 durch Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin und Großherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz

Sachsen-Weimar: Hausorden der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken

Gestiftet 2. August 1732 durch Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar

Sachsen-Weimar: Falkenorden

Gestiftet 2. August 1732 durch Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar

Oldenburg: Hausorden

Gestiftet 27. November 1838 durch Großherzog Paul Friedrich August

Braunschweig: Orden Heinrichs des Löwen

Gestiftet 25. April 1834 durch Herzog Wilhelm

Sächsiche Herzogtümer: Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden

Gestiftet 25. Dezember 1833 von den Herzogen von Sachsen-Altenburg-Koburg-Gotha und Sachsen-Meiningen

Anhalt: Hausorden Albrechts des Bären

Gestiftet 18. November 1836 von den Herzogen Heinrich von Anhalt-Köthen, Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau, Alexander Carl von Anhalt-Bernburg25. April 1834 durch Herzog Wilhelm

Schaumburg-Lippe: Fürstlich Schaumburg-Lippescher Hausorden

Gestiftet 18. September 1890 durch Fürst Adolf Georg

Lippe: Fürstlich Lippesches Ehrenkreuz

Gestiftet 18. April 1890 durch Fürst Woldemar

Hohenzollern: Fürstlich Hohenzollernscher Hausorden

Gestiftet 5. Dezember 1841 durch die Fürsten Friedrich von Hohenzollern-Hechingen und Karl von Hohenzollern-Sigmaringen

Hohenlohe: Fürstlich Hohenlohescher Haus- und Phönixorden

Gestiftet 29. Dezember 1757 durch Philipp Ernmst I., Fürsdt zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst

Schaumburg-Lippe: Fürstlich Schaumburg-Lippescher Hausorden

Gestiftet 18. September 1890 durch Fürst Adolf Georg

Preußen: Verdienstorden der Preußischen Krone

Gestiftet 18. Januar 1901 durch König Wilhelm II.

Preußen: Der Rote Adler-Orden

Gestiftet 17. November 1705 durch Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (es gab auch eine Version mit Krone)

Preußen: Königlicher Kronenorden

Gestiftet 18. Oktober 1861 durch König Wilhelm I..

Bayern: Verdienstorden vom Heiligen Michael

Gestiftet 29. September 1693 durch Joseph Klemens, Herzog von Bayern, Kurfürst von Köln

Sachsen: Verdienstorden

Gestiftet 7. Juni 1815 durch König Friedrich August von Sachsen

Deutsches Reich bis 1918

EK-Ordensverleihung durch Kaiser Wilhelm I. für die Heldentaten des Deutsch-Französischen Krieges

Das Deutsche Reich kannte keine eigenen Orden. Verleihung von Titeln sowie Stiftung und Verleihung von Orden waren Reservatrechte der Landesherren und die zahlreichen Orden des Kaiserreiches waren die Orden der einzelnen Bundesstaaten. Zwar haben sowohl Wilhelm I. als auch Wilhelm II. in ihrer Eigenschaft als deutsche Kaiser Gedenkmünzen und Ehrenzeichen gestiftet, Stiftungen und Verleihungen von Orden jedoch nahmen sie ausschließlich in ihrer Eigenschaft als Könige von Preußen vor.[1]

Deutsches Reich, Ehrenzeichen von Truppenteilen bis 1918

Auszeichnungen der Bundesstaaten

Königreich Preußen

Ordenskreuz aus der Stiftungszeit des Ordens, um 1740, offiziell verliehenes Originalexemplar der ersten Fertigungsserie
Eisernes Kreuz 2. Klasse - Ausführung 1914
U-Boot-Kriegsabzeichen 1918

Königreich Bayern

Haus Wittelsbach (Bayerisches Königshaus) nach 1918

Königreich Sachsen

Königreich Württemberg

Großherzogtum Baden

Großherzogtum Hessen-Darmstadt

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin

  • Medaille dem redlichen Manne und dem guten Bürger (1798)
  • Verdienstmedaille (1798/1815/1859/1872/1885/1897)
  • Militärverdienstmedaille für 1813–1815 (1814)
  • Kriegsdenkmünze für 1808–1815 (1841)
  • Militärverdienstkreuz (1848)
  • Medaille für Kunst und Wissenschaft (1859)
  • Jubiläumsspange 1813–1863 (1863)
  • Hausorden der Wendischen Krone (gemeinsam mit Mecklenburg-Strelitz) (1864)
  • Landwehrdienst-Auszeichnung (1874)
  • Kriegsdenkmünze für 1848/1849 (1879)
  • Greifenorden (ab 1904 gemeinsam mit Mecklenburg-Strelitz) (1884)
  • Verdienstmedaille Friedrich-Franz III. (1885)
  • Ehrenmedaille für aufopfernde Hilfe in der Wassernot 1888 (1888)
  • Gedächtnis-Medaille für Friedrich Franz III. (1897)
  • Kriegervereins-Medaille (1899)
  • Erinnerungsmedaille für die Teilnehmer an der Afrika-Expedition 1907–1908 (1908)
  • Friedrich-Franz-Alexandra Kreuz (1912)
  • Friedrich-Franz-Kreuz (1917)

Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz

  • Militär-Dienstkreuz (1846/1869/1913)
  • Hausorden der Wendischen Krone (gemeinsam mit Mecklenburg-Schwerin) (1864)
  • Kreuz für Auszeichnung im Kriege (1871)
  • Landwehr-Dienstauszeichnung (1875/1913)
  • Medaille zur Erinnerung an die Goldene Hochzeit 1893 (1893)
  • Medaille zur Erinnerung an die Diamant-Hochzeit 1903 (1903)
  • Verdienstmedaille (1904/1914)
  • Greifenorden (gemeinsam mit Mecklenburg-Schwerin) (1904)
  • Kriegervereins-Medaille (1906)
  • Orden für Kunst und Wissenschaft (Mecklenburg-Strelitz) (1909)
  • Medaille für Rettung aus Lebensgefahr (1910)
  • Erinnerungszeichen für langjährige Diensttreue für Personen weiblichen Geschlechts (1911)
  • Erinnerungskreuz für langjährige Diensttreue für Personen weiblichen Geschlechts (1911)
  • Gedächtnismedaille für den Großherzog Adolf Friedrich V. (1914)
  • Adolf-Friedrich-Kreuz (1917)

Großherzogtum Oldenburg

Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Herzogtum Anhalt-Köthen

Herzogtum Anhalt-Bernburg

Herzogtum Anhalt-Dessau

Herzogtum Anhalt (Gesamtstaat 1863–1918)

Herzogtum Braunschweig

Sächsische Herzogtümer

Sachsen-Altenburg

Sachsen-Coburg-Gotha

  • Militär-Verdienstmedaille (1814)
  • Eiserne Medaille für die Freiwilligen des V. Armee-Korps (1814)
  • Kriegsdenkmünze an den Feldzug 1814
  • Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft (1835)
  • Militär-Dienstauszeichnung
  • Erinnerungskreuz für Eckernförde (1849)
  • Medaille für Kunst und Wissenschaft
  • Medaille für weibliches Verdienst (1869)
  • Lebensrettungsmedaille (1883)
  • Herzog Ernst-Medaille (1888)
  • Erinnerungsmedaille zur goldenen Hochzeit Herzog Ernst II. (1892)
  • Erinnerungsmedaille an den Einzug Herzog Alfred (1894)
  • Herzog Alfred-Medaille (1896)
  • Erinnerungsmedaille zur silbernen Hochzeit von Herzog Alfred (1899)
  • Erinnerungsmedaille zum Regierungsantritt von Herzog Carl Eduard (1905)
  • Erinnerungsmedaille zur Hochzeit von Herzog Carl Eduard (1905)
  • Herzog Carl Eduard-Medaille
  • Carl Eduard-Kriegskreuz (1916)
  • Ehrenzeichen für den Heimatverdienst
  • Kriegserinnerungskreuz 1914–1918 (1916)
  • Feuerwehr Ehrenzeichen

Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld

  • St.-Joachims-Orden (1755)
  • Campagne-Medaille 1814/15
  • Eiserne Medaille 1814 für Offiziere/Mannschaften

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Hohenzollernsche Fürstentümer

Obwohl Hohenzollern ab 1849 kein Bundesstaat sondern preußischer Regierungsbezirk war, hatte der Fürst von Hohenzollern das Recht behalten, Auszeichnungen zu stiften und zu verleihen.

Königlicher Hausorden von Hohenzollern: Collane (Ordenskette) zum Großkomtur
  • Fürstlich Hohenzollernscher Hausorden
  • Dienstauszeichnungskreuz (1841)
  • Ehrenmedaille (1842)
  • Fürstlich Hohenzollernsches Ehrenkreuz
  • Bene merenti-Medaille (1857)
  • Medaille auf die goldene Hochzeit 1884
  • Erinnerungszeichen an die goldene Hochzeit 1884
  • Erinnerungszeichen zur silbernen Hochzeit 1886
  • Erinnerungsmedaille für das Füsilier-Regiment Fürst Carl Anton von Hohenzollern (1893)
  • Verdienstkreuz (1910)
  • Carl Anton-Erinnerungsmedaille (1911)

Fürstentum Lippe-Detmold

Fürstentum Schaumburg-Lippe

Reußische Fürstentümer – ältere und jüngere Linien gemeinsam

Reußisches Fürstentum – ältere Linie

Reußisches Fürstentum – jüngere Linie

  • Verdienstkreuz (1857)
  • Verdienstmedaille für treue Dienste (1859)

Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt

  • Dienstauszeichnungen (1850)
  • Ehrenkreuz von Schwarzburg (1853)
  • Dienstbelohnungsmedaille (1853)
  • Ehrenmedaille (1857)
  • Erinnerungskreuz für 1814–1815 (1860)
  • Dienstauszeichnungen für Soldaten (1867)
  • Ehrenmedaille für Kriegsverdienst 1870/71 (1871)
  • Verdienstmedaille für Kunst, Wissenschaft, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft (1899)
  • Anerkennungsmedaille für löbliche Leistungen oder gute Dienste (1899)

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Fürstentum Waldeck

Hansestadt Bremen

Hansestadt Hamburg

Hamburger Hanseatenkreuz

Hansestadt Lübeck

Weimarer Republik

Nicht-Staatliche Auszeichnungen in der Weimarer Republik

Freikorpsauszeichnungen

Nicht staatlich anerkannte Auszeichnungen

  • Deutscher Ordensschild zur Erinnerung an den Grenzschutz Ost (1919)
  • Bewährungsabzeichen des V. Armeekorps (1919)
  • Grüne Fangschnur mit dem westfälischen Pferd (1919)
  • Erinnerungsabzeichen des Freikorps „von Aulock“
  • Erinnerungsmedaille der Freiwilligen Russischen Westarmee (1919)
  • Selbstschutz-Bataillon „Bergerhoff“:
    • Bewährungsabzeichen (1921)
    • Oberschlesisches Verdienstkreuz (1921)
  • 5. Deutsche Selbstschutz-Kompanie Beuthen-Nord:
    • Beuthener Ehrenkreuz (1921)
  • Bug-Stern (1919)
  • Erinnerungszeichen der Deutschen Legion (1920)
  • Bewährungsmedaille der Deutschen Schutz-Division (31. Infanterie-Division)
  • Freikorps „von Diebitsch“ (1919):
    • Diebitsch-Kreuz
    • Stern von Malplaquet
    • Damenschnalle des Diebitsch-Kreuzes
    • Medaille für gute Pferdepflege
  • Medaille der Eisernen Division (1920)
  • Bewährungsabzeichen des Selbstschutz-Bataillons „von Heydebreck“
  • Bewährungsabzeichen der Freischar „von Hindenburg“
  • Kreuzburg-Kreuz
  • Bewährungsabzeichen des Freiwilligen-Detachement „Kühme“
  • Freiwilliges Landesjägerkorps (1920):
    • Treue-Abzeichen
    • Medaille für gute sportliche Leistungen
    • Medaille für gute Pferdepflege
  • Freiwilliges Landesschützenkorps
  • Bewährungsabzeichen der Freischar „Lautenbacher“ (1933)
  • Lublinitz-Kreuz des Selbstschutz-Bataillons „Lublinitz“
  • Ehren-Erinnerungsabzeichen des Freikorps „Lützow“
  • Verdienstabzeichen der II. Marine-Brigade „Ehrhardt“ (1920)
  • Loewenfeld-Kreuz I. und II. Klasse (1920)
  • Erinnerungszeichen des Oberschlesischen Freiwilligen-Bataillons „May“ (1921)
  • Erinnerungs- und Ehrenzeichen der Kriegslazarett-Abteilung Nord (1919)
  • Freikorps Oberland:
    • Oberland-Bewährungsabzeichen (1921)
    • Annaberg-Kreuz (1930)
    • Gedenkmünze für Oberschlesien (1926)
    • Adler
    • Gedenkkreuz für 1919
  • Bewährungsabzeichen des Westfälischen Freikorps Pfeffer
    • Grüne Schützenschnur (1919)
  • Pitschener Kreuz des Freikorps „Krose“ (1921)
  • Deutschritter-Kreuz des Detachement „von Randow“ (1919)
  • Erinnerungszeichen des Zeitfreiwilligenkorps Remscheid (1922)
  • Rossbach-Kreuz des Freikorps „Rossbach“ (1921)
  • Medaille des Soldaten-Siedlung-Verbandes Kurland (1919)
  • Weickhmann-Orden des Freikorps „Weickhmann“ (1920)
  • Erinnerungs- bzw. Ehrenabzeichen der Abteilung Hessen – Selbstschutz-Bataillon „Wolf“ (1921)
  • Schlageterschild des Schlageter-Gedächtnis-Bundes e. V. (1933)
  • Ehrenplakette der Stadt Würzburg (1934)

Auszeichnungen der Länder von 1918 bis 1933

Freistaat Anhalt

Republik Baden

  • Feuerwehr-Ehrenzeichen (1920)
  • Staatsmedaille (1927)

Freistaat Bayern

Volksstaat Hessen

  • Feuerwehr-Ehrenzeichen für Treue Dienste (1922)

Freistaat Lippe

  • Rettungsmedaille (1925)
  • Staatsmedaille (1926)
  • Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen (1927)

Freistaat Mecklenburg-Schwerin

  • Rettungsmedaille (1926)

Freistaat Mecklenburg-Strelitz

  • Rettungsmedaille (1922)
  • Medaille für Kunst und Wissenschaft (1928)

Freistaat Oldenburg

  • Medaille für Verdienste im Feuerlöschwesen (1928)

Freistaat Schaumburg-Lippe

  • Feuerwehr-Ehrenzeichen (1924)

Freistaat Thüringen

  • Rettungsmedaille (1926)

Freistaat Waldeck

  • Feuerwehr-Erinnerungszeichen (1927)

Volksstaat Württemberg

  • Feuerwehrdienst-Ehrenzeichen (1919/1925)
  • Medaille der König-Karl-Jubiläumsstiftung (1920)
  • Rettungsmedaille (1924)

Freie Stadt Danzig

Auszeichnungen des Dritten Reiches

Kriegsauszeichnungen des Zweiten Weltkriegs dürfen in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne nationalsozialistische Embleme in der 1957 festgelegten Fassung getragen werden. Andere Auszeichnungen aus der Zeit des Nationalsozialismus dürfen gemäß dem „Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen“ von 1957 nicht getragen werden.

Goldenes Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gestiftet 1944
Ärmelband Kreta2.jpg

Heer

Nahkampfspange für die 3. Stufe (Gold)

Luftwaffe

Fallschirmschützenabzeichen

Nichttragbare Auszeichnungen der Luftwaffe

Medaillen und Ehrenplaketten
Ehrenschale in Anerkennung hervorragender Kampfleistungen der Luftwaffe
Sonstige Ehrenplaketten
  • Ehrenplakette der Generalluftzeugmeister-Kraftfahr-Verfügungs-Abteilung

Entsprechende Hintergrundinformationen, die zur Schaffung dieser Ehrenplaketten führten, liegen bisher nicht vor. Ihre Verleihung erfolgte von 1941 bis 1943. Einzig bekannte Generalluftzeugmeister waren Ernst Udet (1939 bis 1941) und nach dessen Suizid ab Ende November 1941 bis 1943 Erhard Milch. Die aus geschwärzten Eisenguß hergestellte Plakette ist quadratisch und hat die Maße 148 x 148 mm. Sie zeigt mittig einen runden erhöhten „Stempeldruck“ mit der Umschrift: KRAFTFAHR-VERFÜGUNGS-ABTEILUNG (oben) und GENERALLUFTZEUGMEISTER unten. Innerhalb dieser Umschrift findet sich das Hoheitsabzeichen der Luftwaffe, flankiert von den Jahreszahlen 1941 (links) und 1943 (rechts), welcher über einem vierblättrigen Propeller fliegt. Zwischen den Propellernaben sind die Buchstaben G (links) und L (rechts) (Generalluftzeugmeister) zu lesen. Daran anschließend folgen zwei unten gekreuzte und nach oben hin gebogene offene und halbkreisförmig angelegte Lorbeerzweige, die an ihrem unteren Schnittpunkt durch eine Schleife verbunden sind.[2]

  • Plakette des Flakscheinwerfer-Regiments 2

Das Flakscheinwerfer-Regiment 2 wurde im Januar 1942 durch einfache Umbenennung des ehemaligen Flakscheinwerfer-Regiments 114 gebildet. Kommandeur war Anfangs Oberst Hans Simon, der das Kommando bis zum 8. Februar 1942 innehatte, um dann von seinem Nachfolger Oberst Edmund Stiller abgelöst zu werden, der die Geschicke des Regiments bis zur Auflösung führte. Die Stiftung der Plakette geht dabei auf Hans Simon zurück. Die runde bronzene Medaille zeigt auf ihrem Avers innerhalb der Umschrift: FÜR BESONDERE oben und VERDIENSTE unten, mittig einen Schild mit dem Regimentsabzeichen bzw. ein Symbol der Nachtjagd, einen sich vor einem Blitz herabstürzenden Adler sowie zwei darunter kreuzenden Flakscheinwerferkegeln. Innerhalb des Schildes findet sich links sowie rechts oben die Ziffer 2, wobei letztere rechts seitenverkehrt wiedergegeben wird. Das Revers der Medaille zeigt hingegen einen abgeflachten Hügel mit den darüberliegenden, mit Wolken verzierten Himmel sowie zwei Feindflugzeuge (Bomber). Dieser Himmel wird zusätzlich noch durch vier sich kreuzende Flakscheinwerferkegel durchbrochen, von denen zwei Flakscheinwerfer im Vordergrund zu sehen (links und rechts des Medaillenrandes) sind. Am unteren Rand der Medaille ist mittig die Jahreszahl 1941 zu lesen, unter der wiederum der Hersteller der Medaille Hoffstätter Bonn zu lesen ist.[3]

  • Ehrenplakette der Luftflotte 3

Obwohl die Existenz der Luftflotte 3, die am 1. April 1934 als Luftkreis V in München etabliert wurde, unstrittig ist, hat es niemals eine Ehrenplakette der Luftflotte 3 gegeben. Der einzige Hinweis auf eine derartige Auszeichnung ist eine reine Namensbezeichnung ohne Abbildung oder weitere Hintergrundinformationen.[4]

  • Ehrenplakette der Luftflotte 4

Der Kommandostab der Luftflotte 4 wurde am 16. März 1939 attestiert und nahm in der Folge am Polenfeldzug teil. Von der Ehrenplakette der Luftflotte 4 sind keine Hintergrundinformationen bekannt, jedoch existiert die Abbildung einer solche Plakette in einer Publikation.[4] Die Ehrenplakette zeigt demnach innerhalb eines Randes aus Lorbeerblättern im oberen 2/3 der Plakette ein Eisernes Kreuz vor dem mittig das Hoheitsabzeichen der Luftwaffe erhaben geprägt ist. Unter dem Eisernen Kreuz ist eine Leerzeile eingefügt, auf der nachträglich der Name des Beliehenen eingraviert wurde. Daran anschließend ist die dreizeilige Inschrift: IN.ANERKENNUNG / SEINER.VERDIENSTE / LUFTFLOTTE 4 zu lesen.

  • Ehrenplakette der Luftflotte 5

Der Kommandostab der Luftflotte 5 wurde am 12. April 1940 im Zuge der Vorplanungen des Unternehmens Weserübung aufgestellt und wurde 1941 nach Finnland verlegt, wo er bis Oktober 1944 blieb. Erst im November 1944 wurde er wieder der deutschen Luftwaffe in Norwegen unterstellt und blieb dort bis Kriegsende. Eine entsprechende Realie aus der Zeit ist bisher nicht bekannt geworden. Allerdings findet sich eine entsprechende Namenspublikation, ohne jedoch auf weitere Hintergrundinformationen oder deren Erscheinungsbild einzugehen.

  • Ehrenplakette des XXX. Fliegerkorps

Die Existenz einer derartigen Ehrenplakette ist nicht belegbar, obwohl eine Bewertung existiert. Das XXX. Flieger-Korps wurde jedoch niemals geplant oder aufgestellt. Aus diesem Grund kann auch keine Ehrenplakette geschaffen worden sein.

  • Ehrenplakette des Luftgaukommandos Holland

Die Ehrenplakette des Luftgaukommandos Holland, über die ansonsten keinerlei Hintergrundinformationen vorliegen, ist hochrechteckig, versilbert und zeigt in ihrer Mitte die geographische Darstellung der Niederlande, vor der eine 88er Flakkanone abgebildet ist. Darüber ist das Hoheitsabzeichen der Luftwaffe zu sehen und unter der Flakkanone das Stadtwappen von Amsterdam, welches als Trennung der Inschrift: NIDER (Wappen) LANDE dient. Darunter, ebenfalls noch durch das Wappen getrennt, sind die Jahreszahlen 1940 (Wappen) 1941 zu lesen. Die Verleihung der Plakette erfolgte wahrscheinlich nur im Zeitraum von 1940 bis 1941 unter ihren Befehlshabern Generalleutnant Karl Alfred Haubold und General der Flakartillerie Hans Siburg.[5]

  • Ehrenplakette des Luftgaues XII/XIII

Bisher sind keine Realien oder Abbildungen dieser Ehrenplakette bekannt geworden, allerdings eine Erwähnung in einer Fachpublikation.[6]

Kriegsmarine

Germanische Leistungsrune in Silber

Waffen-SS

Auszeichnungen der NSDAP

Nürnberger Parteitagsabzeichen 1929

Im Auszeichnungssystem des nationalsozialistischen Deutschlands gab es folgende Auszeichnungen, die ausschließlich von der NSDAP verliehen wurden:[7]

Dienstauszeichnung der NSDAP
  • Traditions- und Gau-Abzeichen:
    • Gemeinsames Ehrenzeichen für die Gaue Sachsen, Bayerische Ostmark, Franken, Halle-Merseburg, Hessen-Nassau, Magdeburg-Anhalt, Mecklenburg, Lübeck (1933)
    • Ehrenzeichen Berlin (1926)
    • Ehrenzeichen Baden (1933)
    • Ehrenzeichen Ostthüringen (1933)
    • Ehrenzeichen Osthannover (1933)
    • Ehrenzeichen Danzig-Westpreußen (1933)
    • Ehrenzeichen Essen (1935)
    • Ehrenzeichen Ostpreußen (1938)
    • Ehrenzeichen Thüringen
    • Ehrenzeichen Wartheland
    • Ehrenzeichen Sudetenland
  • Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923, auch „Blutorden“ genannt (1934)
  • Silbernes Ehrenzeichen des NSD-Studentenbundes (1934)
  • Goldenes HJ-Ehrenabzeichen (1934)
  • Ehrenzeichen der Technischen Nothilfe (1935)
  • Ehrenplakette für die Mitglieder des Reichs-Kultur-Senats (1936)
  • Siegerabzeichen im Reichsberufswettkampf (1938)
    • Reichssieger
    • Gausieger
    • Kreissieger
  • Wehrwirtschaftsführer (1939)
  • Dienstauszeichnung der NSDAP (1939)
  • Ehrenzeichen Pionier der Arbeit (1940)
  • Deutscher Orden (1942)
  • Dr. Fritz-Todt-Preis (1943)
  • Ehrenzeichen der Reichsjugendführung der HJ für verdiente Ausländer
  • Ehrenzeichen des Jungsturms Adolf Hitler
  • Frontbannabzeichen der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg

Scharnhorst-Traditionsabzeichen des Bundes deutscher Jungmannen bis 1933

Der Scharnhorst-Bund deutscher Jungmannen war eine militaristische Jugendorganisation in der Zeit der Weimarer Republik, die bis zur Wahl Hitlers im Jahr 1933 existierte. Danach wurden alle „Jungmannen“ in die Hitlerjugend übernommen.[8] Ihre Mitglieder trugen als äußeres Erkennungsmerkmal, neben ihrer Militärkleidung, das Traditionsabzeichen des Bundes deutscher Jungmannen. Das Abzeichen hat die Form eines mit der Spitze nach unten zeigenden Schildes, ist goldumrahmt und zeigt mittig ein schwarzes Balkenkreuz sowie eine Krone. Eine zweite Form dieses Abzeichens, auch als Zivilabzeichen bekannt, ist dagegen silbern gehalten. Dies betrifft sowohl Umrahmung wie auch Ausgestaltung der Krone, die mittig des Balkenkreuzes sitzt. Die Rückseite beider Abzeichen zeigt eine senkrecht verlötete Broschiernadel.

Ehrennadel der SS-Heimwehr Danzig 1939

Die Ehrennadel der SS-Heimwehr Danzig spiegelt deren Flagge wider – eine silbrige wehende Fahne – und zeigt mittig ein aufgelegtes Hakenkreuz sowie die Symbole der Schutzstaffel und Teile des Stadtwappens von Danzig. Die Rückseite des Abzeichens ist glatt, zeigt eine angelötete und an ihrem Ende verdrehte Nadel sowie die Herstellerbezeichnung: STUMPFU. SOHN DANZIG. Sie wurde mehr als 1.550mal verliehen.

Potsdam-Abzeichen 1932

Das Potsdam-Abzeichen war ein Tagungsabzeichen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, welches anläßlich des Ersten Reichsjugendtages in Potsdam am 1. und 2. Oktober 1932 in zwei Stufen, Bronze und Silber, ausgegeben wurde. Der Entwurf des Abzeichens stammt von Hitler selber. Mit dem Verkauf der Plaketten sollten die Herstellungskosten gedeckt werden. Die Verleihung des bronzenen Tagungsabzeichens erfolgte an Zuschauer und dergleichen, während das silberne Abzeichen an aktive Teilnehmer verliehen wurde. Letztere Abzeichen durften auch weiter zur Dienstkleidung getragen werden. Alleiniger Hersteller war die Firma Hoffstätter in Bonn. Das Abzeichen ist aus Messing gefertigt, bronziert oder versilbert und mißt vom oberen Schwertknauf bis zur unteren Schwertspitze 48,5 mm. Seine Breite beträgt 22,5 mm. Die Form ist die eines hochrechteckigen Schildes mit konischem unterem Rand. Es zeigt auf gekörntem Grund ein senkrecht stehendes Schwert, dessen Griffe sowie die Schwertspitze über den Rand des Abzeichens hinausragen. Mittig des Griffes ist ein Lorbeergebinde zu sehen, welches ein Hakenkreuz umschließt. Darüber sind die beiden Buchstaben N (links) und S zu lesen. Flankiert wird die Schwertschneide links von der Inschrift: I. REICHS und rechts von dem Wort: JUGENDTAG. Den Abschluß bildet ein abgetrenntes geschwungenes Feld mit den Jahreszahlen des Veranstaltungsjahres 1932, wobei die Jahreszahlen durch die Schwertschneide getrennt sind. Die Rückseite des Abzeichens ist glatt und zeigt, neben der Herstellerbezeichnung, eine senkrecht verlötete Broschiernadel. Sie wurde 70.000–115.000mal verliehen.

Öffentliche Verwaltung

Deutsche Demokratische Republik

Orden

Preise

Ehrentitel

Staatliche Medaillen

Bundesrepublik Deutschland

Bundeswehr

Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

Orden und Ehrenzeichen der Bundesländer

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Von nichtstaatlichen Stellen verliehene Ehrenzeichen

Siehe auch

Literatur

  • Gustav Adolph Ackermann: Ordensbuch sämmtlicher in Europa blühender und erloschener Orden und Ehrenzeichen, 1855 (PDF-Datei)
  • Klaus-Peter Merta: Vom Standesprivileg zur Massenauszeichnung. Verdienstorden und Ehrenzeichen; In: Elisabeth Hackspiel-Mikosch: Nach Rang und Stand. Deutsche Ziviluniformen Im 19. Jahrhundert, Deutsches Textilmuseum, Krefeld 2002, ISBN 3-00-009193-9
  • Jörg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Zentralstelle für Wissenschaftliche Ordenskunde, München, ISBN 3-00-001396-2
    Band 1: Anhalt – Hohenzollern, 1997
    Band 2: Limburg – Reuss, 1997
    Band 3: Sachsen – Württemberg (1), 1999
    Band 4: Württemberg (2) – Deutsches Reich, 2001
    Band 5: Nachtrag Anhalt – Deutsches Reich, Register, 2004
  • Gerd Scharfenberg, Günter Thiede: Lexikon der Ordenskunde, Battenberg, Regenstauf 2010, ISBN 978-3-86646-051-5
  • Axel Attula: Dekorationen für Damen. Evangelische Damenstifte Norddeutschlands und ihre Orden. Thomas Helms Verlag Schwerin 2011, ISBN 978-3-940207-21-0

Historische Literatur

  • Christian Gryphius: Kurtzer Entwurff Der Geist- und Weltlichen Ritter-Orden, Fritsch, Leipzig 1697, 2. Auflage: Bauch, Leipzig, Breslau 1709.
  • Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt innerhalb des XIX. Jahrhunderts, Autengruber, Leipzig 1998, ISBN 978-3932543425. (Nachdruck der Ausgabe von 1893.)
  • Ernst August Prinz zur Lippe: Orden und Auszeichnungen in Geschichte und Gegenwart, Keysersche Verlagsbuchhandlung, Heidelberg, München 1958
  • Wie trage ich meine Orden? Broschüre, Berlin um 1925. (Digitalisat)
  • Volker A. Behr: Deutsche Auszeichnungen: Orden und Ehrenzeichen der Wehrmacht 1936-1945, Motorbuch (2012), ISBN 978-3613034839

Fußnoten

  1. Heinz Kirchner, Hermann-Wilhelm Thiemann, Birgit Laitenberger, Dorothea Bickenbach, Maria Bassier: Deutsche Orden und Ehrenzeichen, 6. Aufl., Carl Heymanns Verlag, Köln 2005, ISBN 3-452-25954-4, S. 171 f.
  2. Klaus D. Patzwall: Die nichttragbaren Medaillen und Plaketten der Luftwaffe. 1935–1945. 2008, S. 27/28.
  3. Klaus D. Patzwall: Die nichttragbaren Medaillen und Plaketten der Luftwaffe. 1935–1945. 2008, S. 157/158.
  4. 4,0 4,1 André Hüsken: Orden und Ehrenzeichen des Deutschen Reiches 1871–1945. Verlag Hauschild, Bremen 1999, ISBN 3-89757-028-9, S. 359.
  5. Klaus D. Patzwall: Die nichttragbaren Medaillen und Plaketten der Luftwaffe. 1935–1945. 2008, S. 57/58.
  6. Klaus D. Patzwall: Die nichttragbaren Medaillen und Plaketten der Luftwaffe. 1935–1945. 2008, S. 173.
  7. Kurt-Gerhard Klietmann: Deutsche Auszeichnungen. Band 2: Deutsches Reich: 1871–1945. Die Ordens-Sammlung, Berlin 1971
  8. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46185248.html
  9. Nimmergut, Feder, von der Heyde: Deutsche Orden und Ehrenzeichen. 6. Auflage, Battenberg-Verlag, 2006.
  10. Bundespräsident. Amt und Funktion
  11. Rechtsordnung
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