Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger e. V.

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Sektionswimpel der OdR

Die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger des Eisernen Kreuzes e. V. (kurz: OdR) wurde 1954 von Generaloberst Alfred Keller gegründet und faßt die Ritterkreuzträger des Eisernen Kreuzes zusammen. Die OdR soll dem Ansehen und der Ehre deutschen Soldatentums dienen, in dessen unwandelbaren Tugenden das Pflichtbewußtsein, die Opferbereitschaft und die Kameradschaft ihren Ausdruck finden. Das Vereinsorgan ist „Das Ritterkreuz – Mitteilungsblatt der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger e. V.“

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Vorsitzende der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger, Oberst a. D. Wolfram Kertz, bei seiner Ankunft zum Totengedenken auf dem Dresdner Nordfriedhof während des 42. Jahrestreffens, 19. Oktober 1996. Die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger mußte das geplante Totengedenken mit militärischem Zeremoniell gerichtlich erstreiten. Das Verwaltungsgericht der Stadt gab der Gemeinschaft trotz des öffentlichen Aufschreis der Linksextremisten recht. Die Richter sahen auch die Auflage der Stadt als unverhältnismäßig an, alle bei der Feier zu spielenden Musikbeiträge vorher mit der Verwaltung abzustimmen.
Eichenlaubträger Adolf Dickfeld
Generaloberst a. D. Alfred Keller und Generalmajor a. D. Horst Niemack am 11. Oktober 1958

1952 gründete der ehemalige Jagdflieger und Eichenlaubträger Adolf Dickfeld, gemeinsam mit Gerhard Hein, die „Gemeinschaft Deutscher Ritterkreuzträger“ (GDR), in der sich viele der überlebenden Ritterkreuzträger organisierten. Die „Gemeinschaft der Ritterkreuzträger“ (GdR; Umbenennung Anfang 1954) wurde 1954 aufgelöst und am 24. November desselben Jahres unter Generaloberst a. D. Alfred Keller in Wahn am Rhein neu gegründet, um sich „dem Ansehen und der Ehre deutschen Soldatentums, in dessen unwandelbaren Tugenden das Pflichtbewußtsein, die Opferbereitschaft und die Kameradschaft gewahrt sind“, zu widmen.

Hauptsitz der „Interessenvertretung der tapfersten deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges“ war seit Gründung durchgehend Berlin, und dies trotz der Schwierigkeiten der einstigen Reichshauptstadt als Besatzerenklave in der Ostzone.

Seit 1955 führt die gesamtdeutsche Gemeinschaft regelmäßig Gedenkveranstaltungen für die deutschen Gefallenen durch und nimmt an Beerdigungen der verstorbenen Kameraden, insbesondere der Ritterkreuzträger, teil. Ritterkreuzträger der DDR und Österreichs waren ohne Vorbehalte mit inbegriffen. Die Ordensgemeinschaft verpflichtet sich der Erinnerung der vergessenen deutschen Landser des Zweiten Weltkrieges.

„Grundanliegen der Ritterkreuzträgergemeinschaft ist nicht überhebliche Absonderung, sondern die Realisierung des aus dem Kriegseinsatz geborenen Willens zur bestmöglichen Pflichterfüllung im Frieden.“ — Generalmajor a. D. Horst Niemack in einem Grußwort an den „Ring deutscher Soldatenverbände“ während ihrer Tagung in Warendorf 1958

1958 übernahm Gerhard von Seemen die Geschäftsführung des Vereins (Gemeinschafts-Geschäftsführer, Vorsitzender wurde Horst Niemack), der sich 1960 in „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger e. V.“ (OdR) umbenannte. Seit 1997/98 heißt der Verein mit Sitz in Wiesbaden offiziell Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger/Traditionsgemeinschaft des Eisernen Kreuzes (OdR-TEK).

Feier zum 50. Gründungsjahr, Hameln 2004

„Am nächsten Morgen in der Hotellobby: Autogrammstunde, die Ritterkreuzträger werden hofiert wie Stars. Wem ein Autogramm nicht reicht, für den gibt’s Souvenirs: einen Bierkrug mit Ritterkreuz. Und einen Kalender: Ritterkreuzträger in Farbe. Er begleitet die Vereinsmitglieder durchs Jahr. Tägliche Heldenverehrung. Den Monat Juli schmückt ein Mann der Waffen SS. [...] Alois Schnaubelt ist einer von ihnen. [...] Draußen demonstrieren Hamelner Bürger gegen Verdrängen und Vergessen. [...] Sie gehören zur jüdischen Gemeinde in Hameln, versuchen in Deutschland eine Heimat zu finden. [...] Drinnen lassen sich Hitlers Ordensträger bei ihrem Kameradschaftsabend nicht stören. Unbeschwert feiern sie ihre soldatischen Heldentaten. Solche Heldengeschichten ziehen viele Junge in die Ordensgemeinschaft. Auch sie können Mitglied werden, wenn sie sich in die Tradition stellen. Inzwischen hat der Verein sogar mehr jüngere Mitglieder als Veteranen. [...] Gemeinsam gedenkt die Ordensgemeinschaft der gefallenen deutschen Soldaten. [...] Auch ein Bundeswehr-Soldat ist anwesend. [...] Am Abend: Das große Fest: Junge Burschenschafter sind eingeladen, Nachwuchspflege. Auch der Mann in Uniform ist wieder da. Wir erfahren, daß viele Bundeswehrsoldaten Mitglieder in der Ordensgemeinschaft sind [...] Und dann wird der Überraschungsgast begrüßt: General Günzel, bis vor einem Jahr noch Chef der Bundeswehr-Spezialeinheit KSK. [...] Sogar die Festrede hält ein ehemaliger Generalmajor der Bundeswehr.“[1]

Verleihungszahlen

Das Memorandum der „OdR“ weist folgende Verleihungszahlen für alle Dienstgrade in drei Wehrmachtsteilen und der Waffen-SS nach:

Führungspersönlichkeiten (Auswahl)

Vorsitz

Die Präsidenten (so bis 1988 bezeichnet) und Bundesvorsitzenden waren:

Stellvertretende Vorsitzende

Ehrenpräsidenten

Weitere

Zitate

  • „Vom 16. bis 19. Oktober fand in Hammelburg das 43. Bundestreffen der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) statt. Wie ein Jahr zuvor in Dresden, wurde die ‚demokratische Öffentlichkeit‘ mobilisiert. Eine ‚Bürgerinitiative Solidarität statt Rassismus‘ wandte sich an den Bundesverteidigungsminister Rühe, der sich prompt vom OdR-Treffen distanzierte. [...] Wie in Dresden [Anm.: 1996], waren auch die ‚Antifaschisten‘ in Hammelburg vor Ort. In extra verschlissenen Bundeswehruniformen, Pappgewehren und angedeuteten Hakenkreuzarmbinden belästigten sie Passanten. Sogar das Betreten des Tagungsortes der OdR wurde ihnen durch die Polizei nicht verwehrt. An dem Treffen nahmen nahezu 300 Personen teil. Von den ursprünglich 82 angemeldeten Ordensträgern kamen in diesem Jahr 66 derart Geehrte. Hinzugerechnet wurden die 32 Vollmitglieder ohne Ritterkreuz, davon 29 aus der Enkelgeneration der ehemaligen Kriegsteilnehmer. Die zahlreichen Ausländer aus Ländern der Bündnispartner im Zweiten Weltkrieg zeigten sich enttäuscht und empört über das Verhalten deutscher Politiker. Die Unterstützung eines Arbeitseinsatzes des OdR-Freundeskreises auf der russischen Kriegsgräberstätte des ehemaligen Stalag XIII C im Lager Hammelburg wurde kurz vor Beginn auf höhere Weisung durch die Bundeswehr zurückgezogen. Ihre letzte Ruhestätte haben hier 3.458 Kriegsopfer, vornehmlich Kriegsgefangene der Roten Armee. Die Infanterieschule Hammelburg reagierte gespalten auf das Bundestreffen der OdR. Der Schulkommandeur, Brigadegeneral Wulf Wedde, und viele seiner Stabsoffiziere bewiesen Courage, indem sie trotz des Verbots einer offiziellen Bundeswehrbeteiligung halfen, wo es ihnen möglich war. Ihre Anwesenheit beim Festabend, der Gedenkfeier und der Kranzniederlegung war Ausdruck der soldatischen Verbundenheit. Beim Aufbau der Bundeswehr waren 674 Ritterkreuzträger dabei, auch auf ausdrücklichen Wunsch der alliierten Besatzungsmächte. Die soldatische Erfahrung der Inhaber dieser höchsten Tapferkeitsauszeichnung war Bestandteil des Abschreckungspotentials der neuen deutschen Armee im Kalten Krieg. Das Ritterkreuz steht in der Tradition des 1813 gestifteten Eisernen Kreuzes, das heute Hoheitsabzeichen der Bundeswehr ist.“Peter Hild, in: Junge Freiheit, 47/97 vom 14. November 1997
  • „Sie, die Träger des Ritterkreuzes, waren nach Leistung, Erfolg und Haltung im Gefecht die Elite der Wehrmacht und der Waffen-SS. Und das Gefühl, dies gewesen zu sein, darf Ihnen kein Neid, keine Schmähung und kein politisch-historischer Vorbehalt nehmen. Ich verneige mich vor Ihrer Lebensleistung.“Gerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a. D. Bundeswehr, 2004
  • „Mich verbindet in erster Linie das besondere soldatische Element, die Opferbereitschaft, die Tapferkeit, das was auch das Kommando-Spezialkräfte, deren Kommandeur ich war, in besonderer Weise ausgezeichnet hat.“Reinhard Günzel, Brigadegeneral a. D. Bundeswehr, 2004

Bildergalerie

Listen der Träger

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

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