Ortsfall

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Der Ortsfall (auch Wofall, Latein Lokativ) ist in vielen Sprachen jener Fall, der angibt, wo etwas geschieht.

In der deutschen Sprache und deren germanischen Verwandten gibt es ihn nicht, wohl aber in vielen anderen indogermanischen und nichtindogermanischen Zungen.

Beispiele

  • Im klassischen Latein ist der Ortsfall nur mehr vereinzelt vorhanden; er kann nicht zu jedem Worte gebildet werden. Wohl das bekannteste Beispiel ist allerdings Romae, was „in Rom“ bedeutet. Ähnlich sind domi (daheim, zu Hause) oder vesperi (am Abend). Er gleicht im Lateinischen den Endungen des Zeugefalles.
  • In den Turksprachen ist der Wofall äußerst häufig. Als Beispiel ist die Türkische Sprache angeführt: evde (im Hause, daheim), Viyana'da (in Wien), cenûpta (im Süden). Aufgrund der sogenannten 'Vokalharmonie' und einer Anpassung an 'harte' Mitlaute gibt es vier Endungen: -da/-ta und -de/-te.