Osmanisches Reich

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Historische Bedeutung von „Naher Osten“: Gebiete des Osmanischen Reiches außerhalb Europas.

Das Osmanische Reich oder das Kaiserlich Ottomanische Reich, ugspr. auch „Die Pforte[1], war bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ein unter türkischer Dominanz stehender Vielvölkerstaat mit Gebieten in Europa, Asien sowie Nordafrika.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der um 1300 in das Gebiet der Byzantiner eingedrungene Osman I. Ghasi, Führer turkmenischer Glaubenskämpfer des Islams (Ghasi), stand am Beginn der Dynastie der Osmanen und war Namenspate des Vielvölkerreichs. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg kam es durch Kemal Atatürk zur Jungtürkischen Revolution, welche eine Wegbereiterin des heutigen Staates Türkei war.

In den letzten Jahren des Osmanischen Reiches kam es, nach Auffassung der modernen Geschichtsschreibung, zum Völkermord an den Armeniern, dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Die türkische Regierung und weite Kreise innerhalb der Türkei lehnen die Bezeichnung als Völkermord hingegen ab.

„Kranker Mann am Bosporus“

Bereits nach der gescheiterten Belagerung von Wien im Jahre 1683 und dem römisch-deutschen Sieg über die sich ausbreitende Türkengefahr setzte der schleichende Niedergang des Osmanischen Reiches ein. Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts mußte es alle besetzten Gebiete nördlich der Donau, ein beträchtliches Stück Serbiens sowie der Peloponnes wieder aufgeben. Innere Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts erreichten keine Stabilisierung. Auf dem Balkan kam es immer häufiger zu Aufständen, da die meisten Völker, trotz der jahrhundertelangen türkischen Besatzung, ihre nationale Identität weitgehend bewahren konnten, wenn diese auch durch die häufig auseinandergerissenen Siedlungsgebiete der verschiedenen Völkerschaften auf einer ungesunden Grundlage ruhte. Dem Russisch-Türkischen Krieg 1828/29 folgten Autonomiezugeständnisse und die Unabhängigkeit der Neugriechen. Die Unterstützung der Türkei durch Großbritannien und Frankreich im Krimkrieg (1853-56) verhinderte eine Vormachtstellung Rußlands, doch schwächte der Konflikt das nun häufig abschätzig als „Kranker Mann am Bosporus“ bezeichnete Osmanische Reich beträchtlich. Auf dem 1878 nach dem Russisch-Türkischen Krieg von 1877/78 stattfindenden Berliner Kongreß erhielten Serbien, das Gebiet Montenegro und Rumänien staatliche Unabhängigkeit. 1908 erklärte Bulgarien mit Ostrumelien seine Souveränität und Österreich-Ungarn annektierte Bosnien und die Herzegowina.

Heutiger Rückbezug

Radikale Gruppierungen in der heutigen Türkei – wie etwa die Grauen Wölfe – wünschen sich die alte Größe des Osmanischen Reiches wieder und streben einen von der Türkei geführten Staat an, in dem alle Turkvölker vereinigt sind. Diese Vorstellung, die man als Panturkismus bezeichnet, ist vergleichbar mit den Ideen des Pangermanismus oder Panslawismus.

Für viele Türken stellen die Osmanen heute jedoch wieder eine Grundlage für die nationale Identität ihres Volkes dar.

Filmbeitrag

Das Osmanisches Reich (2 Teile)



Geschichte wiederholt sich. George Friedman über die künftige Großmacht Türkei (Englisch):



Siehe auch

Literatur

Fußnoten

  1. „Hohe Pforte“ war der Name für die osmanische Regierung - im Gegensatz zum Sultanat
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