Ostpolen

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Unter dem fälschlichen Begriff Ostpolen versteht man den zuvor im Polnisch-Sowjetischen Krieg annektierten östlichen Teil Polens von 1921 bis 1945. Das Gebiet wurde, obwohl es mehrheitlich nicht-polnisch besiedelt war[1] im Rigaer Frieden den Polen zugesprochen.

Bis 1944 wurde der Rigaer Vertrag von offizieller sowjetischer Seile positiv beurteilt (z. B. in der sowjetischen Enzyklopädie von 1940) Erst nachdem auf der Teheraner Konferenz Stalin die Anerkennung der Curzon-Linie [...] von den Westalliierten erreichte, wurde der Vertrag von Riga in einer Erklärung vom 11. Januar 1944 als aufgezwungen bezeichnet.[2]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam das Gebiet wieder an die Ukraine und Weißruthenien bzw. damit an die Sowjetunion zurück. Der Begriff wird meist propagandistisch verwendet und spielt eine wichtige Rolle für die polnische Kompensationstheorie. Er ist im Vergleich etwa so falsch wie wenn man die von den Deutschen während des Zweiten Weltkrieges eroberten, fremdvölkisch besiedelten Reichskommissariate als Ostdeutschland bezeichnen würde.

Zitate

  • „Eine polnische Armee marschierte in die junge Sowjetunion hinein und bemächtigte sich 1920/21 weiter Gebiete der Ukraine, Weißrußlands und Litauens… Das, was man später als ‚Ostpolen‘ bezeichnete, hat es im Grunde nie gegeben; es war samt und sonders in den Jahren 1920/21 geraubtes Gebiet.“ - In: „Kein Dogma, kein Verbot, kein Tabu“ , Verlag Pour le Mérite 2008

Fußnoten

  1. „Nach amtlichen polnischen Statistiken hatte das an die Sowjetunion abgetretene Ostterritorium Polens eine Gesamtbevölkerung von 11,8 Millionen Menschen. Nach denselben Quellen gehörten aber nur 4,7 Millionen - weniger als 40 Prozent - der polnischen Nationalität an.“ in: Arnold Cronberg: „Zur deutsch-polnischen Frage“ (PDF-Datei)
  2. Vgl. Martin Bauch: „Die Pläne der Alliierten bezüglich der polnischen Nachkriegsgrenzen mit Augenmerk auf die sowjetisch-polnische Grenze zwischen Juni 1941 und der Konferenz von Teheran“, Grin-Verlag 2005, S. 9
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