Below, Otto von

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Otto von Below III.jpg

Otto Ernst Vinzent Leo von Below (Lebensrune.png 18. Januar 1857 in Danzig; Todesrune.png 9. März 1944 in Besenhausen bei Göttingen) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee und des Deutschen Heeres, zuletzt General der Infanterie und Kommandierender General des XVII. Armee-Korps beim Grenzschutz Ost in Westpreußen im Ersten Weltkrieg. Otto war ein Vetter des Generals der Infanterie Fritz von Below. Ottos jüngerer Bruder war Generalleutnant Hans von Below.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Generaloberst Otto von Below.jpg
Otto von Below II.jpg

Von Below trat am 15. April 1875 aus dem Kadettenkorps kommend als Sekondeleutnant in das Füsilier-Regiment „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80 in Wiesbaden ein. Er besuchte von 1884 bis 1887 die Preußische Kriegsakademie und kam 1889 zum Großen Generalstab. Nach Tätigkeiten beim Großherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiment Nr. 89 in Schwerin wurde er 1894 zum Ersten Generalstabsoffizier (Ia) der 27. Division (2. Königlich Württembergische) in Ulm ernannt.

1897 wurde er als Major Bataillonskommandeur im Füsilier-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ (Brandenburgisches) Nr. 35. 1902 wurde er unter Beförderung zum Oberstleutnant in den Regimentsstab des Infanterie-Regiments „Markgraf Karl“ (7. Brandenburgisches) Nr. 60 versetzt, das in Weißenburg stand.

Kurz nach seiner Beförderung zum Oberst übernahm er im April 1905 das Infanterie-Regiment „von Courbiére“ (2. Posensches) Nr. 19 in Görlitz, im März 1909 dann unter Beförderung zum Generalmajor die 43. Infanterie-Brigade der 22. Division in Kassel. Seine letzte Vorkriegsposition war ab April 1912 die des Kommandeurs der 2. Division mit Hauptquartier in Königsberg, für die er zum Generalleutnant befördert wurde.

Nach der Schlacht bei Gumbinnen wurde er am 30. August 1914 zum General der Infanterie ernannt und führte die Schlacht an den Masurischen Seen in Ostpreußen. Am 8. November wurde er als Nachfolger von Hermann von François Oberbefehlshaber der 8. Armee, die von Mai bis Dezember 1915 die Bezeichnung Njemenarmee führte.

Ab 11. Oktober 1916 war er Oberbefehlshaber der deutsch-bulgarischen Truppen an der Saloniki-Front, die als Heeresgruppe Below zusammengefaßt wurden.

„Lauenburgische Jäger stürmten im Beisein des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe, General von Below, der selbst im Kampfgebiet weilte, bei Eiseskälte und Schneetreiben die Höhe 1212, den Schlüsselpunkt der deutschen und bulgarischen Stellungen im Cernabogen, und entrissen diese wichtige Höhe den Serben.“ — Heeresbericht zum 18. November 1916

Am 23. April 1917 übernahm er zeitweilig die 6. Armee an der Westfront und am 9. September 1917 die zum Einsatz an der Italienfront zusammengezogene 14. Armee. Sie bestand aus neun kaiserlichen und königlichen und sechs deutschen Divisionen.

Seinen bedeutendsten Einsatz und größten militärischen Erfolg erzielte er 1917 als Oberbefehlshaber der 14. Armee in der Schlacht von Karfreit, der 12. und letzten Isonzoschlacht. Die Schlacht endete mit einer katastrophalen Niederlage der Italiener, die mehr als 300.000 Mann (darunter etwa 270.000 Kriegsgefangene) und die Hälfte ihrer schweren Artillerie verloren. Die italienische Front konnte nur mit massiver gegnerischer Militärhilfe wieder stabilisiert werden.

Nach der deutschen Annahme des Schandvertrages von Versailles trat er am 27. Juni 1919 in den Ruhestand.

Below war Mitglied des Alldeutschen Verbands und der Deutschnationalen Volkspartei. Er betätigte sich in den Vaterländischen Verbänden Norddeutschlands, denen er zeitweilig vorstand. Der glühende Patriot fand sich nie mit der Weimarer Republik ab. Seinen Lebensabend verlebte er in Kassel.

Chronologie

1.9.1871 Kadett in Oranienstein

  • 1.5.1872 Kadett in Berlin
  • 15.4.1875 Sekondeleutnant im Füsilier-Regiment Nr. 80
  • 1.3.-31.7.1881 zur Central-Tumanstalt kommandiert
  • 1.10.1881 zur Unteroffizierschule Marienwerder kommandiert
  • 1.10.1884 in das Großherzoglich Mecklenburgische Grenadier-Regiment Nr. 89 versetzt und bis zum 20.7.1887 zur Kriegsakademie kommandiert
  • 13.9.1884 Premierleutnant ohne Patent
    • 15.2.1885 Patent seines Dienstgrades erhalten
  • 21.7.-30.9.1887 zum Eisenbahn-Regiment Nr. 1 kommandiert
  • 1.4.1889 zum Großen Generalstab kommandiert
  • 24.3.1890 Hauptmann
  • 10.9.1890 Kompaniechef im Großherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiment Nr. 89 unter Belassung in seinem Kommando bis 6.1.1891
  • 27.4.1894 in den Generalstab der 27. Division versetzt
  • 12.9.1895 Major
  • 18.11.1897 Kommandeur des III. Bataillons des Füsilier-Regiments „Prinz Heinrich von Preußen“ (Brandenburgisches) Nr. 35
  • 22.4.1902 Oberstleutnant beim Stabe des Infanterie-Regiments „Markgraf Karl“ (7. Brandenburgisches) Nr. 60
  • 16.3.1905 Oberst
  • 22.4.1905 Kommandeur des Infanterie-Regiments „von Courbiere“ (2. Posensches) Nr. 19
  • 24.3.1909 Generalmajor und Kommandeur der 43. Infanterie-Brigade
  • 2.4.1912 Generalleutnant und Kommandeur der 2. Division
  • 1.8.1914 Kommandierender General des 1. Reservekorps
  • 30.8.1914 General der Infanterie
  • 7.11.1914 Führer der 8. Armee
  • 30.5.1915 Führer der Njemen-Armee
  • 29.12.1915 die Njemen-Armee erhält die Bezeichnung 8. Armee
  • 3.10.1916 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe „Below“ in Mazedonien
  • 18.11.1915 Chef des Lauenburgischen Jäger-Bataillons Nr. 9 (ähnlich dem Regimentschef)
  • 22.4.1917 Oberbefehlshaber der 6. Armee in Toumay
  • 9.9.1917 Oberbefehlshaber der 14. Armee in Italien
  • 22.1.1918 Oberbefehlshaber der 17. Armee in St. Amand
  • 12.10.1918 Oberbefehlshaber der 1. Armee an der Aisne
  • 8.11.1918 Oberbefehlshaber Heimatschutz West
  • 9.11.1918 Umsturz
  • 3.12.1918 Kommandierender General des XVII. Armeekorps in Danzig
  • 26.6.1919 Abschied aus der Vorläufigen Reichswehr nach 44 Dienstjahren bewilligt (ggf. mit dem Charakter als Generaloberst)

Tod

Otto Ernst Vinzent Leo von Below verstarb 1944 zu Besenhausen bei Göttingen und wurde auf dem Ehrenfriedhof zu Göttingen beigesetzt.

Familie

  • Vater: Ludwig Hugo Lebensrune.png 27.10.1824 zu Neumarkt (Provinz Schlesien); Todesrune.png 30.11.1852 zu Königsberg i. Pr., char. Generalleutnant z. D., zuletzt Kommandant von Posen[1]
  • Mutter: Alexandra Ludowika Friederike von Lupinski Lebensrune.png 30.9.1827 zu Gnesen; Todesrune.png 2.2.1898 zu Berlin-Steglitz, Tochter des Generalleutnants z. D. Vincent Louis Kajetan von Lupinski
  • Verheiratet: 29.6.1897 zu Stuttgart mit Gerty Julie Ottilie Pfaff Lebensrune.png 9.1.1874 zu Straßburg i. E.; Todesrune.png 21.5.1945 zu Besenhausen.
  • Kinder:
    • 1.) Else Alexandra Caroline Lebensrune.png 30.4.1898 zu Brandenburg a.H.; Todesrune.png 9.6.1960 zu Kassel, Hebamme
    • 2.) Hans Hugo Wilhelm Lebensrune.png 28.3.1900 zu Brandenburg a.H.; Todesrune.png 11.3.1981 zu Bad Tölz, Speditionskaufmann
    • 3.) Annemarie Gertrud Brunhilde Lebensrune.png 27.6.1901 zu Brandenburg a.H.; Todesrune.png 16.9.1993 zu Rottach-Egern
      • heiratet 3.10.1925 zu Kassel Hans Karl von Bornes Lebensrune.png 18.7.1898 zu Klein-Niendorf in Holstein, Major a. D., Kaufmann, 13.9.1956 zu Essen geschieden

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

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