Rassinier, Paul

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Paul Rassinier (1906–1967)

Paul Rassinier (Lebensrune.png 18. März 1906; Todesrune.png Juli 1967) war ein französischer Politiker und Lehrer und gehörte zu dem Kreis der Geschichtsrevisionisten, die den sogenannten „Holocaust” entlarven. Als erster Holocaustforscher schrieb er mehrere kritische Studien über das Thema. Man nennt ihn deshalb auch den Vater des Revisionismus. Er hatte sich während seiner Internierung in einem Konzentrationslager des Deutschen Reiches ein Nierenleiden zugezogen und wurde nach seiner Heimkehr nach Frankreich arbeitsunfähig. Laut Rassinier retteten ihm die Lebensmittelpakete, die ihm seine Frau wöchentlich ins Lager schickte, obwohl sie nicht sicher war, ob ihr Mann noch lebte, das Leben.

Inhaltsverzeichnis

Kommunist

Rassinier trat 1922 der Kommunistischen Partei Frankreichs bei, wurde aber 1932 ausgeschlossen. Im Jahr 1934 wurde er Mitglied der Föderation der sozialistischen Partei (SFIO) im Département Territoire de Belfort und war zeitweise dessen stellvertretender Vorsitzender; innerhalb der SFIO gehörte er zum pazifistischen Flügel um Charles Spinasse, einer Gruppierung, welche eher zu einer Verständigung mit Hitler als zu einem Krieg gegen das Dritte Reich bereit war. Zwei Jahre nach der Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen wirkte er am Aufbau der nichtkommunistischen Resistancegruppe „Libération-Nord” mit. Er lehnte jedoch die Anwendung von Gewalt im Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht ab. Die Gestapo verhaftete ihn am 30. November 1943 und internierte ihn im Außenlager Dora des Konzentrationslagers Buchenwald.

Für die Wahrheit

Nach Kriegsende trat Rassinier wieder an die Spitze der Sozialistischen Partei des Bezirks Belfort, kam im Herbst 1946 als Nachrücker für einen Parteifreund ins Parlament und wurde mit einer Anerkennungsmedaille in Gold und der höchsten Dekoration der Widerstandsbewegung ausgezeichnet. Er sprach sich dagegen aus, daß ein kleiner Teil der Bevölkerung – von Haß gesteuert – Andere verfolgt, mit anderen Worten, gegen eine Verfolgung und Unterdrückung früherer sogenannten Kollaborateure (was ihn einen Teil seiner Beliebtheit kostete, jedenfalls unter den Verfolgern). Ihm fiel unangenehm auf, wie sich seine ehemaligen Mitgefangenen, und zwar gerade diejenigen, die sich im Lager nur um sich selbst und ihre kleine, egoistische Clique gekümmert hatten, mit frei erfundenen Lügengeschichten über Konzentrationslager bereicherten und sich in der Presse bekannt machten.

Bücher

1949 veröffentlichte Rassinier sein Buch Le passage de la ligne („Die Grenzüberschreitung”), das später in überarbeiteter Form als Le Mensonge d'Ulysse („Die Lüge des Odysseus”, in deutscher Sprache 1959 gedruckt) erschien. In diesem Buch ging Rassinier zwar noch von der Existenz der Gaskammern in den Konzentrationslagern aus, bezweifelte aber die Anzahl der Opfer des angeblichen Massenvernichtungsprogrammes: „Meine Meinung über die Gaskammern? Es waren welche vorhanden, aber nicht so viele, wie angenommen wird. Vernichtungen vermöge dieses Mittels fanden auch statt, doch nicht so viele, wie gesagt wird“.

Verfolgung

Beide Bücher hatten juristische Folgen für Rassinier. Von verschiedenen Gruppen der sogenannten Widerstandskämpfer wurde er vor mehreren Instanzen angeklagt. Nach sechs Jahren des Rechtsstreits hob die Strafkammer des Kassationshofes als oberste Instanz alle früheren Urteile auf und sprach ihn frei. Erst nach diesem Freispruch entschied sich Rassinier, sich vollends der Holocaust-Forschung zu verschreiben. In diesem Kontext stellte er seine Inhaftierung in Buchenwald als besonderes Zeugnis seines Wissens aus erster Hand in den Vordergrund. 1960 erfolgte die Veröffentlichung des Nachfolgewerkes Ulysse trahi par les siens („Was nun, Odysseus?”); 1965 Le drame de juifs européens („Das Drama der Juden Europas”), weitere holocaust-entlarvende Werke erschienen erst postum, unter anderem zahlreiche Schriften in englischer Sprache, die unter dem Titel Debunking the Genocide Myth vom revisionistischen Buchversand und -verlag „Noontide Press” verlegt wurden.

Einreiseerlaubnis in die BRD verweigert

Rassinier wohnte regelmäßig den Deutschland aufgezwungenen „Nazi”-Prozessen bei. Bei einem derartigen Prozeß wurde ihm die Einreise verweigert mit der Begründung, er stelle eine „Gefahr” für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland dar. Rassinier legte in Europa nach eigenen Angaben mehrere tausend Kilometer im Zug zurück, um angebliche Holocaust-Zeugen zu besuchen und ihnen ein paar präzise Fragen über das zu stellen, was sie angeblich gesehen und erlebt haben. Dabei erfuhr er, daß ausnahmslos alle solche Berichte auf Hörensagen beruhten („X.Y hat mir erzählt, daß Z. mit eigenen Augen sah, daß [...]“).

Ein französischer Priester, der gemeinsam mit Rassinier inhaftiert gewesen war, schrieb, daß er gesehen habe, daß aus den Duschrosen Gas herausgekommen sei. Rassinier suchte ihn auf und dabei soll es zu folgendem Wortwechsel gekommen sein:[1]

  • „Aber Euer Hochwürden sah es, daß aus der Duschrose immer nur Wasser herauskam, niemals Gas”.
  • „Ja, mein Sohn, ich sah es. Ich nahm mir die Freiheit eines schöpferischen Autors, um über Gas zu berichten.”

Referenzen

Robert Faurisson wurde durch die Lektüre der Bücher Rassiniers angeregt, eigene Nachforschungen bezüglich des behaupteten „Holocausts“ anzustellen. In Deutschland beruft sich u.a. der Geschichtsrevisionist und Holocaust-Forscher Germar Rudolf ausdrücklich auf Rassinier, dessen Lektüre bewirkt habe, „Zweifel an der vorherrschenden Meinung über den Holocaust in mir hervorzurufen”.

Filmbeitrag

Werke

(Die Werke sind alle bei amazon.de gebraucht erhältlich.)

  • 96-book.png PDF Das Drama der Juden Europas – Eine technische Studie, Hans Pfeiffer Verlag, Hannover 1965
  • 96-book.png HTML PDF Was ist Wahrheit? Die Juden und das Dritte Reich, Landsberger Verlagsanstallt Martin Neumeyer, Landsberg a. Lech, 7. Auflage 1981, ISBN 3-8061-0911-7
  • 96-book.png HTML PDF Die Jahrhundert-Provokation – Wie Deutschland in den zweiten Weltkrieg getrieben wurde, Grabert-Verlag, Tübingen, 3. Auflage 1998, ISBN 3-87847-100-9
  • 96-book.png PDF Operation „Stellvertreter” – Huldigung eines Ungläubigen, Damm Verlag, München 1966
  • 96-book.png PDF Die Lüge des Odysseus, Verlag Karl Heinz Priester, Wiesbaden 1959
  • 96-book.png HTML PDF Was nun Odysseus? – Zur Bewältigung der Vergangenheit, Verlag Karl Heinz Priester, Wiesbaden 1960
  • Zum Fall Eichmann: Was ist Wahrheit? oder Die unbelehrbaren Sieger; 1963

Verweise

Fußnoten

  1. Aufgrund eines chemischen Gutachtens, das die Unmöglichkeit der Leitung des Zyklon B durch Metallrohre darlegte, kam das Gericht beim sogenannten Degesch-Prozeß im Jahre 1949 in seinem Urteil vom 28. Mai 1949 zu dem Schluß, daß diese von „Zeugen“ unter Eid gegebene Beschreibung der Art, in der das Gas in die Gasräume gebracht worden sei, „irrig ist“. Siehe: 96-book.png HTML C.F. Rüter (Hg.): Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialisticher Tötungsverbrechen 1945–1966, Band XIII, Amsterdam 1968–1981, S. 134:
    „Über die Art, in der das Gas in die Gasräume gebracht worden ist, haben unter den damaligen Häftlingen offenbar unzutreffende Meinungen bestanden. [...] Das Gericht zweifelt nicht daran, daß die Annahme, das Gas sei mittels einer Kanüle aus der Zyklondose herausgeholt und in die Gaskammern geführt worden, irrig ist.“


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