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Philosophie

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Philosophie (gr. φιλοσοφία philosophía, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) ist diejenige Wissenschaft, welche versucht, tiefere Erkenntnisse und ein weiteres Verständnis über die menschliche (subjektive) Existenz und das (objektive) Dasein der Welt zu erlangen. „Philosophie ist Wissen um einen Weltzusammenhang.“[1]

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Die Philosophie wird je nach dem besonderen Gegenstand unterschieden:

1.) Die Denkphilosophie (ens rationale), die sich mit den Gesetzen (Logik) und der objektiven Gültigkeit des menschlichen Erkennens (Erkenntnistheorie) befasst.

2.) Die spekulative Philosphie (ens reale) oder Seinsphilosophie. Diese wird eingeteilt in Metaphysik und Naturphilosophie. Die Metaphysik wird in Ontologie und Theodizee unterschieden. Die Naturphilosophie befasst sich mit der Lehre über den Menschen: der Anthropologie (der philosophischen, der psychologischen und der kulturellen) und schließlich der Kosmologie.

3.) Der praktischen Philosophie oder der „Tun-Philosophie“, der Ethik oder Moralphilosophie und der Philosophie der Kunst (Ästhetik).

Geschichte

Die Anfänge des philosophischen Denkens des Westens gehen bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert zurück. In Abgrenzung zum mythischen Weltbild entfaltete sich in der antiken Philosophie und Mathematik das systematische und wissenschaftlich orientierte menschliche Denken. Im Lauf der Jahrhunderte differenzierten sich die unterschiedlichen Methoden und Disziplinen der Welterschließung und der Wissenschaften direkt oder mittelbar aus der Philosophie.

Zitate

  • „In Verachtung ist die Philosophie geraten, weil man sich nicht so damit befasst, wie es ihrer Würde entspricht; denn nicht die unechten Philosophen sollten sich mit ihr beschäftigen, sondern die wahren.“ - Plato[2]
  • „Denn wegen des Verwunderns haben die Menschen sowohl jetzt wie ehedem zu philosophieren begonnen.“ - Aristoteles[3]
  • „Fast alle Menschen bedenken unablässig, daß sie der und der Mensch sind, nebst den Korollarien [Schlußfolgerungen], die sich daraus ergeben: hingegen, daß sie überhaupt ein Mensch sind und welche Korollarien hieraus folgen, das fällt ihnen kaum ein und ist doch die Hauptsache. Die Wenigen, welche mehr dem letztern, als dem erstern Satze nachhängen, sind Philosophen.“ - Arthur Schopenhauer[4]
  • „Ich bin nicht der Auffassung, daß die Freiheit der Forschung nur auf dem Gebiet der Naturwissenschaft gegeben sein soll. Sie soll sich durchaus auch auf das Gebiet der Geisteswissenschaften erstrecken. Hier steht die Philosophie völlig im Vordergrund. Sie ist ja ihrem Wesen nach nur eine Fortsetzung der Naturforschung. Von deren Ergebnissen ausgehend, will sie mit Hilfe der Spekulation ein Weltbild gewinnen. Die Grenzen zwischen diesen Disziplinen sind also keineswegs streng geschieden, sondern flüssig.“ - Adolf Hitler[5]

Siehe auch

Literatur

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Fußnoten

  1. Arthur Moeller van den Bruck: Weltanschauung, in (ders.): Die Zeitgenossen, Minden 1906, S. 22
  2. de rep. VII.
  3. In der Einleitung zu seiner Metapysik (τὰ μετὰ τὰ φυσικά)
  4. A. Schopenhauer: Parerga und Paralipomena II, Erster Teilband, S. 9, § 2 (Ausgabe Diogenes 1977 ISBN 3 257 20430 2)
  5. In: Monologe im Führerhauptquartier - die Aufzeichnungen Heinrich Heims, herausgegeben von Werner Jochmann, Wilhelm Heyne Verlag, München 1980, ISBN 3-453-01600-9 (Aufzeichnung vom 19.05.1944 Seite 411)
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