Portugiesische Sprache

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Die portugiesische Sprache (Eigenbezeichnung português) ist eine Sprache aus dem romanischen Zweige der indogermanischen Sprachfamilie.

Durch das hohe Bevölkerungswachstum entwickelte sich die portugiesische Sprache im 20. Jahrhundert von einer wenig beachteten Randsprache Europens zur zweitmeistgesprochenen romanischen Sprache der Welt (nach dem Spanischen).

Als Amtssprache Äquatorialguineas, Angolas, Brasiliens, Kap Verdes, Osttimors, Guinea-Bissaus, Macaus, Mosambiks, Portugals sowie São Tomé und Príncipes wird es heutzutage von ungefähr 210 Millionen Menschen als Muttersprache und weiteren 30 Millionen als Zweitsprache verwendet.

Obgleich keine Amtssprache, wird es auch von einer großer Zahl Einwanderer in Andorra, Luxemburg, Namibien und der Schweiz gesprochen.

Hochsprache

Portugiesisch ist, wie viele Weltsprachen, eine sogenannte plurizentrische Sprache. Das heißt in diesem Falle, das es neben dem Europäischen Portugiesisch (in Portugal) auch ein Brasilianisches Portugiesisch und ein Afrikanisches Portugiesisch (der ehemaligen Schutzgebiete Portugals) gibt. Des weiteren wird oft Galicisch als zusätzliche Form des Portugiesischen angesehen. Das im Nordosten Spaniens gesprochene Galicisch kam in der Neuzeit unter den Einfluss der kastilischen Amtssprache und wird, je nach Anschauung, mit dem Portugiesischen zusammengefasst (portugiesisch galego-português).

Verhältnis zu anderen romanischen Sprachen

Von den großen romanischen Sprachen steht das Spanische (Kastilische) dem Portugiesischen am nächsten. Der größte Unterschied besteht darin, daß durch die portugiesische Nasalierung die Sprache weicher als das Spanische klingt. Weiters fällt auf, daß, während im Spanischen in der Renaissance und Neuzeit spanische Volkswörter bewusst an das lateinische Original rückgeführt wurden (so z.B. wurde aus lición wieder eine lección, aus perfeto wieder perfecto), dies bei den Portugiesen nicht in diesem Maße der Fall war: Es heißt auch heute noch lição und perfeito.

Die häufigen Nasallaute, die starken Lautverschiebungen (lat. calens bzw. calente wurde zu quente, während es im Kastilischen caliente heißt) und die dadurch bedingten Eigenheiten veranlassten den brasilianischen Dichter Olavo Bilac (1865-1918) zur berühmten Aussage:

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Última flor do Lácio, inculta e bela.
Letzte Blume des Latiums, ungeschliffen und schön.
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