Rasmussen, Anders Fogh

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anders Fogh Rasmussen (Lebensrune.png 26. Januar 1953 in Ginnerup, Jütland) ist seit 2015 Kommunikationsberater der jüdischen VS-Bank Goldman-Sachs. Zuvor war er dänischer Ministerpräsident und, während der Ukraine-Krise, Generalsekretär der NATO. Zu dieser Zeit wurde er von russischen Medien als russophob bezeichnet.

Werdegang

Anders Fogh Rasmussen wurde als Sohn des Landwirts Knud Rasmussen und dessen Frau Martha Rasmussen geboren. 1972 machte er das Abitur an der Viborg Kathedralsschule und studierte danach bis 1978 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Århus. Er schloß mit dem akademischen Grad cand. oecon. ab.[1]

Wirken

Fast zehn Jahre war Rasmussen wirtschaftswissenschaftlicher Berater der Dänischen Vereinigung für kleine und mittlere Unternehmen. Bereits als Student engagierte er sich in der Politik. Er war Landesvorsitzender der Jungliberalen (1974–1976) und Mitglied im Landesvorstand der rechtsliberalen Venstre-Partei (1973–1978 und 1984). Im Herbst 1978 wurde er erstmals in das dänische Parlament, den Folketing, gewählt. Er gehörte der Fraktionsspitze an (1984–1987 und ab 1992) und wirkte ab 1992 als Sprecher der Partei in politischen Fragen. 1985 zum stellvertretenden Parteiführer gewählt, war er „rechte Hand“ von Parteichef Uffe Ellemann-Jensen.[2][3]

Anders Fogh Rasmussen war Ministerpräsident (2001–2009) und Generalsekretär der NATO (2009–2014).

Nachdem die Türkei ihre Aggressionspolitik gegen Syrien ausgeübt hatte, stationierte die NATO im Rahmen der Operation „Active Fence“ zum Jahreswechsel 2011/2012 Luftabwehrraketen im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Bezüglich der seit 2003 unter NATO-Führung stehenden ISAF-Einsatztruppe in Afghanistan übergab Rasmussens Bündnis im Juni 2013 die Sicherheitsverantwortung für das ganze Land an die einheimischen Sicherheitskräfte. Über das geplante Ende des Kampfeinsatzes zum Jahresende 2014 hinaus sollten aber Trainingsmissionen der NATO in Afghanistan verbleiben.

Im Herbst 2014 war er mitverantwortlich für die Aggressionspolitik gegen die Ukraine. Im Anschluß an blutige Massenproteste und Putsch gegen die ukrainische Regierung im Februar 2014 war es zu militärischen Auseinandersetzungen in den östlichen Landesteilen gekommen. Im März 2014 bezeichnete Rasmussen die Abspaltung der Krim als einen „Wendepunkt“ in Fragen der Sicherheit der EU.[4][5]

Zum 1. Oktober 2014 trat[6] der frühere norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg die Nachfolge Rasmussens als NATO-Generalsekretär an.[7]

Familie

Rasmussen ist seit 1978 mit Anne-Mette, einer Kindergärtnerin, verheiratet. Sie haben einen Sohn Henrik (* 1979) und zwei Töchter, Maria (* 1981) und Christina (* 1984). Nachdem seine Ehefrau jahrelang kaum in der Öffentlichkeit gestanden hatte, rückte sie 2008 als Protagonistin der Fernsehtanzschau „Vild med dans“ ins Rampenlicht.

Verweis

Fußnoten

  1. Der akademische Grad cand. oecon. entspricht einem Mastergrad (MSc Econ.).
  2. Munzinger-Archiv GmbH, 41/2014
  3. Er erledigte die Tagesgeschäfte, bemühte sich um Kompromisse, war aber auch in handfeste Auseinandersetzungen verwickelt.
  4. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4. Mai 2014, Anders Fogh Rasmussen: „Was in der Ukraine geschehen ist, muss ein Weckruf für Europa sein“.
  5. sueddeutsche.de, 27. August 2014, Anders Fogh Rasmussen: „Wir werden alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die effektive Verteidigung und den Schutz jedes Mitglieds zu gewährleisten“.
  6. wie bereits im Frühjahr 2014 beschlossen
  7. 30. September 2014: Einen Tag nach der Amtsübernahme des neuen afghanischen Staatspräsidenten Ashraf Ghani Ahmadzai unterzeichnen Afghanistan und die VSA sowie die NATO ein lange von dessen Amtsvorgänger Hamid Karsai blockiertes Sicherheitsabkommen. Dieses sieht u. a. vor, daß ausländische Soldaten bei Vergehen nicht vor ein afghanisches, sondern vor ein Heimatgericht gestellt werden. Nach dem Abzug der meisten Kampftruppen zum Jahresende können demnach bis zu 12.000 ausländische Soldaten im Land verbleiben, um afghanische Sicherheitskräfte auszubilden und zu unterstützen.