Reichskammer der bildenden Künste

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Die Reichskunstkammer, eigentlich Reichskammer der bildenden Künste (RdbK), war eine Institution im Dritten Reich, sie umfaßte als berufsständische Organisation sämtliche deutschen bildenden Künstler sowie die Kunstverlage und den Kunst- und Antiquitätenhandel.

Aufgaben

Ihre Aufgabe war es, die wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten dieser Kulturberufe zu regeln. Die Betreuung und Heranbildung des künstlerischen Nachwuchses obliegt von Staats wegen den Akademien, Kunsthochschulen, Kunstgewerbe- und Handwerksschulen und ähnlichen Institutionen, deren Tradition in Deutschland bis zum Ende des XVII. Jahrhunderts zurückreicht.

Das Dritte Reich hatte den bildenden Künsten große Ziele gesetzt. Das Amt des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt und die Hauptstelle Bildende Kunst beim Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP waren maßgebend an der Neugestaltung der bildenden Künste beteiligt. So entstanden in Nürnberg, München, Berlin und anderwärts die Monumentalbauten des Staates und der Partei als Ausdruck der Volksgemeinschaft und der Größe der Gegenwart. Die alljährlich stattgefundenen repräsentativen Großen Deutschen Kunstausstellungen sowie die Architektur- und Kunsthandwerkausstellungen im Haus der Deutschen Kunst in München gaben ein Bild vom Stand des Schaffens auf allen Gebieten.

Ausstellungen der deutschen Städte und Gaue im Reich vermittelten dem Volk die Kunst in ihren besten Leistungen. Auch die deutschen Kunstvereine standen im Dienst dieses Gedankens. Ihre Zahl betrugt rund 250. Zahlreiche Kunstpreise des Staates, der Gaue und Gemeinden waren als Auszeichnung der besten künstlerischen Kräfte gestiftet.

In den Kulturreden des Führers zur Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellungen und auf den Reichsparteitagen waren die grundsätzlichen Richtlinien und Weisungen über Wesen und Streben der deutschen Kunst des neuen Reiches enthalten.

Struktur

Die Reichskammer der bildenden Künste gliederte sich in folgende Fachverbände:

Siehe auch

Reichskulturkammer
Schrifttum Film Musik Theater Presse Bildende Künste Rundfunk (bis 1939)
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