Reichskanzlei

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Das Reichskanzlerpalais um 1895

Die Reichskanzlei war der Sitz des Reichskanzlers des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945. Die Reichskanzlei wurde 1871 auf Veranlassung Bismarcks in diesem Gebäude eingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Gebäude der Alten Reichskanzlei war 1738/1739 von Carl Friedrich Richter erbaut worden. 1869 wurde das Palais von Otto von Bismarck für Zwecke der preußischen Staatsregierung angekauft. 1875 erwarb das Deutsche Reich das Gebäude, das in Zukunft als Wohn- und Amtssitz des jeweiligen Reichskanzlers genutzt wurde. In den Jahren 1875–1878 erfolgte im Inneren des Gebäudes ein Umbau nach Plänen von Georg Joachim Wilhelm Neumann. Ab 1878 nutzte Bismarck das Palais als Residenz und die neu gegründete Behörde „Zentralbureau des Reichskanzlers“ bezog mit ihm zusammen das Palais. Bismarck schlug zudem die Umbenennung des Palais in Reichskanzlei vor.

Drittes Reich

1934/1935 erfolgte ein erneuter Umbau sowie eine Neueinrichtung der Wohn- und Arbeitsräume für Adolf Hitler, die sogenannte „Führerwohnung“ durch Paul Ludwig Troost, Gerdy Troost und Leonhard Gall. Dabei wurden die Repräsentationsräume für den Empfang von Gästen vom ersten Stock in das Erdgeschoß verlegt. Dieses beherbergte neben der Vorhalle im Mittelbau des Palais den Salon und von diesem auf der Gartenseite abzweigend die riesige Wohnhalle, den Kaminraum und den Speisesaal. Im Obergeschoß wurde der Kabinettsaal vom Anbau der Jahre 1930/1931 zurück in den Konferenzsaal des Mittelbaus verlegt.

Neue Reichskanzlei

Nach dem Bau der Neuen Reichskanzlei wurde der Kabinettsaal dorthin verlegt und der Konferenzsaal blieb leer und wurde nur zum alljährlichen Aufstellen von Hitlers Geburtstagsgeschenken benutzt. Außerdem befanden sich in der ersten Etage Hitlers privates Arbeitszimmer, sein Schlafzimmer mit Bad und das Zimmer von Eva Braun. In diesem Zusammenhang wurde im Garten der Kanzlei ein Saalanbau nebst Wintergarten für diplomatische Empfänge mit darunter gelegener Luftschutzanlage errichtet.

Zweiter Weltkrieg

Schlacht um Berlin

„Im Regierungsviertel sind es die Soldaten des Bataillons ‚Fenet‘ und des Panzerjagdkommandos der Nahkampfschule ‚Charlemagne‘ unter Obersturmführer Weber, die den Kern der Abwehr bilden und deren Hauptkampflinie sich immer mehr der Reichskanzlei nähert. Wilhelm Weber wird am 29. April nach Abschuß seines dreizehnten Sowjetpanzers an der Schulter schwer verwundet und in das Notlazarett in der Reichskanzlei eingeliefert. Standartenjunker Wilhelm „Willi“ Fey übernimmt seinen Platz und hält sein Jagdkommando zusammen bis zum bitteren Ende und Ausbruch.“

Filmbeitrag

Siehe auch

Verweise

Dokumentation

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