Religion

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von Religiös)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Religion (lat.: religio, „fromme Scheu“, „Gottesverehrung“, „Bindung“) ist ein Oberbegriff für Glaubensanschauungen und kann als der Versuch einer metaphysischen Erklärung des menschlichen Diesseits und Jenseits aufgefaßt werden. Mythen, Allegorien sowie teilweise die Verehrung von Göttern, sogenannten Heiligen, Propheten oder transzendenten Mächten sind Kennzeichen religiöser Kulte und Glaubensrichtungen; Religionen nehmen mittels spezifischer Symbolik und Rituale Einfluß auf Anschauungen und Verhaltensweisen sozialer Gemeinschaften (→ Initiation).

Religion steht zumindest teilweise im Gegensatz zur Wissenschaft, da eine sachlich-wissenschaftliche Beforschung und Hinterfragung von religiösen Themen vielfach nicht möglich ist. Religion ist zwar bedingt durch einen (metaphysischen) Glauben, aber nicht mit diesem in seiner ursprünglichen Form gleichzusetzen, sondern vielmehr eine Institutionalisierung und Ideologisierung desselben. Daher trägt sie immer die Gefahr sowohl einer Perversion des unverfälschten, ursprünglichen spirituellen Empfindens als auch einer allgemeinen Entartung in versteinerten Institutionen in sich.

Inhaltsverzeichnis

Ursprünge und Entwicklung

Der Weltenbaum nach der Edda-Überlieferung

Naturreligionen (indigene Religionen) gehören zu den ältesten Glaubensanschauungen der Menschheitsgeschichte; sie fußen weitgehend auf den natürlichen Zyklen und Geschehnissen am Himmel und auf Erden, welche das menschliche Leben von jeher beeinflussen. Zentraler Gegenstand solcher natürlichen Glaubensanschauungen ist die – auch in der Astrologie übliche – Befassung mit den Himmelszyklen insbesondere von Sonne, Sternen und Mond sowie den Tierkreiszeichen.

Spuren von bis in Ur-Zeiten zurückreichenden kosmischen Religionen, welche durch einen Sonnen- und Säulenkult gekennzeichnet sind, findet man in fast allen alten Kulturen der Erde.[1]

Schreibfeder.png
Religion ist der im Denken, Fühlen und Handeln betätigte Glaube an das Dasein übernatürlicher, persönlicher oder unpersönlicher Mächte, von denen sich der Mensch abhängig fühlt, die er zu gewinnen oder zu denen er sich zu erheben trachtet.
– Helmuth von Glasenapp, Die nichtchristlichen Religionen


betende Echnaton-Familie

Die Anbetung und Verehrung der Sonne ist Gegenstand der ältesten Religionen der Menschheitsgeschichte, weil dieses Himmelsgestirn die grundlegenden Lebenszyklen der Erde maßgeblich beeinflußt. Das Sonnenrad (siehe auch Swastika), auch Kreuz des Kosmos, in seinen verschiedenen Ausgestaltungen ist eines der ältesten bekannten Symbole vorgeschichtlicher bzw. antiker Naturreligionen und -kulturen.

Als Mysterienreligion oder Mysterienkult bezeichnet man Religionen, welche die weitgehende Geheimhaltung der jeweiligen Symbolik und gelebten Rituale beabsichtigt. Ein Beispiel ist der Mithraskult.

Sonstige Religionen, die sich nicht als Naturreligion auffassen, wie z. B. das seit Konstantin dem Großen zunehmend staatlich geförderte Christentum, begründen ihre religiösen Sichtweisen, Rituale und Symbole in der Regel gar nicht oder nur indirekt unter Bezug auf natürliche Vorgänge am Himmel und auf Erden.

Die Religionen Judentum, (insofern man Judentum unter dem Religionsbegriff subsumiert), Christentum und Islam beschäftigen sich auch mit Abraham (deutsch: „Vater der Völker“), dem Stammvater der Zwölf Stämme Israels. Seine Geschichte ist ein Teil des Alten Testamentes (→ Tanach), und von seinem Sohn Ismael stammt der islamische Prophet Mohammed ab. Diese Religionen umfassen meistens ein System von Glaubensaussagen, z. B. in einem Glaubensbekenntnis, und praktizieren bestimmte Rituale der Anbetung und des Gottesdienstes.

Begriff

Christliche Kirche

Im allgemeinen versteht man unter Religion aber den Glauben an eine göttliche, übersinnliche Macht. Teilweise handelt es sich bei dem Grund in der jeweiligen Religion um überweltliche Mächte als Gott, Götter oder Geister oder innerweltliche Bezüge als Natur oder Universum. Die Verehrung nur eines Gottes (→ Monotheismus) oder mehrerer Götter (→ Polytheismus) ist Gegenstand der meisten Religionen. Der Buddhismus kommt ohne Götter aus (→ Atheismus). Bei dem von Friedrich Max Müller (Indologe, 1823–1900) beschriebenen Henotheismus existieren neben einem Hauptgott untergeordnete Nebengötter. Wer an etwas Übersinnliches glaubt, hofft zugleich darauf, daß mit seinem Tod nicht alles vorbei ist. Vielen hilft Religion auch in schwierigen Lebenssituationen. Manchen bietet sie den letzten Halt. Religionen unterliegen den Einflüssen der Menschenwelt, so daß die konkreten Inhalte einer Religion von der jeweilig herrschenden Kultur oder Epoche beeinflußt werden. So war die Akzentuierung verschiedener Aspekte und damit Wandlung des Religionsbegriffs in den vergangenen Jahrhunderten immer auch ein Spiegelbild des jeweiligen geistesgeschichtlichen Kontextes. Während die Romantik noch das individuelle religiöse Erleben in den Vordergrund stellte, entwickelte sich gleichzeitig im Umfeld aufklärerischen Gedankengutes und einer verstärkt naturwissenschaftlich orientierten Welt ein intellektuell verankerter Religionsbegriff. Parallel dazu ist eine zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft zu beobachten, durch die die Religion ihr jahrhundertelanges Monopol in vielen wichtigen Bereichen verloren hat.

Das Wort „religio“ stammt aus dem antiken Rom. Man verstand darunter die Erfüllung der Pflichten gegen staatlich anerkannte höhere Mächte. Der Kirchenschriftsteller Lactantius (4. Jh.) gab dem Wort entsprechend der Dogmatik einen neuen Sinn; er wollte darunter die gefühlsmäßige Verbindung des Menschen mit einem Gott, dem Urgrund aller Dinge, verstehen. Zu diesem Zweck schuf er eine willkürliche, bewußt falsche Ableitung des lat. Wortes „religio“ aus „religare“, was Rückverbindung (zu Gott) bedeuten sollte, und die sich bis heute – insbesondere in allen christlichen Kreisen – zu propagandistischen Zwecken erhalten hat.[2] Heute hat Religion umgangssprachlich verschiedene Bedeutungen: Im europäischen Kulturkreis sind jenseitsgerichtete Heilslehren gemeint, im ostasiatischen Raum die Gültigkeit von Weltgesetzen oder das Weiterexistieren in einem nächsten Leben als Reinkarnation. Auch die Inhalte von Religionen ändern sich mit der Zeit ungemein stark. Ein interessantes Beispiel dafür ist die Jenseitserwartung im Judentum. So geht aus dem Alten Testament eindeutig dessen Konzipierung als Gerechtigkeitsreligion, z. B. „Auge um Auge, Zahn um Zahn”, im Gegensatz zur christlichen „Gnadenreligion“ hervor. Das Schaffen von ausgleichender Gerechtigkeit als Konzept ist schlüssig, da im frühen Judentum kein Glaube an ein ewiges Leben oder eine Vergeltung nach dem Tode nachzuweisen ist. Im Umgang mit den ägyptischen und babylonischen Riten in den Gefangenschaften änderte sich die israelitische Religion und entwickelte Jenseitsbezogenheit. Zur Zeit Jesu waren nur die Sadduzäer noch der Meinung, es gebe keine Auferstehung der Toten. Die Gnadenreligion Christentum kommt aber ohne den Ausgleich durch ein besseres Jenseits bzw., nach katholischer Glaubenslehre, eine ewige Verdammnis nicht zurecht. Bedeutungen und Inhalte der Religion mußten sich daher wandeln. Die „Auferstehung” zu einem neuen, ewigen Leben der Seele wurde zentrales Thema und grenzt das Christentum deutlich zur jüdischen Lehre ab. Nicht nur im jüdisch-christlichen Bereich läßt sich der Bedeutungswandel des Begriffes Religion erkennen – die Lehren, die Rituale und die Einrichtungen unterliegen dauernder Veränderung.

Eine Entwicklungstendenz der meisten Religionen ist, daß statt der vielen Götter nur noch ein Gott als existent angenommen wird; statt magischer Riten, die reibungslose Lebensabläufe ermöglichen sollten, werden heutzutage vorwiegend vergeistigte Riten, z. B. Abendmahl und Kommunion, praktiziert, welche die seelische Hinwendung zu einem Gott ermöglichen sollen. Jedenfalls beantwortet Religion die Fragen nach dem Ursprung und Wohin aller Dinge, wobei die Antwort zumeist in dem Bereich von mythologischen Geschehnissen gegeben wird. Durch fortschreitendes Wissen ändern sich die gepredigten Inhalte der jeweiligen Kirche (gr. Ecclesias) ständig. Es bleibt jedoch das Erschauern vor dem Unfaßbaren, Heiligen, die selige unio mystico mit ihrer kommen werdenden Loslösung von den Zwängen der Materie und das Gefühl, das Unfaßbare lieben zu können, und von höherer Macht wieder geliebt zu werden. Im Handeln, also im aktiven, auch sozialen und politischen Tun, findet Religiosität einen tiefen Ausdruck und bereits erste irdische Erfüllung.

Der gläubige Mensch erhebt sich im spirituellen Erleben seines Glaubens über Raum und Zeit in eine Welt der Transzendenz und gewinnt Distanz zur ausschließlichen Menschenwelt. Die Religion ist die ehrfurchtsvolle Scheu vor der oder den Gottheiten, fast immer das Bewußtsein der Abhängigkeit des Menschen vor übersinnlichen Mächten. Die Religion wird auch als „Hilfskonstruktion“ der Ethik betrachtet und ist in geschichtlicher Hinsicht oft als die „Anerkennung von Pflichten“ als göttliches Gebot definiert worden. In Deutschland ist bezüglich des Christentums ein solcher Kultus als Sakrament der Taufe oder Sakrament des Heiligen Abendmahls bekannt.

Arten

Minarett

Das Wissen um Gott, um das Heilige, um jenseitige Mächte ist allen Völkern eigen. Gesetze einer Entwicklung der Religion lassen sich nicht erhellen. Der Polytheismus mit deutlich gekennzeichneten Göttergestalten ist bereits eine entwickelte Form der Religion. Der Monotheismus als Glaube an einen allbeherrschenden Gott entsteht in der Auseinandersetzung mit dem Polytheismus und hat seine klarste Ausprägung in der Religion des Alten Testamentes. Alle Religionen suchen das Heil. Sie richten sich nicht auf das Leben, wie es gegeben ist, sondern wollen darüber hinaus gelangen. Insofern ist jede Religion Erlösungsreligion. Sie führen zur Gemeinschaft und zur begrifflichen Fassung ihres Gehaltes, zur religiösen Lehre. Eine Bezeugung des Gehorsams der Gottheit gegenüber kann einen Kult entstehen lassen. Weitere Entwicklungsformen führen zum Dogma als bindendem Lehrsatz. Hauptformen der Religion sind natürliche und geoffenbarte Religionen: Jene meint, Gott oder das Göttliche in Natur und Geschichte, Blut, Kunst u. a. zu vernehmen; diese gründet auf dem Anspruch geschichtlicher Personen, von Gott gesandt zu sein, oder auch auf dem Zeugnis Mitlebender über den Offenbarer und findet in der Regel ihren Niederschlag in heiligen Schriften. Diese wiederum reflektieren die Tugenden bzw. geistig-seelische Momentaufnahme ihrer Anhänger. Daß jede Religion sich umsetzt in menschliche Entscheidung, führt sie zu einer besonderen Form der Ethik und Kultur. Selbst eine kulturkritische Religion wie das Christentum ist kulturerzeugend. Alle Kultur ist letzten Endes religiös. Und alle Religion ist Kultur.

Man unterscheidet in der Hauptsache die folgenden (Welt-) Religionen:

ChristentumIslam Buddhismus Hinduismus
Naturreligionen Mystik und Esoterik Ausgestorbene Religionen
Katholiken Shintoismus Freimaurer Altorientalische Religionen
Protestanten Indianische Naturreligion Rosenkreuzer Altägyptische Religion
Orthodoxe Kirche Afrikanische Naturreligion Scientology Griechische Mysterienreligion
Freikirchen Ausstralische Naturreligion Anthroposophen Römische Staatsreligion
Zeugen Jehovas Germanischer Götterglaube
Keltischer Götterglaube
Judentum (als religiöses Alleinstellungsmerkmal der gleichnamigen,
weltlich orientierten Ideologie)

Eine religionsähnliche Sonderform ist der seit Ende des Zweiten Weltkrieges etablierte Shoaismus.

Entwicklungsgeschichte

Synagoge

Religionsgeschichte ist die historisch-kritische Erforschung und Beschreibung der verschiedenen Formen und geschichtlichen Erscheinungen der Religion.

Religionsgeschichtlich werden Primär- und Sekundärreligionen unterschieden. Primärreligionen (mitunter auch als „Naturreligionen“ bezeichnet) sind stammesbezogen verfaßte Glaubens- und Kultsysteme, die eine oder mehrere Volksgötter verehren. Sekundärreligionen (wie Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus) zeichnen sich demgegenüber durch eine prinzipielle Universalisierung der Religionsvorstellungen aus, was sich meist auch mit dem Missionsgedanken verbindet.

Religionswissenschaft

Religionswissenschaft ist die Erforschung der gesamten religiösen Erscheinungswelt, bei der im Unterschied zur Theologie kein persönliches, im Glauben wurzelndes Verhältnis zum Gegenstand erforderlich ist.

Religionskriege

Religionskriege fanden hauptsächlich zur Zeit der Gegenreformation statt, z.B. Dreißigjähriger Krieg, Hugenottenkrieg.

Ideologische Toleranz

Die römisch-katholische Kirche hat insbesondere in Europa im Hinblick auf ihre Mission zur Verbreitung des Christentums vormals von den Völkern gelebte traditionelle Religionen, oftmals unter Inanspruchnahme militärischer Mittel, zurückgedrängt. Weltweit führten etliche Feldherren im Namen Jesu Christi zahlreiche politische Eroberungskriege durch; so z. B. in Europa die von Karl dem Großen geführten Sachsenkriege, bei denen das Volk der Sachsen gewaltsam unterworfen wurde und zeitgleich eine Bekehrung des bis dahin traditionellgläubigen Volkes erfolgte. Die Erfordernis der Kriege hatte Karl der Große damit begründet, daß die Sachsen vormals regelmäßig Raubzüge auf fränkisches Gebiet unternommen hätten. Diese waren aber in der Regel Racheakte auf vorhergehende Aggressionen von seiten der Franken.[3]

Situation in der BRD

Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit sind zentrale Grundrechte. Sie stehen nicht nur dem Einzelnen zu, sondern auch die Rechte von Kirchen und Religionsgemeinschaften sind geschützt. Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 4 regelt die Religionsfreiheit:

  • (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
  • (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Artikel 7 Grundgesetz stellt die Staatsnähe der religiösen Unterweisung sicher:

  • (1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.
  • (2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.
  • (3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.
  • (4) Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.
  • (5) Eine private Volksschule ist nur zuzulassen, wenn die Unterrichtsverwaltung ein besonderes pädagogisches Interesse anerkennt oder, auf Antrag von Erziehungsberechtigten, wenn sie als Gemeinschaftsschule, als Bekenntnis- oder Weltanschauungsschule errichtet werden soll und eine öffentliche Volksschule dieser Art in der Gemeinde nicht besteht.

In der praktischen Bedeutung ist eine religiöse Toleranz in der BRD fast ausschließlich bezogen auf das Christentum, seit einiger Zeit jedoch auch auf den Islam. Wenn die politischen Vertreter der Koran-Anhänger in der BRD nicht die totalen Ignoranten und Schwätzer wären, die sie sind, dann hätten sie mittels Art. 7 GG schon die rasche Islamisierung des BRD-Schulsystems auf Kosten der deutschen Steuerzahler erpressen können. Die demographische Brechstange dafür ist in großen deutschen Städten schon längst vorhanden. Aber wieder mußte erst ein BRD-Systemvertreter (Wolfgang Schäuble als BRD-Innenminister 2006) auf den Plan treten, um eine deutschfeindliche, die Islamisierung des Schulwesens fiskalisch regelnde Deutsche Islamkonferenz zu stiften und das abwendbare Unheil unabwendbar machen – namlich eine massenförmige Verbeamtung von „Korangelehrten“ nach deutschem Beamtenrecht. Ein „Korangelehrter“, der verbeamtet ist, kann alles und jedes tun, alles und jedes sagen; seine Privilegierung in Vergütung, Krankheitsvorsorge, Verbindung zu Stipediensystemen usw. usf. macht ihn zu einem höheren Menschen, der die absurd überzogene BRD-Steuerlast, die ihn trägt, wie eine Tributpflicht der dummen Deutschen gerne einstreicht.

Traditionale germanische Religion ist entweder erloschen oder marginalisiert. In heutiger Zeit, in der das menschliche Leben zunehmend künstlich degeneriert und die Abhängigkeiten des Daseins vom Kreislauf der Natur kaum noch bewußt werden, stellt sich grundsätzlich die Frage, wie etwa eine naturorientierte Religion in größere Bevölkerungskreise getragen werden könnte. Jungheidnische Initiativen (Sonnenwendfeiern und ähnliches) sind auch heute noch unverändert Randerscheinungen.

Religiöse Erziehung

Über die religiöse Erziehung eines Kindes entscheidet in erster Linie die freie Vereinbarung der Eltern. Sie ist jederzeit widerruflich. Vom 12. Lebensjahr ab kann ein Kind nicht gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Nach dem 14. Lebensjahr steht eine Entscheidung dem Kinde selbst zu. Die Frage der religiösen Erziehung ist heutzutage in erster Linie die einer konfessionellen Erziehung in den Schulen und damit eine politische und kirchliche geworden. Meistens wird in der Schule jeder Konfession die selbständige religiöse Erziehung zugebilligt. Teilweise existieren reine Konfessionsschulen.

Schulunterricht

Nach den Vorschriften[4] ist der Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Verbleibend unter der staatlichen Schulaufsicht, wird der Religionsunterricht gemäß den Grundsätzen der Religionsgesellschaften erteilt. Am Religionsunterricht braucht nicht jeder Schüler teilzunehmen. Bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres entscheiden die Eltern über die Teilnahme am Religionsunterricht, danach entscheidet der Jugendliche selbst. Teilweise gibt es Alternativfächer wie den Ethikunterricht oder Lebensgestaltung, von denen eine Befreiung nicht möglich ist. Meistens werden allerdings evangelischer und katholischer Religionsunterricht angeboten. Bundesweit einheitliche Lösungen bestehen nicht.

Nach einer Pressemeldung vom September 2016 sähen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov 69 Prozent der Deutschen den Religionsunterricht an Schulen am liebsten abgeschafft (östliche Bundesländer: 81 Prozent). Statt dessen stehen offenbar viele einem allgemeinen Ethikunterricht aufgeschlossen gegenüber.[5]

Moderne nichttheistische Religionen

In Magna Europa entstanden in den letzten fünfzig Jahren, außer den auf- und abbrandenden modischen religiösen Strömungen im Gefolge der 68er Revolte, auch nichttheistische Religionen, die sich ganz bzw. vor allem an Weiße wenden:

Sonstiges

Bali-Tempel

Unterschiede zu politisch-gesellschaftlichen Ideologien: Da Religion meistens eine Transzendenz umfaßt, in welcher eine Grenze der Wahrnehmung und des Vorstellungsvermögens überstiegen wird, existiert bereits eine Abgrenzung zu Ideologien wie z. B. Liberalismus, Marxismus und Leninismus, deren letztere zwei Utopien ebenfalls auf ein künftiges goldenes Zeitalter verweisen, in dem keine abweichenden Lehrmeinungen mehr existieren. Darüber hinaus gibt Religion auch Antworten zum Ursprung des Lebens und der Welt.

Religionssoziologie: Religionssoziologie ist die Anwendung soziologischer Fragestellungen und Denkweisen auf die Erscheinungen der Religion. Die beiden Hauptarbeitsgebiete der Religionssoziologie sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Auswirkungen der Religionen und die besonderen sozialen Gebilde, die sie erzeugen, z. B. Kirchen, Sekten, Orden, Gemeinden.

Religionspsychologie: Religionspsychologie ist die Untersuchung von Wurzeln und Abläufen religiöser Erscheinungen mit psychologischen Methoden. Heutzutage bedient sie sich oft tiefenpsychologischer Denkansätze.

Religionsphilosophie: Religionsphilosophie ist die geistige und seit der Aufklärung auch kritische Auseinandersetzung mit allen Phänomenen der Religion, über Ewigkeit und Unsterblichkeit sowie über die Grundlagen oder die Rolle des Glaubens im menschlichen Leben.

Religionsedikt: Religionsedikt ist die die Religionsausübung betreffende staatliche Bestimmung, z. B. landesherrliche Verordnung über die Ausübung eines Glaubensbekenntnisses, z. B. das Wormser Religions-Edikt von 1521, das über Martin Luther und seine Anhänger die Reichsacht verhängte; weiter das Edikt von Nantes.

Zitate

  • „Noch schwerer aber wiegt die Tatsache, daß der Glaube (im Sinne eines Placebos) nicht nur in Zustände der Zuversicht und Euphorie versetzen kann, sondern auch – im Sinne eines Nocebos – in Angst, Verzweiflung, Depression, bis hin zu schweren Formen der Persönlichkeitsspaltung (‚Besessenheit‘). Wer glaubt, daß ‚höhere‘ Mächte durch religiöse bzw. magische Praktiken bewegt werden können, zugunsten eines besseren dies- oder jenseitigen Schicksals zu intervenieren, ist ebenso anfällig für die Angst, daß die höheren Mächte ihm diesen Dienst nicht nur nicht erweisen, sondern ihn für schwerste Prüfungen auserkoren haben. Die Allmachts- und Geborgenheitsphantasien sind nur die Schokoladenseiten religiöser Ideologien – auf der anderen Seite lauern Ohnmachtsgefühle, Angst, Versündigungswahn, Furcht vor Gnadenverlust und bösen Geistern.“ — Theo Logisch[6]
  • „Die verschiedenen Religionen, welche in der römischen Welt herrschten, wurden sämtlich von dem Volke als gleich wahr, von den Philosophen als gleich falsch, von der Staatsgewalt als gleich nützlich angesehen.“Edward Gibbon[7]
  • „Religionen sind dem Volke nothwendig, und sind ihm eine unschätzbare Wohlthat. Wenn sie jedoch den Fortschritten der Menschheit in der Erkenntnis der Wahrheit sich entgegenstellen wollen; so müssen sie mit möglichster Schonung bei Seite geschoben werden. Und zu verlangen, daß sogar ein großer Geist – ein Shakespeare, ein Goethe – die Dogmen irgend einer Religion implicite, bona fide et sensu proprio [stillschweigend einbegriffen, guten Glaubens und im eigentlichen Sinne] zu seiner Überzeugung mache, ist wie verlangen, daß ein Riese den Schuh eines Zwerges anziehe.“Arthur Schopenhauer[8]
  • „Wenn kirchliche Würdenträger sich religiöser Einrichtungen oder auch Lehren bedienen, um ihr Volkstum zu schädigen, so darf man ihnen auf diesem Wege niemals folgen und mit gleichen Waffen kämpfen. Dem politischen Führer haben religiöse Lehren und Einrichtungen seines Volkes immer unantastbar zu sein, sonst darf er nicht Politiker sein, sondern soll Reformator werden, wenn er das Zeug hierzu besitzt!“Adolf Hitler[9]
  • „Es gibt tiefe Religionen und religiöse Überzeugungen großer Menschen, die atheistisch, pantheistisch oder polytheistisch sind, in China, Indien, der Antike und heute im Abendland. Das altgermanische Wort god war ein Neutrum pluralis und ist erst von der christlichen Propaganda in ein Maskulinum singularis verwandelt worden. Wie man das undurchdringliche Geheimnis der Umwelt zu deuten versucht und ob man es versucht, hat mit dem Rang des religiösen Schauens und Verhaltens gar nichts zu tun. Aber hier verwechselt man religiös mit konfessionell, der Anerkennung bestimmter Lehren und Vorschriften, und mit klerikal, der Anerkennung der Ansprüche einer Priesterschaft. In Wirklichkeit hängt die Tiefe einer Religion von der Persönlichkeit dessen ab, in dem sie lebt. Ohne Laienfrömmigkeit ist selbst eine ausgesprochene Priesterreligion nicht lebensfähig.“Oswald Spengler[10]
  • „»Mein Reich ist nicht von dieser Welt« ist der tiefe Ausspruch, der von jeder Religion gilt und den jede Kirche verrät.“Oswald Spengler[11]
  • „Religion: Guter Baum, in dem alle üblen Vögel unter dem Himmel ihr Nest gebaut haben. Tochter von Hoffnung und Furcht; erklärt der Unwissenheit das Wesen des Unbegreiflichen.“Ambrose Bierce

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Reichsbewegung.org, Reichsbrief Nr. 7: Der Ursprung des Sonnen- und Säulenkultes
  2. Woher kommt das Wort Religion?
  3. http://www.ibl.uni-bremen.de/lehre/lui/user/ag20/Die%20Sachsenkriege%20%28772-804%29.htm
  4. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 7
  5. Deutsche lehnen Religionsunterricht mehrheitlich ab, Junge Freiheit, 29. September 2016
  6. Theo Logisch: Das ist euer Glaube! Strukturen des Bösen im Dogma – Eine Streitschrift gegen Fundamentalisten, progressive und laue Christen. Angelika Lenz Verlag, 1998, ISBN 978-3933037015, S. 252
  7. Edward Gibbon: Verfall und Untergang des Römischen Reiches. Herausgegeben von Dero A. Saunders. Aus dem Englischen von Johann Sporschill [= Die Andere Bibliothek, Bd. 29]. Greno-Verlag, Nördlingen 1987, ISBN 389-19022-98, S. 23
  8. A. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung II, Erster Teilband, Kapitel 17, S. 196 (Ausgabe Diogenes 1977 ISBN 3 257 20430 2)
  9. In: Mein Kampf, 22. Auflage 1944, S. 127
  10. In: Jahre der Entscheidung, 45.–60. Tsd., C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München, Seite 94 unten
  11. In: Jahre der Entscheidung, 45.–60. Tsd., C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München, Seite 90 oben
Meine Werkzeuge