Leibbrand, Robert

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Robert Leibbrand (Robey Leibbrandt)

Sidney Robey Leibbrandt, der in Deutschland unter dem Decknamen Robert Leibbrand geführt wurde (Lebensrune.png 25. Januar 1913 in Potchefstroom, Transvaal; Todesrune.png 1. August 1966 in Ladybrand, Provinz Freistaat, Südafrika), war ein burischer Schwergewichtsboxer (u. a. südafrikanischer Meister im Schwergewicht) deutsch-irischer Abstammung, der an den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin teilnahm und sich dem Nationalsozialismus verpflichtet hat.

Leben

Leibbrandt wurde als drittes von sechs Kindern des Oberstabsfeldwebels (Sergeant Major) Meyder (Meider) Johannes Leibbrandt[1] und dessen Ehefrau Susan Marguarite (geb. Joyce) geboren. Ab 1924 besuchte Leibbrandt die Privatschule „Grey College“ in Bloemfontein, wo er 1930 Abitur machte. Mit 13 Jahren begann Leibbrandt mit dem Boxen.

Hans Strydoms[2] verfilmtes Buch For Volk and Führer von 1982
Leibbrand mit Kameraden der Division Brandenburg bei einem Sabotage-Lehrgang der Abwehr II (Abwehrschule „Quenzgut am Quenzsee“) nahe Brandenburg an der Havel

Beruf, Sport und Politik

1931 wurde Leibbrandt Polizist, nebenbei betätigte er sich als Amateurboxer. Im August 1933 wurde er südafrikanischer Polizeimeister im Halbschwergewicht. Bei den „Empire Games“ gewann Leibbrandt die Bronzemedaille im Halbschwergewicht. Von 1936 bis 1938 versuchte der germanophile Leibbrand, sich politisch und bewaffnet vor Ort gegen den britischen Einfluß in Südafrika einzusetzen und wurde später als Agent und Elitesoldat der deutschen Abwehr angeworben.

Militärischer Werdegang

1938 kehrte Leibbrand nach Deutschland zurück und studierte an der Reichssportschule in Berlin. Als Deutschland 1939 im Krieg stand, meldete sich Leibbrand freiwillig zur Wehrmacht und wurde als erster Südafrikaner zum Fallschirmjäger und Gleiterführer ausgebildet, später kamen andere Südafrikaner sowie Freiwillige aus zahlreichen Ländern hinzu. In dieser Zeit verliebte sich Leibbrand in eine junge Deutsche. Sie verlobten sich, und 1940 wurde ihr Sohn Bernd Leibbrandt-Schaefer (Lebensrune.png 18. Juli 1940)[3] geboren. Die geplante Hochzeit wurde durch das Unternehmen „Weißdorn“ verhindert.

Die BRD-Schmähpresse in den 50er Jahren über den Freiheitskämpfer Leibbrandt

Robert Leibbrand gelang es, aus einer burischen Widerstandsbewegung einen 60 Mann starken Sabotagetrupp zu requirieren, der durch seine Erfolge die südafrikanische Regierung in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Ende Dezember 1942 wurde Leibbrand durch einen Verrat gefaßt. Leibbrand wurde im anschließenden Gerichtsverfahren am 11. März 1943 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, durch General Smuts aufgrund dessen Sympathie für die Familie Leibbrandt jedoch ebenfalls 1943 zu lebenslanger Freiheitsstrafe begnadigt und von der 1948 an die Macht gekommenen Regierung der National Partei unter Daniel François Malan[4] amnestiert und unter dem Jubel der Bevölkerung aus der Haft entlassen. Er war inzwischen zu einer Legende geworden.

Nachkriegszeit

Leibbrand blieb überzeugter Nationalsozialist und betätigte sich weiterhin politsch. Er gründete 1962 unter anderem die „Anti-Kommunistiese Beskermingsfront“ (Antikommunistische Schutzfront) in Südafrika. Auch blieb er leidenschaftlicher Jäger und Sportler, er bestritt nach seiner Haftentlassung noch zwei Meisterschaftskämpfe im Schwergewichtsboxen.

Hans Strydoms Buch For Volk and Führer (Deutsch: Für Volk und Führer, 1982) beschäftigte sich mit den Heldentaten Leibbrands; es wurde später unter dem Titel „The Fourth Reich“ verfilmt und am 26. Oktober 1990 veröffentlicht.

Tod

Im Jahre 1966 erlitt Leibbrandt einen Herzinfarkt und starb im Kreise seiner Familie. Ein von Freunden und Weggefährten gefordertes militärisches Begräbnis mit Ehren wurde ihm von der Regierung verweigert.

Familie

Robert Leibbrand, „der treue Gefolgsmann“, war mit Margaretha „Etha“ Cornelia Botha verheiratet, sie bekamen fünf Kinder (vier Söhne und Tochter Rayna):

  • Hermann (ᛉ 22. März 1950; die Boulevardmedien haben „Adolf“ behauptet)
  • Remer (ᛉ 1952 ᛣ )
  • Izan (ᛉ 10. März 1953)
  • Rayna (ᛉ 25. Oktober 1958)
  • Meyder Johannes (ᛉ 12. Februar 1960).[5]

Siehe auch

Literaratur

  • Saint-Loup: Yachten in geheimer Mission - Segler im Dienste der Abwehr. Bielefeld: Delius Klasing Verlag (1988), ISBN 3-7688-0598-0
  • Sidney Robey Leibbrandt: Autobiographie; Geen Genade (Keine Gnade), S.R. Leibbrandt Verlag (1961), ISBN 978-0958377423

Verweise

Fußnoten

  1. 19.04.1878, Smithfield – 17.06.1954, Pretoria; Meyder Johannes Leibbrandt wollte in der südafrikanischen Armee Offizier werden, er kämpfte u. a. gemeinsam mit General Smuts, da er sich aber im Ersten Weltkrieg weigerte, gegen Deutsch-Südwest zu kämpfen, wurde er nicht weiter gefördert und verblieb in der Armee als Ausbilder. Danach wurde er Polizist und Politiker in Pretoria, hier war er nur noch als „Oom John“ (Afrikaans für „Onkel Johannes“) bekannt.
  2. Hans Strydom (1936-2004) war ein südafrikanischer Journalist, Autor und Verleger.
  3. Bernd Schaefer sollte später in Stuttgart wohnen, wo er Schuldirektor wurde und in zahlreichen medialen Beiträgen die Geschichte seines Vaters aufarbeitete.
  4. Daniel François Malan (22. Mai 1874 in Riebeek West, Kapprovinz; 7. Februar 1959 in Stellenbosch) war Premierminister der Südafrikanischen Union von 1948 bis 1954, Mitglied der burischen Nationalen Partei und Vorkämpfer für die „weiße Vorherrschaft“.
  5. Forschungsergebnis zum Familienstammbaum