Reagan, Ronald

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Bundeskanzler Helmut Kohl, General a. D. Johannes Steinhoff, Ronald Reagan und General a. D. Matthew B. Ridgway auf dem Kriegsgräberstätte Bitburg-Kolmeshöhe am 5. Mai 1985. Kohl und Staatsgast Reagan legten am zentralen Denkmal der Kriegsgräberstätte Kränze nieder. Am Besuch in Bitburg entspann sich von seiten der Linken eine Debatte, weil dort neben deutschen Wehrmachtsangehörigen und VS-amerikanischen Soldaten auch gefallene Angehörige der Waffen-SS ruhen.

Ronald Wilson Reagan (Lebensrune.png 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; Todesrune.png 5. Juni 2004 in Bel Air, Kalifornien) war ein VS-amerikanischer Schauspieler, republikanischer Politiker und von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Ronald Reagan vor dem Brandenburger Tor, 12. Juni 1987

Herkunft

Ronald Wilson Reagan wurde als Sohn eines Schuhverkäufers irischer Abstammung geboren. Die Vorfahren der Mutter waren schottisch-englische Einwanderer. Entsprechend den unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen der Eltern wurde Reagans älterer Bruder Neil (1908-1996) katholisch, er selbst protestantisch getauft. Seine Familie wohnte zunächst in verschiedenen Orten Illinois' und ließ sich, als Reagan neun Jahre alt war, in Dixon (Il) nieder.

Ausbildung

Dort besuchte Ronald Reagan bis 1928 die High School und war als Schüler ein guter Sportler (Korbball, Baseball, Schwimmen). Durch seine Mutter, die in Frauenclubs, Gefängnissen und Krankenhäusern bei Leseveranstaltungen auftrat, für die Schauspielerei interessiert, stellte Reagan sein Talent in Schul- und College-Theateraufführungen erstmals unter Beweis. Auch seine rhetorische Begabung, verbunden mit der von der Mutter übernommenen Neigung, stets positiv und optimistisch zu denken, fiel früh auf. Auf dem Eureka-College (Il) studierte R. acht Semester Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und nebenher Theaterwissenschaften. Das Studium finanzierte er mit einem kirchlichen Stipendium, einer Nebentätigkeit im College-Restaurant und als Trainer der College-Schwimmmannschaft.

Schauspielerei

Nach dem Examen (B.A., 1932) arbeitete Ronald Reagan als Sportkommentator für die Radio-Station WOC in Davenport (Iowa). Im Frühjahr 1937 als „neuer Robert Taylor“ für Hollywood entdeckt, unterzeichnete er bei Warner Brothers einen Siebenjahresvertrag und debütierte 1937 in der Rolle eines Sportreporters in „Love is on the Air“. Warner Bros. favorisierten Filme, die die Weltmachtposition der VSA, die Prinzipien der Interventionspolitik und den Ruhm der VS-Streitkräfte verherrlichten. Typische Produkte der Filmgesellschaft waren die Reagan-Filme „Brother Rat“ (1938), „International Squadron“ (1941), „Desperate Journey“ (1942) und „This is the Army“ (1943). Bis zu seiner Einberufung zur VS-Armee wurde Ronald Reagan in 29 Filmen eingesetzt.

Zweiter Weltkrieg

Während seiner Armee-Zugehörigkeit (1942-1945) drehte er bei einer Einheit der United States Army Air Forces Propaganda- und Schulungsfilme. Seine Sehschwäche verhinderte einen Einsatz an der Front. Im Rang eines Hauptmannes wurde er im Dezember 1945 entlassen.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg setzte er seine Filmkarriere in Hollywood fort, ohne allerdings die Erwartungen erfüllen zu können, die anfangs in ihn gesetzt worden waren.

Politik

Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien. 1981 wurde Reagan, nach seinem Sieg 1980 gegen Jimmy Carter, als 40. Präsident der VSA vereidigt. Sein Nachfolger wurde 1989 George H. W. Bush.

Familie

Ronald Reagan war von 1940 bis 1948 mit der Schauspielerin Jane Wyman verheiratet. Aus dieser Verbindung stammten zwei Kinder: Die im August 2001 im Alter von 60 Jahren an Krebs verstorbene Tochter Maureen Elizabeth (sie engagierte sich ebenfalls in der Republikanischen Partei und wurde im Januar 1987 zur stellv. Parteivorsitzenden gewählt) und Sohn Michael (geb. 1945), der 1987 eine Autobiographie fertig stellte, in der u. a. über sein angeblich problematisches Verhältnis zu seinem Vater berichtet wird.

Seit 1952 war Ronald Reagan mit der Schauspielerin Nancy Davis (geb. Ann Francis Robbins), Adoptivtochter eines wohlhabenden Arztes aus Chicago, verheiratet. Aus dieser Ehe stammen die Tochter Patricia (geb. 1952), Schauspielerin und Tänzerin sowie der Sohn Ronald (Ron) Prescott (geb. 1958), der bis 1983 als Ballett-Tänzer in Neu York arbeitete und später als Schauspieler und „Talk-Show“-Moderator tätig war. Die Tochter Patricia (Patti) sorgte 1986 mit dem Schlüsselroman „Homefront“, der zahlreiche Anspielungen auf ihre Eltern enthält, für Schlagzeilen.

In seiner Freizeit bevorzugte Ronald Reagan körperliche Arbeit auf seiner Farm „Rancho de Cielo“ in Kalifornien, die er 1974 erwarb. Er ritt gern und spielte Golf. Als Lieblingslektüre galten Magazine wie „Reader's Digest“ und „National Review“. Für die Zeit nach dem Weißen Haus stellten Freunde dem Präsidentenpaar im Januar 1989 eine Villa im Prominentenstadtteil „Bel Air“, Los Angeles, zur Verfügung. Im November 1994 teilte Ronald Reagan der Nation in einem öffentlichen Abschiedsbrief mit, dass er an der Alzheimerschen Krankheit leide („Ich trete jetzt die Reise in den Sonnenuntergang meines Lebens an“). Abgeschirmt von der Öffentlichkeit pflegte ihn fortan seine Frau Nancy. 1996 verkaufte er seine 257-Hektar große Ranch nördlich von Santa Barbara, weil er das Anwesen nicht mehr nutzen konnte. Im Januar 2001 überstand er noch eine Hüftoperation. Ronald Reagan starb nach seiner langen Krankheit am 5. Juni 2004 in seinem Haus in Bel Air. Mit einem Alter von 93 Jahren war er der am längsten lebende VS-Präsident. Er erhielt am 11. Juni ein Staatsbegräbnis, bei dem sich in Washington DC 4.000 Trauergäste aus 170 Ländern versammelten, darunter auch Michail Gorbatschow. Ronald Reagan wurde anschließend in Simi Valley an der kalifornischen Küste im Familien- und Freundeskreis beigesetzt.

Auszeichnungen (Auszug)

Ehrendoktor der Notre Dame Universität (1981), der Nationalen Universität Irland (1984), Humanitarian Award, Simon Wiesenthal Center (1988), Gr. Kreuz des Malteserordens (1989), Churchill-Preis (1989), Ehrenbürger von Berlin (1992), Presidential Medal of Freedom (1993), Freedom Award (1997), „Ronald Reagan Washington National Airport“ (1998), Tschechischer Orden des weißen Löwen (1999), Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ (2001).

Filmographie (Auszug)

Schauspieler Ronald Reagan als Kunstförderer, University of Southern California, 1940

Neben Spielfilmen drehte Reagan in einem Zeitraum von etwa 25 Jahren auch TV-Filme und einige Serienepisoden (in Klammern: Originalname, Regisseur).

  • 1937: Love is on the Air
  • 1938: Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse (The Amazing Dr. Clitterhouse, Anatole Litvak) als Radiosprecher zu hören
  • 1938: Der kleine Star (Boy Meets Girl)
  • 1938: Opfer einer großen Liebe (Dark Victory, Edmund Goulding)
  • 1939: Sword Fishing Kurzfilm, als Erzähler
  • 1940: Bombenerfolg (An Angel From Texas)
  • 1940: Dollarregen (Million Dollar Baby)
  • 1940: Land der Gottlosen (Santa Fe Trail, Michael Curtiz)
  • 1941/42 Jukebox-Fieber (Juke Girl)
  • 1942: Kings Row (Sam Wood)
  • 1942: Sabotageauftrag Berlin (Desperate Journey, Raoul Walsh)
  • 1947: The Voice of the Turtle (Irving Rapper)
  • 1949: Venus am Strand (The Girl From Jones Beach)
  • 1949: Gezählte Stunden (The Hasty Heart, Vincent Sherman)
  • 1949: Ein tolles Gefühl (It’s a Great Feeling) Cameo
  • 1950: Alter schützt vor Liebe nicht (Louisa, Alexander Hall)
  • 1950: Gefangene des Ku-Klux-Klan (Storm Warning)
  • 1951: Sein letzter Verrat (The Last Outpost)
  • 1951: Hongkong (Hong Kong)
  • 1952: Tropische Abenteuer (Tropic Zone)
  • 1953: Die Hand am Colt (Law and Order)
  • 1954: Königin der Berge (Cattle Queen of Montana)
  • 1955: Todesfaust (Tenneesse´s Partner)
  • 1957: Höllenhunde des Pazifik (Hellcats of the Navy, Nathan Juran)
  • 1964: Der Tod eines Killers (The Killers, Don Siegel)
  • 1969: The Wild Bunch (Sam Peckinpah)

Literatur

  • J. William Fulbright: Wahn der Macht. US-Politik seit 1945. Kindler Verlag, München 1989, ISBN 3-463-40122-3 [amerikanische Originalausgabe: »The price of empire«, 1989]
  • Tim Weiner: CIA. Die ganze Geschichte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-10-091070-7 [amerikanische Originalausgabe: »Legacy of Ashes. The History of the CIA«, 2007]

Verweise

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