Roques, Henri

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Henri Roques (Lebensrune.png 10. November 1920 in der Nähe von Lyon; Todesrune.png 16. März 2014)[1] war ein französischer Revisionist.

Inhaltsverzeichnis

Wirken

In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Roques mit den sogenannten Geständnissen Kurt Gersteins (→ Gerstein-Bericht). Er wies darin zahlreiche Sinnwidrigkeiten in diesen sogenannten Geständnissen, von denen es mehrere Versionen gibt, nach. In seiner strikt argumentativen Dissertation kam er zu dem verblüffenden Schluß, daß die Behauptungen des SS-Offiziers Gerstein über angebliche Massenvernichtungen von Juden mittels Giftgas nicht stichhaltig sind. Auch gab er an, daß es keine vermutete Vertuschungsaktion römisch-katholischer Stellen gegeben hat, was Gersteins Beteiligung an dieser angeblichen Massenvernichtung betrifft, und klärte über die Mythen bezüglich des sogenannten Schweigens von Papst Pius XII. im Zusammenhang mit der offiziellen Darstellung des Holocausts auf. Darüber hinaus zeigte er auf, daß Akademiker in der Nachkriegszeit absichtlich Schlüsselstellen des Gerstein-Berichts verfälscht hatten.

Nachdem der jüdische Geschichtsschreiber und „Holocaust-ÜberlebendeGeorges Wellers Anfang 1986 eine Kritik der Schrift in der Zeitschrift „Le monde juif“ (dt.: „Die jüdische Welt“) veröffentlicht hatte und die Angelegenheit in der Folge zu einem mit der Faurisson-Affäre verglichenen Skandal in Frankreich mutiert war,[2] berief der französische Erziehungsminister Alain Devaquet am 25. Mai 1986 eine Untersuchungskommission ein, die den Ablauf des Promotionsverfahrens untersuchen sollte. Die Untersuchung ergab, daß Roques drei Monate nach Ende der Einschreibefristen und ohne Erlaubnis des Universitätsrektors von Paris nach Nantes gewechselt war. Außerdem fehlte ihm die nötige Qualifikation, um in Literatur oder Geschichte zu promovieren; eine vorgeschriebene mündliche Prüfung hatte nicht stattgefunden. Roques hatte seine Dissertation zudem schneller eingereicht, als in der Promotionsordnung vorgesehen war. Dazu kam eine Unterschriftenfälschung auf der Liste der Teilnehmer an der Verteidigung der Dissertation. Obwohl die gefundenen Mängel lediglich formeller Natur waren und nur am Rande oder gar nichts mit der Dissertation zu tun hatten, wurde Roques’ Promotion am 2. Juli 1986 durch den Erziehungsminister und am 3. Juli 1986 durch die Universität mit Hinweis auf die Unregelmäßigkeiten im Verfahren annulliert. Damit wurde zum ersten Mal in der annähernd acht Jahrhunderte währenden Geschichte französischer Universitäten ein gerade erst erworbener Doktortitel aufgrund der Anordnungen der französischen Regierung wieder aberkannt. Diese Entscheidung wurde 1992 durch den französischen Staatsgerichtshof letztinstanzlich bestätigt.

Werke

  • Les „confessions“ de Kurt Gerstein. Etude comparative des differentes versions, Université de Nantes, Nantes 1985
    • Deutsche Übersetzung: 96-book.png HTML Google-BücherGünter Deckert (Übers.): Die „Geständnisse“ des Kurt Gerstein – Zur Problematik eines Schlüsseldokuments, Band 7 von Deutsche Argumente, Druffel, Leoni am Starnberger See 1986, ISBN 3-8061-1048-4
    • Englische Übersetzung: 96-book.png Internet Archive: PDF EPUB DjVu BlätternThe „Confessions“ of Kurt Gerstein, Institute For Historical Review, Los Angeles 1989

Siehe auch

Verweise

Filmbeiträge

Es folgen zwei Filmbeiträge (ab 4.15 min des ersten bis 4.50 min des zweiten Beitrages) mit einer kurzen Ansprache von Henri Roques:

Fußnoten

  1. Dr. Henri Roques ist verstorben, thephora.net
  2. Phillipe Bouglé: Une „affaire Faurisson“ à Nantes?, La Tribune, 15. Mai 1986
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