Rudolf-Gutachten

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Das Rudolf-Gutachten ist eine Schrift von Germar Rudolf. Er verfaßte es 1992 zunächst als Gerichtsgutachten zur Verteidigung des wegen „Volksverhetzung“ verurteilten Otto Ernst Remer und gab es dann als Buch heraus. Der diplomierte Chemiker untermauerte darin die These des sogenannten Leuchter-Reports von 1988, daß die Gaskammern des KL Auschwitz-Birkenau Attrappen seien; Zyklon B sei dort allenfalls zur Entlausung von Kleidung gegen Fleckfieber verwendet worden. Dazu maß und verglich Rudolf Blausäure-Rückstände anhand von selbst entnommenen Proben aus den Wänden.

Der VS-amerikanische Chemiker und Gerichtsgutachter Richard Green widersprach im Auftrag des „Holocaust History Project“ der Arbeit Rudolfs. Er beurteilte die Schrift im Ergebnis als „pseudowissenschaftlich“, da sie vielfach erwiesene Tatsachen ignoriere. Vom Direktor der jüdischen Anne-Frank-Stiftung, Hans Westra, wurde das Gutachten im belgischen Fernsehen hingegen als „wissenschaftlich perfekt“ bezeichnet.[1]

Im März 2007 wurde Rudolf wegen der Veröffentlichung dieser Schrift als „Holocaustleugner“ zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Inhaltsverzeichnis

Argumentation

Rudolf untersuchte zunächst, unter welchen Bedingungen sich unter Einwirkung von Zyklon B an Wänden Berliner Blau bildet und kam zu dem Schluß, daß in den Leichenkellern (den angeblichen Holocaust-Gaskammern) des KL Auschwitz-Birkenau ähnliche Preußisch-Blau-Werte zu finden sein müßten wie in den Entwesungskammern.

Anschließend ließ er Mauerproben aus den Leichenkellern („Gaskammern“) und den Entwesungskammern vom Fresenius-Institut untersuchen. Es stellte sich heraus, daß die Proben aus den Entwesungskammern hohe Mengen Preußisch Blau aufwiesen, die Leichenkellerproben dagegen so gut wie keine. Rudolf sieht dies als Beleg dafür an, daß die Vergasungen in den Leichenkellern nicht wie von den KL-Häftlingen bezeugt stattgefunden haben können.

Weiterhin argumentiert Rudolf anhand von Luftbildern gegen die Zyklon-B-Einwurflöcher und daß die Dokumente zum KL Auschwitz gegen die Vergasungen sprächen.

Gegenargumente

Dr. Green

Der amerikanische Chemiker Dr. Richard Green veröffentlichte eine Erwiderung auf das Rudolf-Gutachten, woraufhin sich ein Schriftwechsel zwischen Rudolf und Green ergab. [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] Auf die letzte Erwiderung Rudolfs ging Green nicht mehr ein und schweigt seitdem.

Dr. Bailer

Auch der Chemiker Dr. Josef Bailer nahm zum Rudolf-Gutachten Stellung.[9] Er spekulierte unter anderem, die blaue Verfärbung der Entlausungskammern könne auch von einer blauen Wandfarbe herrühren. Dagegen spricht aber, daß die vermeintliche Anstrichfarbe nur in unregelmäßigen Flecken auftaucht und auch tief im Mauerinnern zu finden ist.[10]

Prof. Markiewicz

Prof. Jan Markiewicz vom Jan-Sehn-Institut in Krakau entnahm 1990 im Auftrag des Auschwitz-Museums Proben und ließ sie auf Zyanidverbindungen untersuchen. Die Ergebnisse schienen die Revisionisten zu bestätigen und gelangten nur unfreiwillig an die Öffentlichkeit.[11] Es folgte 1994 eine zweite Studie. Dieses Mal wählten Prof. Markiewicz und seine Kollegen eine andere Untersuchungsmethode, die die fraglichen Eisenverbindungen von vorneherein ausschloß und das politisch erwünschte Ergebnis lieferte. Problematisch ist daran, daß in der Literatur die Bildung der Eisenverbindungen bereits beschrieben war, die polnische Untersuchung also von falschen Voraussetzungen ausging.[12] Dennoch beruft sich u. a. Dr. Green auf Markiewicz.

Literatur

Verweise

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Fußnoten

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