Hilferding, Rudolf

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Der Jude Rudolf Hilferding

Rudolf Hilferding; Pseudonym Richard Kern (Lebensrune.png 10. August 1877 in Wien; Todesrune.png 11. Februar 1941 in Paris) war ein jüdischer, marxistischer Arzt, Ökonom und als Finanzminister in der Weimarer Republik tätig. Zudem war er Autor der Schrift Das Finanzkapital, welches die Zerschlagung nationaler Wirtschaftsstrukturen zu einem großen Staatsmonopol vorsieht.

Leben und Wirken

Hilferding wurde als Sohn des jüdischen Kaufmanns Emil Hilferding und seiner Frau Anna Liß geboren. 1896 begann er ein Studium der Medizin an der Universität in Wien. 1904 heiratete er die Psychologin Margarete Hönigsberg, die für ein liberales Abtreibungsrecht eintrat. 1922 wurde diese Ehe wieder geschieden.

Hilferding promovierte 1901 und arbeitete als Kinderarzt und wird Mitglied der SPD in Österreich. Ab 1902 arbeitet er für die SPD-Zeitung Neue Zeit. 1906 wird er als Ökonom an der SPD-Parteischule in Berlin tätig, wird aber bereits ein Jahr später Redakteur des SPD-Organs Vorwärts. Bereits seit 1904 gibt er bis in das Jahr 1925 die Marx-Studien heraus, in dessen Erstausgabe sich Hilferding zu den Lehren des Marxismus bekennt. 1910 veröffentlicht er die volksfeindliche Schrift Das Finanzkapital, die für eine vollständige Monopolisierung der nationalen Wirtschaft vorschlägt, was naturgemäß die Auflösung der kleinen und mittelständischen Betriebe zur Folge haben muß. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges protestiert er in einer Note gegen die SPD-Reichstagsfraktion, die ihre Zustimmung zu notwendigen Kriegskrediten gegeben hat. 1915 bis 1918 ist Hilferding als Arzt der österreichisch-ungarischen Armee tätig. Noch im Krieg wird er Mitglied der USPD und unterstützt von dort aus einen Zusammenschluß mit der SPD, der 1922 vollzogen wurde. Nach der Novemberrevolution 1918 wird er vom sogenannten “Rat der Volksbeauftragten” (faktisch Verräterrat der Novemberrevolution) zur Gestaltung des Wirtschaftslebens herangezogen. 1919 erhält Hilferding die Staatsangehörigkeit des Deutschen Reiches und wird 1923 für rund 2 Monate Finanzminister des Reiches unter Gustav Stresemann. Von 1924 bis 1933 sitzt Hilferding für die SPD im Reichstag und setzt sich als Mitglied des Außenausschusses für eine Westbindung des Reiches ein. Ebenso wird er Mitglied des SPD-Parteivorstandes und gibt in diesem Zeitraum auch die theoretische Schriftenreihe „Die Gesellschaft“ heraus. 1925 ist er an der Entstehung des Heidelberger Programms der SPD beteiligt, in dem die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gefordert wird. 1928 wird er erneut Finanzminister, tritt aber im Dezember 1929 erneut von seinem Amt zurück. 1932 veröffentlicht er unter dem Titel “Nationalsozialismus und Marxismus” eine Rede, die er am 11. Mai 1932 als Antwort auf die Rede von Gregor Strasser hielt. Aufgrund seiner zersetzenden Tätigkeit wird Hilferding 1933 sofort ausgebürgert, geht nach Zürich und ist bis 1936 als Redakteur der Zeitschrift “Zeitung für Sozialismus” tätig. 1934 ist er Verfasser des Prager Manifests, welches zum Umsturz in Deutschland gegen den Reichskanzler Adolf Hitler aufruft. 1938 geht er nach Frankreich und lebt dort in Paris und Marseille. Im Februar 1941 wird er von der französischen Polizei in Marseille verhaftet und stirbt am 11. Februar in Paris.

Verweise

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