SS-Division „Totenkopf“

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Der Totenkopf als Truppenkennzeichen mit Tradition (→ Totenkopfhusaren)

Die SS-Division „Totenkopf“ (16. Oktober 1939) bzw. SS-Panzer-Grenadier-Division „Totenkopf“ (9. November 1942), die seit Oktober 1943 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ hieß, gehörte zu den SS-Totenkopfverbänden und war zuletzt eine Panzertruppe der Waffen-SS.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

SS-Obersturmbannführer Otto Baum (mit Karte) und SS-Oberführer Hermann Prieß (rechts) an der Kriegsfront im Juli 1943 während des Unternehmens „Zitadelle“ (Panzerschlacht um Kursk). Das bekannte Foto stammt vom SS-Kriegsberichter Hans Cantzler.

Die SS-Division „Totenkopf“ war am Westfeldzug 1940 beteiligt und verblieb zunächst als Besatzungstruppe in Aquitanien in Frankreich. Beim Präventivschlag gegen die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurde die Division bei der Heeresgruppe Nord eingesetzt und war mit einigen anderen Divisionen an der Kesselschlacht von Demjansk beteiligt. Dort verlor die Division zwischen Januar und Oktober 1942 rund 80 % ihrer kämpfenden Truppen, weshalb die Reste der Division nach dem Ende der Schlacht zwecks Auffrischung nach Südfrankreich verlegt wurden.

1943

Dort wurde sie als SS-Panzergrenadier-Division „Totenkopf“ neu aufgestellt und im März 1943 erneut an die Ostfront verlegt. Die Division war an der Rückeroberung Charkows beteiligt, wobei die Division ihren Kommandanten Theodor Eicke bei einer Aufklärungsmission verlor. Die Division nahm auch an der Schlacht bei Kursk teil, bei der das II. SS-Panzerkorps gegen die 5. Garde-Panzerarmee der Roten Armee kämpfte.

Im August 1943 mußte sich die gesamte deutsche Ostfront und damit auch die SS-Panzergrenadier-Division „Totenkopf“ immer weiter zurückziehen. Über Kriwoi-Rog und Tscherkassy erreichte die Division im Juli 1944 den Raum Bialystok.

Panzer-Divison

Am 21. Oktober 1943 wurde die Division in 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ umbenannt. Nach Kampfeinsätzen in Ungarn (z. B. bei der Budapester Operation/Unternehmen „Margarethe“ oder der Plattenseeoffensive) und bei der Schlacht um Wien (1945) begab sich die Division bei Linz in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde schließlich an die Sowjetunion ausgeliefert.

Gliederung

SS-Sturmmann der SS-Panzer-Division „Totenkopf“ vor Warschau, August 1944
Stoßtrupp der SS-Panzergrenadier-Division „Totenkopf“ (ggf. auch „Leibstandarte“) in Eichenlaubmuster

Gliederung der SS-Division „Totenkopf“ (Stand 1. November 1939)

SS-Division „Totenkopf“ (Kommandeur SS-Gruppenführer Theodor Eicke)

  • SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 1 (SS-Standartenführer Max Simon)
  • SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 2 (SS-Standartenführer Heinz Bertling)
  • SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 3 (SS-Standartenführer Hans-Friedemann Götze)
  • SS-Totenkopf-Aufklärungs-Abteilung (SS-Sturmbannführer Heimo Hierthes)
  • SS-Totenkopf-Nachrichten-Abteilung (SS-Sturmbannführer Richard Sansoni)
  • SS-Totenkopf-Pionier-Bataillon (SS-Sturmbannführer Heinz Lammerding)
  • SS-Totenkopf-Panzerjäger-Abteilung (SS-Sturmbannführer Karl Leiner)
  • SS-Totenkopf-Feldgendarmerie-Zug

Gliederung der SS-Panzer-Grenadier-Division „Totenkopf“ (Stand 1. Dezember 1942)

SS-Panzergrenadier-Division „Totenkopf“ (Kommandeur SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Theodor Eicke)

  • SS-Panzergrenadier-Regiment „Thule“
  • SS-Schützen-Regiment „Thule“
  • SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 3
  • SS-Totenkopf-Aufklärungs-Abteilung
    • später in SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 3 umbenannt
  • SS-Panzer-Regiment 3
  • Sturmgeschütz-Abteilung SS-Totenkopf-Division
  • SS-Totenkopf-Flak-Abteilung
  • SS-Totenkopf-Artillerie-Regiment
  • SS-Totenkopf-Nachrichten-Abteilung
  • SS-Totenkopf-Pionier-Bataillon
  • SS-Panzerjäger-Abteilung „Totenkopf“

Gliederung der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ (Stand 1. September 1944)

Erschöpfte, aber standhafte Panzergrenadiere der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ in Erbsentarn an der Ostfront, 1944

3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ (Kommandeur SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Helmuth Becker)

  • SS-Panzergrenadier-Regiment 5 „Thule“
  • SS-Panzergrenadier-Regiment 6 „Theodor Eicke“
  • SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 3
  • SS-Panzer-Regiment 3 „Totenkopf“ einschließlich Schwere Panzer-Abteilung
  • SS-Sturmgeschütz-Abteilung 3
  • SS-Flak-Artillerie-Abteilung 3
  • SS-Panzer-Artillerie-Regiment 3
  • SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 3
  • SS-Panzer-Pionier-Bataillon 3
  • SS-Panzerjäger-Abteilung 3
  • SS-Feldersatz-Bataillon 3
  • Kdr. der SS-Division Nachschubtruppen 3
  • SS-Panzer-Instandsetzungs-Abteilung 3
  • SS-Sanitäts-Abteilung 3
  • SS-Wirtschafts-Bataillon 3
  • SS-Genesenden-Abteilung 3

Ersatzeinheiten

Im Zusammenhang mit der Aufstellung der SS-Totenkopf-Division wurde durch Befehl des Reichsführers SS am 20. Oktober 1939 als erste Ersatzeinheit das SS-Totenkopf-Infanterie-Ersatzbataillon I in Breslau aufgestellt.

Anfang Dezember 1939 wurde das Bataillon geteilt. Jeweils die Hälfte der Führer, Unterführer und Mannschaften wurde zur Aufstellung des SS-Totenkopf-Infanterie-Ersatzbataillons II nach Lichtenburg bei Prettin versetzt, später nach Weimar-Buchenwald. Anschließend verlegte man das Bataillon I am 16. Dezember 1939 nach Radolfzell, wo es mit Reservisten und Kriegsfreiwilligen ergänzt und neu gegliedert wurde. Danach wurde es im Dezember 1940 zunächst nach Stralsund und im Juli 1941 nach Warschau verlegt. Ein drittes Bataillon wurde ab Januar 1940 in Breslau aufgestellt und im Januar 1941 nach Brünn (SS-Lager am Kuhberg) verlegt. Die Ersatz-Bataillone I und III wurden im Mai 1943, das Ersatz-Bataillon II bereits Ende 1941 aufgelöst. Erst 1944 wurde mit dem SS-Feldersatz-Bataillon 3 wieder eine Ersatzeinheit aufgestellt.

Angehörige

Kommandeure (letzter Dienstgrad im Krieg)

Kommandeure

Weitere (Auswahl)

Bildergalerie der Ritterkreuzträger (Auswahl)

Filmbeiträge

Soldaten erzählen – Manfred Diener
Soldaten erzählen – Kurt Barckhausen

Literatur


Meine Werkzeuge