Südwestrundfunk

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Der Südwestrundfunk (SWR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (Landesrundfunkanstalt) für die BRD-Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit drei Hauptstandorten in Stuttgart, Baden-Baden und Mainz. Sitz von Intendanz und Verwaltungsdirektion ist Stuttgart, die Fernseh- und Hörfunkdirektion ist in Baden-Baden angesiedelt, die Landessender befinden sich in Stuttgart und Mainz. Der SWR ging 1998 aus der Fusion des Süddeutschen Rundfunks (SDR) mit Sitz in Stuttgart und des Südwestfunks (SWF) mit Sitz in Baden-Baden hervor und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Der SWR ist nach dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) die zweitgrößte ARD-Anstalt. In seinem Sendegebiet von rund 55.600 km² leben 14,7 Mio. Menschen.

„Islamisches Wort“

Das „Islamische Wort“ steht seit 2007 auf der Weltnetzseite des Programms SWRCont.Ra. Es kann als Audiodatei angehört sowie als podcast und als Manuskript heruntergeladen werden. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen SWR-Intendanten Peter Voß, die von seinem seit 1. Mai amtierenden Nachfolger Peter Boudgoust nachdrücklich befürwortet wird. Nach der Veröffentlichung der beiden ersten „Islamischen Worte“ hatte der SWR eine Fülle kritischer, aber auch viele zustimmende Reaktionen erhalten. Die Sprecherinnen und Sprecher sind nicht als Repräsentanten moslemischer Vereinigungen gefragt worden, sondern als gläubige Moslems. Allerdings hatte der SWR den Kontakt zum neu gegründeten Koordinierungsrat der Moslems gesucht.

Vorgesehen sind laut Voß „Glaubensbekenntnisse von zweieinhalb bis drei Minuten“ in deutscher Sprache. Wenn der SWR genügend Erfahrungen gesammelt habe, könne das Angebot später auch ins Radio kommen.

Die Gruppierung

Für das „Islamische Wort“, das der SWR an jedem ersten Freitag des Monats in seinem Internet-Angebot in deutscher Sprache veröffentlicht, gibt es eine vierköpfige Mannschaft.

Neben den Islamwissenschaftlern Aiman Mazyek (Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland) und Bekir Alboga werden die beiden Moslems Emina Corbo-Mesic und Hilal Sezgin Beiträge für das "Islamische Wort" schreiben und sprechen. Emina Corbo-Mesic wird am Freitag, 1. Juni, über die Bedeutung der Jesus-Mutter Maria für Moslems reden. Der erste Beitrag von Hilal Sezgin ist für Freitag, 6. Juli, geplant.

Die Deutsch-Bosnierin Emina Corbo-Mesic wurde 1979 in Stuttgart geboren und lebt auch dort. Sie studierte Pädagogik und Anglistik und absolvierte eine Ausbildung zur islamischen Religionspädagogin. Seit 2002 ist sie Religionslehrerin und Leiterin einer internationalen Kindergruppe der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart. Der Unterricht für Kinder aus neun verschiedenen Nationen findet in deutscher Sprache statt.

Hilal Sezgin wurde 1970 als Tochter türkischer Eltern geboren und lebt als freie Publizistin in Barmstedt in der Lüneburger Heide. Sie studiere in Frankfurt Biologie und Philosophie und arbeitet heute für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten. Von Hilal Sezgin erschien das Buch „Typisch Türkin?“

Der Koordinierungsrat hat dem SWR gegenüber die Auswahl von Emina Corbo-Mesic und Hilal Sezgin als Autorinnen ausdrücklich begrüßt.

Kritik

Weil der SWR, immerhin die zweitgrößte ARD-Anstalt, der erste öffentlich-rechtliche Sender ist, der gläubigen Moslems ein deutschsprachiges Angebot in dieser Form macht, ist zwischen dem baden-württembergischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Stefan Mappus und dem SWR-Intendanten Peter Voß ein Streit entbrannt.

Voß ist zwar CDU-Mitglied, doch das hielt Mappus nicht davon ab, ihn und die geplanten SWR-Audiodateien anzugreifen: Ein solches Angebot sei „keine Aufgabe der Grundversorgung“ der öffentlich-rechtlichen Sender. Außerdem stünden der verfassungsrechtlich geschützte Grundversorgungsauftrag und die christlich-abendländische Werteordnung des Grundgesetzes im Widerspruch zu islamischen Religionssendungen.

Das „Islamische Wort“, das der Südwestrundfunk 2007 einführte, stößt auf wenig Gegenliebe in der Bevölkerung. 60 Prozent der Zuschriften seien negativ und zum Teil haßerfüllt, teilte der Sender mit.