Schenck, Wolfgang

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Wolfgang Schenck.jpg

Wolfgang „Bombo“ Schenck (Lebensrune.png 2. Februar 1913 in Windhuk, Deutsch-Südwestafrika; Todesrune.png 5. März 2010 in Marburg an der Lahn) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Oberstleutnant der Luftwaffe, Flugzeugführer und Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg. Der Schlacht- und Kampfflieger absolvierte mehr als 400 Feindflüge, davon – zuletzt als Jagdflieger – 40 mit der Me 262, und errang dabei 18 Luftsiege.

Leben

Von links: Wolfgang Schenck, Wolfgang Ewald und Karl-Gottfried Nordmann

Wolfgang Schenck wurde am 7. Februar 1913 in Windhuk (Deutsch-Südwestafrika) geboren. „Bombo“ trat im Dezember 1936 als Offiziersanwärter in die Luftwaffe ein und wurde als Flugzeugführer an Zerstörer ausgebildet. Er gehörte ab 1938 der I./JG „Richthofen“ an. Mit der I./ZG 1 nahm er am Polenfeldzug teil. Am 11. Mai 1940 erzielte er in Holland seine ersten beiden Luftsiege, wurde aber am 16. Mai 1940 im Luftkampf mit Hurricane schwer verwundet. Im September 1940 kam er zur Erprobungsgruppe 210, welche neue Bombenwurftechniken mit Jagdflugzeugen erproben sollte. Am 6. Oktober 1940 wurde er Staffelkapitän der 1./Erp.Gr. 210 und flog 1940/41 50 Jabo Einsätze nach England gegen Industrieziele und Flugplätze, wobei er 38.000 BRT an Handelsschiffsraum und einige bewaffnete Küstenfahrzeuge vernichtete. Er wurde für seine Einsätze im November 1940 mit dem Ehrenpokal ausgezeichnet.

Im April wurde seine Staffel in 1./SKG 210 umbenannt und in den Osten verlegt. Beim Angriff seiner Staffel auf den Flugplatz Taganrog kam es zum Luftkampf mit über 50 feindlichen Jägern. Hiervon konnte er 4 abschießen. Bis zur Verleihung des Ritterkreuzes am 14. August 1941 hatte er 9 Luftsiege erzielt. Inzwischen Oberleutnant, übernahm er am 24. September 1941 die Erprobungsstaffel Me 210 in Rechlin. Im Januar 1942 kehrte er zu seiner Gruppe, die inzwischen in I./ZG 1 umbenannt worden war, zurück und wurde am 3. März 1942 zu deren Kommandeur ernannt. Hier erhöhte er seine Abschußzahl auf 18, vernichtete 15 Panzer und versenkte zahlreiche Küstenfahrzeuge.

Am 20. August 1942 wurde er als Sachbearbeiter ins RLM versetzt, wo er am 30. Oktober 1942 als 139. Soldat der Wehrmacht im Range eines Hauptmanns das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielt, die Eichenlaubverleihungszeremonie nahm Adolf Hitler persönlich am 21. November 1942 vor, am selben Tag erhielten auch Josef Zwernemann und Friedrich Lang ihre hohen Ehrenzeichen. Am 30. Januar 1943 wurde er Kommodore des SG 2, mit dem er im Mittelmeerraum kämpfte, bis er im Dezember schwer verwundet wurde. Nachdem er kuriert war, wurde er Inspizient im Stab des Generals der Schlachtflieger. Anfang 1944 war er beim „Reisestab Dr. Gustav West“, um die Invasionsabwehr vorzubereiten. Im Mai 1944 war er „taktischer Berater“ im Technischen Amt beim General-Luftzeugmeister. Im Juni 1944 übernahm er die Bombenwurferprobung mit der Me 262 (Erprobungskommandos „Schenck“) und führte ab Juli 1944 das „Einsatzkommando Me 262“ and der Westfront. Im November 1944 wurde er Kommodore des KG 51 (J) und beendete seinen Kriegseinsatz ab Februar 1945 als Inspizient im Sonderstab Strahlflugzeuge.

Bei Kriegsende geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er bereits im Juni 1945 wieder entlassen wurde.

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Wolfgang Schenck in Marburg.

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas, Friedburg 2000, S. 376, ISBN 3-7909-0284-5
  2. Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas, Friedburg 2000, S. 62, ISBN 3-7909-0284-5